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Millionen-Klage: Kachelmann und Burda schließen Vergleich

Jörg Kachelmann (r.) und sein Anwalt Ralf Höcker im Landgericht Köln im Februar 2015.
Jörg Kachelmann (r.) und sein Anwalt Ralf Höcker im Landgericht Köln im Februar 2015.

Jörg Kachelmann und Hubert Burda Media legen ihren Rechtsstreit bei. Die Parteien haben sich außergerichtlich geeinigt, wie Kachelmanns Anwalt Ralf Höcker gegenüber MEEDIA bestätigte. Die Höhe der Vergleichssumme nennt er aber nicht. Kachelmann forderte von Bunte und Focus Schmerzensgeld in Höhe von einer Million Euro.

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„Wir haben uns mit Bunte und Focus gütlich geeinigt. Dies werden wir nun dem Gericht mitteilen. Es wird keine mündliche Verhandlung und kein Urteil geben“, so Ralf Höcker gegenüber MEEDIA. Burda hat den Vergleich am Donnerstagnachmittag bestätigt. Nach MEEDIA-Informationen ist die beidseitig unterschriebene Einigung derzeit noch auf postalischem Wege zurück nach München.

Mit dem Vergleich legen Kachelmann und Burda Streitigkeiten wegen schwerwiegenden Persönlichkeitsrechtsverletzungen beiseite. Kachelmann reichte Ende 2013 Klage ein und forderte von Bunte und Focus jeweils 500.000 Euro Schmerzensgeld. Die Parteien konnten sich nicht außergerichtlich vor Start eines Prozesses einigen. Der Gütetermin im Februar dieses Jahres war kurzfristig abgesagt worden, einen Nachholtermin gab es nicht.

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Zu einer richterlichen Entscheidung wird es aller Voraussicht nach bei den Streitigkeiten zwischen Kachelmann und Axel Springer kommen. Von Bild und Bild.de fordert Kachelmann insgesamt 2,25 Millionen Euro. Nach dem Gütetermin im Februar wurde vergangene Woche bekannt, dass die außergerichtlichen Gespräche gescheitert sind. Ein Urteilsspruch wird am 2. September erwartet.

 

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Alle Kommentare

  1. Ich wäre echt heiß drauf, was Kachelmann wirklich erhält vom Burda Verlag.

    Wenn er seine geforderten 1 Millionen Euro erhälten hätte, hätte er und sein Rechtsanwalt Höcker damit geprallt und damit für die Klage gegen Bild einen Wert gehabt, also das Richter sehen, was Burda bereit war im Vergleich zu zahlen.

    Denn wenn er beispielsweise nur 200.000,00 EUR bekommen hat oder möglicherweise weniger, dann wäre es in den Medien für ihn eine Schlappe, weil hier von Rekord-Summe nicht zu reden ist.

    Wenn sich Höcker da so sicher war, dass alle die Rekord-Summe zahlen müssen, ja warum hat man es bei Burda nicht auf ein Urteil ankommen lassen?

    Bild und Kachelmann können sich nicht einigen bzw. Bild lässt es auf ein Urteil ankommen und das zeigt seitens Bild Stärke, denn man kann davon ausgehen, wenn Bild und Kachelmann sich einigen würden, außergerichtlich, dann würde auch hier wieder Verschwiegenheit vereinbart werden.

    1. …die hätten geprahlt, aber nicht geprallt.
      Zudem ist solch‘ Hin- und Hervermutung zwar wunderbar boulevardesque und passt demnach zu den genannten Blättern, aber was wissen Sie (und wir) schon?
      Man könnte auch vermuten (vermuten!), dass in dem geschlossenen Vertrag Vertraulichkeit vereinbart wurde. Was nicht ungewöhnlich ist, sondern sogar plausibel erscheint, für welche der beiden Parteien auch immer.

  2. Hallo MEEDIA, die Formulierung „Jörg Kachelmann und Hubert Burda Media legen ihren Rechtsstreit beiseite“ kommt zweimal ähnlich rüber. Einen Streit kann man beilegen, aber doch nicht beiseite legen.
    Einem (so lässt mich das Bild vermuten) jungen Autoren kann so etwas passieren, aber liest denn in dieser Redaktion niemand Korrektur? Tztztz!

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