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windeln.de: Börsengang von E-Commerce-Plattform für Baby-Bedarf geht in die Hose

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Es riecht streng nach Neuem Markt: Der defizitäre Online-Händler windeln.de konnte Anleger beim gestrigen Börsengang nicht überzeugen – das IPO ging buchstäblich in die Hose. Am Ende des ersten Handelstags saßen Anleger auf satten Kursverlusten.

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Wer wagt sich nach Rocket Internet an die Börse? Mehr als ein halbes Jahr nach dem turbulenten Börsenstart  des hochgewetteten Beteiligungskonglomerats der Samwers, das zuletzt wieder kritischer beäugt wird, strebte das Münchner Start-up windeln.de an die deutschen Aktienmärkte.

Das fünf Jahre alte Internet-Unternehmen, das wie der Domainname nahelegt, „alles für mein Baby“ anbietet – vom Kinderbrei über den richtigen Kindersitz bis eben zur Windel – gilt als eine der großen deutschen E-Commerce-Erfolgsstories. Die Deutsche Bank und Goldman Sachs führten Anfang des Jahres noch eine Finanzierungsrunde über immerhin 45 Millionen Euro an.

Minus 15 Prozent: Kursfiasko zum Börsendebüt 

Tatsächlich boomt das Online-Geschäft mit Babyprodukten: Im vergangenen Geschäftsjahr wurden immerhin schon Umsätze von über 100 Millionen Euro eingefahren. Dabei fielen jedoch auch Verluste von knapp 10 Millionen Euro an.

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Die Bereitschaft  von Anlegern, in defizitäre Internet-Unternehmen zu investieren, scheint im aktuell wieder angespannteren Börsenumfeld indes begrenzt. So wurden Anlegern die windeln.de-Aktien gestern nur in der Mitte der Bookbuildingspanne zu 18,50 Euro zugeteilt.

IPO erlöst satte 211 Millionen Euro

Zum Börsenstart erlebten Aktionäre dann eine böse Überraschung: Die Kurse rauschten sofort in den Keller. Am Ende des ersten Handelstags saßen Anleger bei Notierungen von unter 15 Euro auf einem üppigen Minus von 15 Prozent.

Die Gründer Alexander Brand und Konstantin Urban werden den Börsen-Fehlstart wohl trotzdem einigermaßen gelassen verfolgt haben: Mit dem IPO erlöst windeln.de satte 211 Millionen Euro und wird bereits mit etwa 450 Millionen Euro bewertet.

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