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„Seid Internett zu einander“: Springer-Enkel Axel Sven startet App für Nachbarschaftshilfe

Springer und das Internet. Das scheint zu passen. So expandiert nicht nur der Verlag so konsequent, wie kein anderes deutsches Medienhaus ins Web. Auch der Enkel der Verleger-Legende Axel Cesar Springer, der 49-Jährige Axel Sven "Aggi" Springer, investiert mittlerweile in neue Medien. Zusammen mit einem Geschäftspartner startet er die neue App für Nachbarschaftshilfe "Do me a Favour".

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„Helfen macht glücklich, einfach so. Helfen bringt freundliche Menschen zusammen“, heißt es auf der Webseite zur App. Weiter verspricht der Werbetext: „Und DoMeAFavour hilft beim Helfen“.

Ganz konkret will die Applikation helfen, wenn man beispielsweise krank im Bett liegt und jemanden sucht, der mit dem Hund Gassi geht oder wenn man fix ein paar Eier braucht. Aktuelle Suchanfragen in Hamburg Mitte: „Bücher für eine Bachelorarbeit“, ein „Rucksack“ oder „Treibholz“. Noch wirkt das Angebot sehr bescheiden. Doch der Dienst steht auch erst am Anfang.

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Die Nutzung der Applikation ist kostenlos und soll es auch bleiben. Finanzieren will Springer das Angebot über Werbung. Springer entwickelte die App zusammen mit seinem Geschäftspartner Till Tolkemitt.

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Dass Axel Sven Springer mittlerweile im selben Gewässer, wie der Verlag seines Großvaters fischt, ist nicht unbedingt folgerichtig. Jahrelangem lieferte sich der Wahl-Hamburger einen Rechtsstreit mit Verlegerwitwe Friede Springer. Der 49-Jährige fühlte sich um sein rechtmäßiges Erbe betrogen. Inzwischen sagte er aber dem Hamburger Abendblatt: „Ich bin im Frieden mit Friede“. Zudem fühle er sich dem Verlag nach wie vor verbunden. Selbst eine Rückkehr möchte er heute auch nicht mehr ausschließen.

Nicht ohne einen gewissen stolz notierte das Hamburger Abendblatt bereits, dass die gesamte Grundidee der App an den Slogan erinnere, den sich einst Verleger Axel Springer für die Lokalzeitung der Hansestadt überlegte: „Seid nett zu einander“. Jetzt heißt es in der App seines Enkels: „Seid Internett zu einander“.

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Alle Kommentare

  1. Hi, ich hab die App auch mal getestet. Leider ist in Leipzig noch nicht so viel los. Ein paar interessante Angebote gibt es zwar bereits, aber so richtig am Rollen ist es leider noch nicht. Ich habe mal ein paar Screenshots und meine Eindrücke in einem Feedback-Artikel für Neugierige zusammengefasst: http://www.leipzig-leben.de/do-me-a-favour-app/ Vielleicht fehlt der Antrieb anderen Leuten einen Gefallen zu tun, wenn man selbst nichts dafür bekommt. Da sind Modelle wie der Batzentauschring etwas anders gestrickt. Aber ich finde diese selbstlose Idee von Do Me A Favour grundsätzlich sehr spannend. Lieben Gruß aus Leipzig, Adelina

  2. Ach Gottchen! Ein geradezu grandioses Geschäftsmodell! Na ja, mit dem entsprechenden Erbe auf dem Konto kann man sich sowas auch leisten. Selbst wenn es nur 5 statt 25 Prozent der Hinterlassenschaft des Verlegers sein sollten. Seid also nett zueinander!

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