LSR und die VG Media: Springer & Co. wollen sechs Prozent von Google

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In Sachen Google scheint sich mittlerweile ein Riss durch die Verlagsbranche zu ziehen. Während die US-Suchmaschine für die einen, u. a. FAZ und Zeit, ein 150-Millionen-Euro dickes Investitionspaket schnürt, konkretisieren die anderen, u. a. Springer und Funke, ihre Forderungen aus dem Leistungsschutzrecht: Sie wollen sechs Prozent des Suchumsatzes.

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Organisiert sind die Verlage, die mit Hilfe des LSR einen Anteil am deutschen Umsatz der Suchmaschine erstreiten wollen, in der VG Media. Diese wiederum hat nun erstmals sehr genau ihre Forderungen vorgerechnet. Wie die Leipziger Volkszeitung berichtet, gehen die Interessensvertreter in ihren Planungen davon aus, dass der Google-Umsatz  alleine in Deutschland bei drei bis 5,8 Milliarden Euro liegt. Ihrer Meinung nach würden ihnen davon elf Prozent zustehen.

Weil in der VG Media allerdings nur die Hälfte aller Verlage organisiert sind, wollen die Interessenvertreter auch erst einmal nur sechs Prozent von Google. Das wären bei einem Umsatz von vier Milliarden Euro immer noch 240 Millionen Euro.

Eine erste Entscheidung, ob und welche Google-Einnahme den Verlagen aus dem Leistungsschutzrecht zusteht, wird für Anfang Juli erwartet.

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