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Die Bundesliga boomt: Steigende Zuschauerzahlen für ARD, ZDF und Sky

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Die erste Bundesliga-Saison nach dem Titel-Gewinn der Nationalmannschaft bei der WM 2014 hat den Liga-Sendern ARD, ZDF und Sky tolle Zuschauerzahlen beschert. "Sportschau" und "Sportstudio" lagen ebenso über dem Vorjahr wie sämtliche Live-Programmplätze bei Sky. An der WM-Euphorie lag das aber nur bedingt: Vor allem in der Rückrunde lief es super.

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5,34 Mio. Fans sahen in der Saison 2014/15 die 31 Samstags-„Sportschau“-Ausgaben mit Berichten zur Fußball-Bundesliga. 31 deswegen, weil drei Spieltage dienstags/mittwochs stattfanden. In der vorigen Saison 2013/14 kamen die damals 33 Samstags-„Sportschauen“ noch auf durchschnittlich 5,15 Mio. Zuschauer. Der Marktanteil stieg ebenfalls: von 23,8% auf 24,3%. Die 6,84 Mio. Zuschauer vom 21. Februar waren zudem der beste Bundesliga-„Sportschau“-Wert seit vier Jahren. Der Marktanteil vom letzten Spieltag am vergangenen Samstag – 31,3% – sogar der beste seit sechs Jahren.

Dass die beiden Bestwerte aus der Rückrunde stammen, zeigt schon, dass diejenigen, die die ansteigenden Zuschauerzahlen der WM-Euphorie zurechnen, nur bedingt Recht haben. Denn insbesondere in der Rückrunde lief es für die Bundesliga hervorragend. Lag die Bundesliga-„Sportschau“ in der Hinrunde noch sechsmal über der vorigen Saison, sprang sie in der Rückrunde zwölfmal über die Zahlen des entsprechenden Spieltags der Saison 2013/14. Traditionsvereine in Abstiegsgefahr, Borussia Dortmund im Tabellenkeller- das dürften einige der Zutaten für die ansteigenden Zahlen gewesen sein.

Auch „das aktuelle sportstudio“ war 2014/15 erfolgreicher als im Vorjahr – wenn auch nur minimal. Von 2,13 Mio. Zuschauern in den Bundesliga-Ausgaben der Saison 2013/14 ging es auf 2,15 Mio. hinauf, von 12,6% auf 12,9%. Wie sehr das „sportstudio“ von der Bundesliga abhängt, zeigt sich an den Zahlen der Ausgaben, an denen kein Liga-Spieltag stattfand. Die Marktanteile dieser Sendungen liegen traditionell unter der 10%-Marke.

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Freuen kann sich auch Sky: Alle Live-Sendeplätze bescherten dem Pay-TV-Anbieter ansteigende Zahlen. So kamen die Freitags-Spiele in der Saison 2013/14 noch auf 480.000 Fans, 2014/15 auf 570.000. Der traditionsreiche Samstagnachmittag erreichte 1,29 Mio. statt 1,27 Mio. Zuschauer, samstags um 18.30 Uhr sahen 800.000 statt 790.000 zu, sonntags um 15.30 Uhr 530.000 statt 520.000 und sonntags um 17.30 Uhr ging es von 670.000 auf 710.000 Seher hinauf. Kneipen- und Sportbar-Besucher sind hier nicht mitgerechnet, da sie von der GfK nicht gemessen werden können.

Auch bei Sky lief vor allem die Rückrunde besser als in der vorigen Saison: An vier Spieltagen sahen samstagnachmittags 2014/15 mehr Leute zu als 2013/14, in der Rückrunde waren es 13. Alle Sender dürften sich auch heimlich über den Ausgang im Abstiegskampf freuen. Statt Traditionsvereinen sind mit Freiburg und Paderborn Clubs abgestiegen, die nicht gerade die großen Quotenbringer sind. Wären der HSV und Stuttgart für Ingolstadt und Darmstadt abgestiegen, wäre es in der kommenden Saison wohl schwer geworden, erneut ansteigende Zuschauerzahlen zu verzeichnen. Noch kann der HSV den Sendern aber schaden: Er muss ja noch in die Relegation gegen Karlsruhe. Hoffen werden die drei Sender auf jeden Fall, dass 2015/16 auch oben wieder mehr Spannung entsteht. Ein deutscher Meister, der schon im März oder April stattfindet, schadet den Zuschauerzahlen natürlich mehr als einer, der am letzten Spieltag ausgespielt wird.

Neben den drei Sendern kann sich natürlich die DFL freuen: Steigende Zuschauerzahlen machen das Produkt Bundesliga wertvoller und lassen die Einnahmen bei der TV-Rechtevergabe fast automatisch steigen.

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