Nach Instant Articles: Facebook arbeitet an Bezahlsystem für Journalisten und Blogger

Ein Instant Article vom National Geographic
Ein Instant Article vom National Geographic

Publishing Facebook auf dem Weg zum globalen Verlagshaus: Seit fast zwei Wochen ist der Feldversuch "Instant Articles" gestartet – und offensichtlich arbeitet Facebook außerdem bereits mit Hochdruck an einer Paid-Strategie. Wie TechCrunch berichtet, würde dieses System es auch Einzeljournalisten und Bloggern erlauben, ihre Inhalte direkt bei Facebook zu verkaufen.

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In Deutschland sind Bild und Spiegel Online dabei: Sie sollen schon bald komplette Artikel vollständig bei Facebook veröffentlichen. Im Gegenzug für die Instant Articles erhalten sie die Erlaubnis, Werbung im Umfeld der Artikel selber zu verkaufen und bekommen außerdem vollen Zugriff auf die Nutzerdaten ihrer Leser.

Dass Facebook zumindest für den Springer-Konzern ein Bezahlsystem einrichten wird, gab Springer-Manager Christoph Keese gegenüber dem Spiegel bereits bekannt: „Wir haben mit Facebook schriftlich vereinbart, dass es so schnell wie möglich ein Bezahlsystem bei Instant Articles gibt. Der Leser, der ‚Bild Plus‘-Artikel auf Facebook lesen möchte, wird dafür künftig in gleichem Umfang bezahlen müssen wie auf Bild.de“.

Wie das US-Blog TechCrunch berichtet, sollen von dem Behahlsystem jedoch nicht nur große Verlagshäuser wie Axel Springer profitieren, sondern auch Einzelpersonen. So könnten zum Beispiel Blogger ihre Inhalte direkt bei Facebook anstatt auf ihrer Webseite veröffentlichen – und verkaufen. Den Hinweis auf diese Pläne liefere die Übernahme des Startups Tugboat Yards, das Journalisten und Bloggern hilft, ihre Inhalte digital zu verkaufen. Das Unternehmen selber verkündete auf seinem Blog: „Tugboat wird zum 30. Juni 2015 seinen Betrieb einstellen und sich dem Facebook-Team anschließen. Wir werden dort an Medienproduktion wie News und Video arbeiten.“

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