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Weg vom Sixpack-Image: Abercrombie & Fitch schafft Nacktmodels ab

Dieses Bild gehört der Vergangenheit an. Nackte Männer wird es diesen Sommer bei A&F nicht mehr geben
Dieses Bild gehört der Vergangenheit an. Nackte Männer wird es diesen Sommer bei A&F nicht mehr geben

Ein radikaler Imagewechsel: Die nackten Männer am Laden-Eingang von Abercrombie & Fitch gehören der Vergangenheit an. Nun dürfen auch Menschen mit Nasenring und Eyeliner bei A&F arbeiten. Christos Angelides, Brand-Boss der US-Amerikaner will die Marke retten, indem er auf ganz neue Maßstäbe setzt.

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„Wir müssen wieder die Kunden in den Mittelpunkt der Unternehmens setzen „, sagte Christos Angelides, A&F-Markenchef und wagt einen radikalen Bruch mit der Vergangenheit: Am Freitag kündigte Abercrombie & Fitch an, künftig auf „sexualisiertes Marketing“ zu verzichten. Die Waschbrett-Models am Eingangsbereich der Stores werden mit sofortiger Wirkung abgeschafft. Dazu muss das Ladenpersonal künftig nicht mehr attraktiv sein. Dies berichten mehrere US-Medien übereinstimmend. Außerdem sollen sie sich individueller kleiden dürfen, die Frisur ihrer Wahl tragen, und sie bekommen einen neuen Titel: „Markenvertreter“ heißen sie demnächst.

Die Launen des Mike Jeffries
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Mike Jeffries machte Abercrombie in seiner 22-jährigen Herrschaft zu einer globalen Marke – 965 Filialen in mehr als 20 Ländern. Doch in den letzten Jahren sank der Umsatz rapide, dazu wurde sein Führungsstil in Frage gestellt. Er diktierte das Verhalten und die Kleidung der Mitarbeiter und brachte seine Philosophie in einem berüchtigten Interview auf den Punkt: Sein Publikum müsse „cool“, „attraktiv“ und „gut drauf“ sein. Und viele Leute, gehörten halt nicht dazu. Bis letztes Jahr wurde sogar kein einziges schwarzes Kleidungsstück verkauft. Christos Angelides wird nun als potenzieller Nachfolger des im Dezember abgetretenen A&F-Gründers und Ex-CEO Mike Jeffries gehandelt.

Der neue Mann bringt also den Kurswechsel: Das Unternehmen hat den Anteil der Mode mit Logos vor allem auf dem amerikanischen Heimatmarkt dramatisch reduziert. T-Shirts und Kapuzenpullis mit großen Logos wie „Abercrombie“ oder „A&F“, gehören weitestgehend der Vergangenheit an. Die Krise bei Abercrombie hat allerdings auch was mit der Konkurrenz von billigeren Anbietern wie H&M oder Forever 21. zu tun.

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