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„Der gelbe Unterrock“: SWR holt Tatort nach 35 Jahren aus dem Giftschrank

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Ein zu schlechtes Drehbuch und zu viel Gewalt: 1980 landete der Tatort "Der gelbe Unterrock" mit Nicole Heesters im Giftschrank des SWR – nie wieder sollte diese Folge ausgestrahlt werden. 35 Jahre später kündigte der Sender nun eine Wiederholung des Films an, er könne jetzt als Zeitdokument gesehen werden.

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1980 strahlte der SWR die „Tatort“-Folge „Der gelbe Unterrock“ mit Nicole Heesters als Kommissarin Marianne Buchmüller aus – und beschloss daraufhin, den Film nie wieder zu zeigen. Publikum und Kritiker urteilten damals gleichermaßen: Das war einer der schlechtesten „Tatorte“ aller Zeiten. Der Grund: wirres Drehbuch, schlechte Umsetzung und außerdem eine zu explizite Darstellung von Gewaltphantasien gegen Frauen und Kinder.

In „Der gelbe Unterrock“ sucht die Kommissarin einen Sexualstraftäter und Kleiderfetischisten, der verdächtig wird, ein junges Mädchen getötet zu haben. Die Episode war der letzte Fall mit Nicole Heesters und wurde am 17. Januar 1980 als 109. „Tatort“-Folge in der ARD ausgestrahlt. Bis zu ihrer Pensionierung empfahl die damals zuständige Redakteurin Susan Schulte, den Film nicht zu wiederholen.

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35 Jahre später haben sich die Meinungen in der SWR-Redaktion dazu geändert: „Der gelbe Unterrock“ wird noch einmal gezeigt. Dies bestätigte der SWR gegenüber MEEDIA: „Die Qualitätsentscheidung von damals hatte durchaus ihre Berechtigung. 35 Jahre später kann er aber als Zeitdokument gesehen werden und hat da auch seinen Reiz.“ Vor ungefähr einem Jahr hätte die Redaktion den Tatort erneut gesichtet und dabei festgestellt, dass es heute keinen Grund mehr gebe, den „Tatort“ nicht auszustrahlen. Die Sehgewohnheiten hätten sich außerdem sehr verändert. „Viele Filme aus der Zeit kommen uns heute sehr langsam vor, das gilt auch für ‚Tatort – Der gelbe Unterrock'“, so der SWR. Einen festen Sendetermin gibt es noch nicht.

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