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BuzzFeed will an die Börse gehen

Sein Portal entwickelte sich von der Spaß-Seite zur Journalismus-Konkurrenz: Buzzfeed-Gründer Jonah Peretti
Sein Portal entwickelte sich von der Spaß-Seite zur Journalismus-Konkurrenz: Buzzfeed-Gründer Jonah Peretti

Katzen-Content und Listicles könnten bald Milliarden wert sein – zumindest virtuell. Wie BuzzFeed-Gründer Jonah Peretti auf der Code Conference verriet, strebt das neun Jahre alte US-Internet-Unternehmen in absehbarer Zeit einen Börsengang an. Man wolle international wachsen und den Video-Bereich ausbauen – dafür brauche BuzzFeed Geld von Investoren. Wann ein IPO erfolgen könnte, ließ Peretti nicht durchblicken.

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Der Nächste, bitte! Einen Tag, nachdem der hoch gehandelte Foto-Messenger Snapchat auf der Digitalkonferenz „Code“ seine Börsenpläne andeutete, äußert sich der Viral Content-Anbieter BuzzFeed unisono. „Wir sind sehr drauf fokussiert, international zu wachsen, verschiedene Plattformen aufzubauen und den Video-Bereich auszubauen“, erklärte BuzzFeed-Gründer Jonah Peretti auf der Code Conference.

Nur zwei Tage nach der überraschenden Übernahme des Techblogs re/code durch Vox Media (The Verge, Polygon) lässt damit auch der andere große Player im Bereich der schnell wachsenden Content-Angebote in den USA die Muskeln spielen.

Konsolidierung der US-Content-Anbieter schreitet voran

Die Konsolidierung der Branche ist atemberaubend: Vor zwei Wochen erst hatte sich der Mobilfunkprovider Verizon für 6 Milliarden Dollar Internet-Dino AOL geschnappt, der sich unter Tim Armstrong mit der Huffington Post und TechCrunch ebenfalls als Inhalte-Anbieter repositionierte.

„Vox zur Linken, BuzzFeed zur Rechten. Hier sind wir, in der Mitte eingeklemmt mit Verizon“, kommentierte TechCrunch-Reporterin Alexia Tsotsis gewohnt ironisch die neuen Kräfteverhältnisse in der US-Internet-Publishing-Landschaft.

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Nach jüngsten Branchenschätzungen wird das vier Jahre alte Webseiten-Konglomerat Vox Media aktuell mit 400 Millionen Dollar bewertet, während der Wert BuzzFeed bereits auf eine Milliarde Dollar angeschwollen sein soll. Dass sich der Wert im Falle eines hochgehypten Internet-IPO indes schnell vervielfacht, hatten zuletzt die Börsengänge von Etsy, GoDaddy und in den Vorjahren GoProAlibaba und Twitter vorgemacht.

Mit dem Geld aus dem Börsengang will BuzzFeed weiter wachsen. Viele Experimente in den Medien seien „sterbenslangweilig für alle, die nicht von Werbung abhängig sind“, erklärte Peretti der Code Conference. Das Innovationslabor soll über das Tagesgeschäft hinaus neue Ideen entwickeln. Eine davon wäre etwa, dass sich größere Menschenansammlungen von Drohnen besser fotografieren oder filmen lassen.

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