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„Ein Ladekabel!“: Was Michael Moore machen würde, wenn er US-Präsident wäre

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Wäre Michael Moore US-Präsident würde er als erstes ein universelles Ladekabel einführen. Foto: dpa/Fotolia

Der US-amerikanische Filmregisseur Michael Moore will nicht der Präsident der Vereinigten Staaten werden. Ein Wahlprogramm hat er trotzdem verfasst und fordert: ein einheitliches Ladekabel, HBO für alle, kostenlose Krankenversicherung, ein Maissirup-Verbot, Hochgeschwindigkeitszüge und mehr Freundlichkeit.

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Seine Wahlversprechen verkündete Moore vergangene Woche bei einem Besuch in der taz-Redaktion zum 36. Geburtstag der Zeitung. Insgesamt umfasst das Pamphlet 20 Punkte, die sowohl sozialer, kultureller als auch politischer Natur sind. Banal aber durchaus sinnvoll startet der Filmregisseur mit der verbraucherfreundlichen Forderung: „Ein Ladekabel! Ich werde eine Verordnung unterzeichnen, die verkündet, dass es nur noch ein Ladekabel für alle Marken und alle Elektrogeräte – Telefone, Computer, Tablets, Musikanlagen, Kameras und alles andere – geben wird. Allein das wird dafür sorgen, dass ich gewählt werde.“ Das ist aber längst nicht alles, kündigt Moore an. „Ich habe noch ein paar weitere Versprechen.“

Darunter fallen dann auch ernsthaftere Appelle, wie die Kürzung des Pentagon-Budgets um 75 Prozent: „Wir werden trotzdem noch einen der weltweit größten Militärapparate haben – und die Möglichkeit, diesen um ein Vielfaches in die Luft zu sprengen. Nur eben nicht mehr ganz so oft wie zuvor.“

Außerdem fordert Moore ein Verbot von Maissirup mit hohem Fruchtzuckergehalt. Das „billige Gift“ sei Grund für hohe Diabetesraten und außerhalb der USA weitaus weniger verbreitet. Für Menschen, die im Kino ihr Handy benutzen, will der Oscarpreisträger („Bowling for Columbine“) eine „rektale Rehydration“ einführen: „Vielen Dank, liebe CIA, für die Empfehlung!“

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Weitere Forderungen umfassen die Einführung einer kostenlosen Krankenversicherung inklusive Zahnartzbehandlungen und Psychotherapien sowie vier Wochen bezahlten Urlaub für alle Amerikaner, die Beibehaltung der Schreibschrift („Das ist unser kreativer Fingerabdruck. Wir sind keine Maschinen.“) und die Erlassung aller Studienkredite.

Zu guter Letzt würde sich US-Präsident Moore für mehr Freundlichkeit einsetzen: „Wir Amerikaner werden versuchen, nett zu sein – zueinander, zur Welt und zu uns selbst. Als Präsident werde ich mit gutem Beispiel vorangehen. Ich werde Bildung und Erleuchtung ganz oben auf jede Prioritätenliste schreiben. Und die Beseitigung der Ignoranz ernenne ich zu meinem wichtigsten Ziel. Ignoranz verursacht Angst, Angst verursacht Hass, und Hass verursacht Gewalt. Diese Gleichung galt in Amerika viel zu lange. Der Weg zur Besserung beginnt mit meiner Wahl.“

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Alle Kommentare

  1. wenn er diese Wahlversprechen in allen Punkten dann auch einhält, hat (hätte) er meine Stimme ! Leider bin ich in den U.S.A nicht wahlberechtigt. Aber eventuell für Europa??

    Michael Moore for President !!!!

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