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2,7 Millionen Euro für „Gottschalk live“: Ärger um ARD-Abfindung für Showmaster

Thomas Gottschalk

Thomas Gottschalk hat Ärger: So fragt die Bild am Sonntag bereits: „Warum belog der TV-Star die Öffentlichkeit?“. Hintergrund ist die Debatte um 2,7 Millionen Euro, die die ARD dem TV-Moderator nach der Absetzung seiner Vorabend-Show „Gottschalk live“ gezahlt haben soll.

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Die Sendung war wegen mieser Quoten nach 70 Folgen wieder aus dem Programm genommen worden. Trotzdem stand Gottschalk offenbar die Gage für alle der geplanten 144 Shows zu. Genüsslich vermeldet nun die Bild am Sonntag, dass Gottschalk der Deal wohl pein­lich gewesen sei. So hätte er in einem BamS-Inter­view zwei Tage vor der Pre­miere noch gesagt, dass er „nicht auf Erfül­lung irgend­wel­cher Ver­träge drän­ge“. Denn: „Die ARD schmeißt mir keine Mil­lio­nen hin­ter­her und wegen der Kohle mach ich’s sowieso nicht.“

In der Causa „Gottschalk live“ fordert der Filmverband Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm (AG Dok) mittlerweile von WDR-Intendant Tom Buhrow Aufklärung. Der Sender bestätigte den Eingang eines entsprechenden Schreibens vom Verbandsvorsitzenden Thomas Frickel. „Der WDR ist dabei, die Fakten zu prüfen. Hierbei ist uns Seriosität wichtiger als Schnelligkeit“, sagte eine WDR-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur am Samstag.

Laut Frickel sind 2,3 Millionen Euro nach Absetzung der Show erklärungsbedürftig, sowie weitere 400 000 Euro für zwei geplante Abendshows, die ebenfalls nicht zustande gekommen seien. Gottschalk ließ über eine Sprecherin mitteilen: „Ich habe alles geliefert, was die ARD bestellt hat. Dafür hat die ARD bezahlt, was vorher vereinbart war.“

Mit Material von dpa

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