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Quartalszahlen: Microsoft verdient 12 Prozent weniger, aber Wall Street feiert die Cloud

Der Turnaround läuft auf Hochtouren: Microsoft-CEO Satya Nadella
Der Turnaround läuft auf Hochtouren: Microsoft-CEO Satya Nadella

Microsoft hat einen neuen Wachstumstreiber: Das Geschäft mit Cloud Computing explodiert förmlich und lässt den erwarteten Einbruch der Windows-Unit verkraftbarer erscheinen. Obwohl die Gewinne wegen der Restruktierungskosten für die Smartphone-Sparte zweistellig zurückgehen, jubelt die Wall Street – die Microsoft-Aktie springt auf den höchsten Stand seit drei Monaten.

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Was für ein Showdown nach Handelsschluss: Google vermeldete seine neuste Quartalsbilanz, Amazon ebenfalls – und Minuten später zog auch Microsoft nach. Das Echo an der Wall Street fiel unisono aus, so unterschiedlich die Bilanzen auch verliefen: alle Aktien legten nach Handelsschluss zu.

Der Software-Riese Microsoft tat es Amazon und Google gleich und konnte nachbörslich einen ansehnlichen Kursausschlag von mehr als drei Prozent verbuchen. Dabei bot das neuste Zahlenwerk aus Redmond auf den ersten Blick eigentlich wenig Anlass zum Enthusiasmus: Der Nettogewinn gab 12 Prozent von 5,66 auf 4,99 Milliarden Dollar nach. Höhere Investitionen und Restrukturierungskosten für die von Nokia übernommene Smartphone-Sparte drückten auf das Geschäftsergebnis.

Cloud-Sparte springt für Windows-Schwäche in die Bresche
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Die Umsätze lagen jedoch deutlich über dem Wall Street-Erwartungen: Zwischen Anfang Januar und Ende März erlöste der inzwischen auch schon 40 Jahre alte Software-Pionier statt der erwarteten Umsätze in Höhe von 21,06 Milliarden nunmehr 21,71 Milliarden Dollar. Das entsprach einem Umsatzzuwachs von sechs Prozent.

Wie auch bei Amazon entwickelt sich das Geschäft mit Cloud Computing zum Wachstumstreiber. Die Erlöse verdoppelten sich und befänden sich auf dem Weg zu einem Jahresumsatz von 6,3 Milliarden Dollar. Konzernchef Satya Nadella lobte das „unglaubliche Wachstum unserer Cloud Services“, das langfristig die rückläufige Entwicklung im Kerngeschäft ausgleichen könnte: Die Erlöse der Windows-Unit gaben nämlich im jüngsten Quartal um 19 Prozent nach.

Anleger blickten unterdessen vor allem auf die Zukunftsperspektiven der Cloud-Sparte und schickten die Microsoft-Aktie auf den höchsten Stand seit Verkündung der vorausgegangenen Quartalsbilanz im Januar.

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