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Twitter-Aktie kollabiert um fast 20 Prozent nach desaströsen Quartalszahlen

Kommunikationspanne bei Twitter: Früher als ursprünglich geplant wurde die neue, höchst enttäuschende Quartalsbilanz von Twitter bekannt. Der 140-Zeichen-Dienst verbuchte zum Jahresstart einen weitaus größeren Verlust als von Analysten erwartet – und kassierte auch noch die Jahresprognose. Die Twitter-Aktie schmiert daraufhin um knapp 20 Prozent ab.

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Twitter bleibt der Borderliner unter den Internetaktien: Nach einem wilden Auf und Ab in den vergangenen einhalb Jahren nahm das Debakel kurz vor Handelsschluss wieder seinen Lauf. Twitters jüngste Quartalsbilanz war ein Fauxpas auf allen Ebenen – bereits die Verkündung ging daneben. Die Technologiebörse Nasdaq hatte das Quartalsergebnis ungewollt bereits eine halbe Stunde vor Handelsschluss veröffentlicht.

Die Bilanz des ersten Geschäftsquartals 2015 fiel auf ganzer Ebene bei Anlegern durch: Während die Erlöse zwar um 74 Prozent auf 436 Millionen Dollar anstiegen, explodierten auch die Verluste. Nun schon 162,4 Millionen Dollar verbrannte der 140-Zeichen-Dienst in den ersten 90 Tagen des Jahres – vor einem Jahr betrug das Minus noch 132 Millionen Dollar.

Eine Milliarde Dollar in 1,5 Jahren verbrannt

Twitter bleibt damit im neunten Jahr des Geschäftsbestehens den Beweis schuldig, dass es auch nur annähernd schwarze Zahlen schreiben kann. Noch schockierender: Seit dem Börsengang im November 2013 hat der einstige Social Media-Emporkömmling mehr als eine Milliarde Dollar verbrannt.

Doch es kommt noch schlimmer: Besserung ist nämlich nicht in Sicht, wie CEO Dick Costolo durchblicken ließ – die Umsatzprognose für das Gesamtjahr wurde wegen des starken Dollars kassiert. Für die anschließenden Analystenkonferenz hatte sich der höchst umstrittene Twitter-CEO weitere schlechte Nachricht aufgespart: Das Nutzerwachstum bleibt die Achillesferse des 140-Zeichen-Dienstes.

Anleger schockiert – Aktie um 20 Prozent im Minus 

Immerhin 302 Millionen aktive Mitglieder konnte Twitter per Ende März verkünden (plus 14 Millionen). Doch aktuell läuft der Zuwachs schon wieder schwächer als erwartet: „Wir haben einen langsamen Start im April“, musste der Twitter-CEO eingestehen.

Dass das Internet-Unternehmen ebenfalls eine Partnerschaft mit Google und die Übernahme des Anzeigen-Vermarkters TellApart bekanntgab, interessierte Anleger nicht mehr: Aktionäre schmissen das Handtuch schickten die Twitter-Aktie um 18 Prozent nach unten – in der Spitze betrug das Minus sogar 22 Prozent.

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Alle Kommentare

  1. Das freut mich!
    Ein unsozialeres Netzwerk, mit solch bescheuerten Usern hat es verdient eine Randexistenz zu führen. Das kommt auch den Nutzern dort zu gute, die nicht mehr durch andere Meinungen und andere Menschen belästigt werden.
    Twitter ist schon längst kein ‚virtueller Marktplatz‘ mehr, an dem ein reger Austausch von Ideen stattfindet.

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