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Apple: iOS-Marktanteil in Europa wächst, Wall Street-Skepsis steigt

Apple CEO Tim Cook, Nachfolger des iPhone 6: Analysten arwöhnen, dass die Ausbaustufe „6s“ kein so großer Verkaufshit wird wie das Vorgängermodell
Apple CEO Tim Cook, Nachfolger des iPhone 6: Analysten arwöhnen, dass die Ausbaustufe "6s" kein so großer Verkaufshit wird wie das Vorgängermodell

Gute Zeiten, gute Zahlen: Marktforscher Kantar bescheinigt Apple im abgelaufenen Quartal steigende Marktanteile für iOS in Europa. In der neuen Welt jedoch steigt die Skepsis: Seit Bekanntgabe der Quartalsbilanz vor einer Woche befindet sich die Aktie unter erhöhtem Abgabedruck. Die Wall Street interessiert sich bekanntlich nur für die Zukunft.

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Der Siegeszug des iPhones geht weiter – zumindest nachträglich. Wie das Research-Unternehmen Kantar in einer Studie ermittelt hat, konnte Apple im abgelaufenen ersten Quartal des neuen Kalenderjahres, das bereits das zweite in Apples Fiskaljahr ist, seinen Marktanteil im Mobilfunkmarkt ausbauen.

Und das vor allem in Europa: Gegenüber dem Vorjahreszeitraum legte der iOS-Marktanteil in den fünf  größten europäischen Staaten um 1,8 Prozent auf 20,3 Prozent zu. Googles mobiles Betriebssystem Android büßte dagegen mehr als drei Prozent auf 68,4 Prozent ein.

Angetrieben vom iPhone 6 und iPhone 6 Plus konnte Apple seinen Marktanteil Deutschland um 3 Prozent und in Großbritannien sogar um 7 Prozent steigern. Wichtigster Wachstumsmarkt bleibt indes China, wo der iOS-Marktanteil im ersten Quartal um enorme 9 Prozent zulegen konnte.

60 Milliarden Dollar Börsenwert weg

Eine große Überraschung ist die rückwärtsgewandte Betrachtung der Monate Januar bis März freilich nicht: Apple konnte vergangenen Montag bei Vorlage der jüngsten Quartalsbilanz erneut Rekordzahlen vermelden, die in erster Linie vom Wachstum in China geprägt waren.

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Die Wall Street gibt sich seit der Bilanzverkündung  unbeeindruckt. In den vergangenen sieben Handelstagen verlor die Apple-Aktie, nachdem sie kurz bei 135 Dollar noch neue Allzeithochs aufgestellt hatte, rund 10 Dollar. Ein Börsenwert von etwa 60 Milliarden Dollar wurde dabei vernichtet.

Wall Street höchst unbeeindruckt von jüngster Rekordbilanz

Wie passt das mit den Fabelgewinnen von 13,6 Milliarden Dollar zusammen? Auf den ersten Blick gar nicht – Apple geht es so gut wie nie. Doch an dieser Stelle fängt das altbekannte Problem Cupertinos wieder an: Wieder einmal droht Apple zum Opfer des eigenen Erfolgs zu werden.

Die Neuigkeiten der beiden extrem starken Quartale des Fiskaljahres 2015 sind raus – was folgt ist die Sorge vor einer nachlassenden Geschäftsdynamik in der zweiten Hälfte des iPhone 6-Lebenszyklus. Wieder einmal befindet sich Apple in der Bringschuld, neue Rekorde aufzustellen zu müssen.

„Wir glauben, dass die iPhone-Absätze in den nächsten Quartalen bedeutend nachlassen, was der Aktie Gegenwind bescheren dürfte“, glaubt  Analyst Abhey Lamba von der japanischen Investmentbank Mizuho. Nach dem iPhone ist also wieder einmal vor dem iPhone.

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