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Zeitungen drücken Springers Gewinn, Digital bleibt Wachstumsmotor

Axel Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner
Axel Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner

Axel Springer startet entspannt und ohne Zahlen-Unfälle ins neue Jahr: Am Donnerstag verkündete CEO Mathias Döpfner einen steigenden Umsatz, und ein leicht verbesserten Operativ-Gewinn. Lediglich beim Überschuss steht Springer etwas schlechter da als noch im Vorjahr. Schuld: die Zeitungen.

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Die Flaute im Geschäft mit Zeitungen und Zeitschriften hat die Gewinne des Medienkonzerns schrumpfen lassen. Zwar stieg der Umsatz im ersten Quartal um 12,7 Prozent auf 780,6 Millionen Euro. Höhere Kosten ließen den Gewinn aber um fast 35 Prozent absacken. Im ersten Quartal dieses Jahres stehen unterm Strich 43 Millionen Euro. Im Vorjahr verkündete Döpfner ein Ergebnis von 65,6 Millionen. Die aktuellen Zahlen seien nicht schlecht, sondern die Vorjahreszahlen wegen einmaliger Effekte aus Anteilsverkäufen so gut, so der Konzern. Der operative Gewinn (EBITDA) stieg leicht um 1,2 Prozent auf 119,8 Millionen Euro.

Rubrikenmärkte legen weiter zu

Gute Nachrichten liefern bei Springer einmal mehr die sogenannten Rubrikenangebote wie die Online-Portale Immonet und Stepstone. Der Umsatz bei den Rubriken legte um 58,5 Prozent auf 176,2 Millionen Euro zu. Zudem bringen sie inzwischen mehr als die Hälfte des operativen Konzerngewinns. Springers Digitalstrategie geht damit weiter auf, was in Zukunft zu noch mehr Akquisitionen führen wird – vor allem auch im Ausland, wo Springer bereits rund die Hälfte seines Umsatzes mache, so Döpfner am Donnerstag.

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Bezahlangebote: Digital gleicht Abwärtstrend im Print noch nicht aus

Weniger erfolgreich läuft Springers Geschäft mit journalistischen Bezahlangeboten, in dem Print- und Digital zusammengefasst sind. Im ersten Quartal gingen die Erlöse um 1,5 Prozent auf EUR 348,7 Millionen Euro zurück, das Werbegeschäft brachte rund drei Prozent weniger ein. Aufgrund der rückläufigen Auflagen reduzierten sich die Vertriebserlöse der Bezahlangebote um 4,3 Prozent. Die übrigen Erlöse legten, insbesondere durch die erstmalige Einbeziehung von N24 ab März 2014, deutlich um 25,1 Prozent zu.

Den starken Auflagenverlusten von Bild und Welt versuchte Springer auch mit seiner Preisstrategie entgegenzuwirken. So erhöhte der Konzern die Copypreise für seine Tageszeitungen, eben erst bei Bild München und in östlichen Regionen Deutschlands. Die digitalen Zeitungserlöse können die Print-Verluste noch nicht ausgleichen. Die Pay-Strategie wird aber als Erfolg gewertet. 324.000 zahlende Digitalabonnenten habe der Konzern mittlerweile in der Kartei, so Döpfner. Mit 64.000 Abos verzeichne die Welt schon halb so viele Digitalkunden wie im Print. Für Bild.de bezahlten derzeit etwa rund 260.000. Beeindruckende Zahlen, in die freilich zahlreiche rabattierte Sonderangebote eingerechnet sein dürften.

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