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Quartalszahlen: eBay gelingt vor Aufspaltung Achtungserfolg

eBay-CEO John Donahoe wird nach der Aufspaltung in den Verwaltungsrat wechseln
eBay-CEO John Donahoe wird nach der Aufspaltung in den Verwaltungsrat wechseln

Überraschendes Lebenszeichen vom Internet-Dino: eBay meldete sich gestern mit Vorlage eines unerwartet starken Zahlenwerks für das abgelaufene erste Quartal zurück. Noch-eBay-Chef John Donahoe konnte eine Umsatzsteigerung von rund vier Prozent und einen unerwartet hohen Nettogewinn verkünden. Treiber der positiven Geschäftsentwicklung war die Bezahltochter PayPal, die erstmals mehr erlöste als das Auktionsgeschäft und im dritten Quartal abgespalten wird.

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„Wir hatten ein starkes Quartal“: Diesen Satz hätte man John Donahoe auch nicht mehr unbedingt zugetraut. Nach den schwierigen vergangenen Monaten, in denen die Abspaltung der Bezahltochter PayPal und die damit verbundene Aufteilung in zwei Konzernteile beschlossen wurde, konnte der Internet-Pionier, der in diesem Jahr seinen zwanzigsten Geburtstag feiert, noch einmal die Wall Street überraschen.

Der weltgrößte Online-Auktionator gab eine Umsatzsteigerung von rund vier Prozent auf 4,45 Milliarden Dollar bekannt. Die Konzerngewinne fielen mit 77 Cents je Aktie deutlich höher aus als die Wall Street erwartet hatte (Konsensschätzungen von 70 Cents je Anteilsschein). Unter dem Strich blieb ein Nettogewinn von 626 Millionen Dollar hängen, nachdem im Vorjahreszeitraum noch steuerlich bedingt ein Milliardenverlust verbucht worden war.

PayPal-Sparte überholt Auktionsgeschäft

Treiber der positiven Geschäftsentwicklung war einmal mehr PayPal, das Umsatzzuwächse von 14 Prozent auf nunmehr 2,1 Milliarden Dollar verbuchte. Die Bezahltochter konnte damit erstmals das klassische Auktionsgeschäft überflügeln, das nach Umsatzeinbußen von vier Prozent Erlöse von 2,07 Milliarden Dollar generierte.

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Die Abspaltung von PayPal, das bereits jahrelang als das Filetstück des Intetnet-Pioniers galt, soll im dritten Quartal 2015 über die Börse erfolgen. Vorausgegangen war eine Dauerfehde mit Großaktionär Carl Icahn, bei der Konzernchef Donahoe gegen die Investmentlegende den Kürzeren zog und am Ende klein beigeben musste.

Aufspaltung nach Fehde mit Carl Icahn

„Verwaltungsrat und das Management glauben, dass Unabhängigkeit ab 2015 das Beste für die Unternehmen ist, um zusätzliche Werte für die Aktionäre zu schaffen“, begründete Donahoe Ende vergangenen Jahres den Schritt.

Der 54-Jährige wechselt an die Spitze des Verwaltungsrats von PayPal, Devin Wenig, Leiter der Sparte Marketplaces, wird neuer eBay-CEO. Paypal wird künftig vom früheren American Express-Manager Dan Schulman geleitet.

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