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Springer vs. Scout24: Kartellamt gibt grünes Licht für Immowelt-Kauf

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Axel Springer kann seine Aufholjagd zu ImmobilienScout24, dem Marktführer bei Immobilien-Portalen, aufnehmen. Das Kartellamt hat den Zusammenschluss von Immowelt und Immonet genehmigt. Springer hatte sich Anfang Februar den Konkurrenten Immowelt von der markt.gruppe für 131 Millionen Euro geschnappt.

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Dieser kann nun mit der eigenen Plattform Immonet zusammengelegt werden. Die Berliner halten dann 55 Prozent der Anteile an dem neuen Unternehmen unter dem Dach der neuen Immowelt Holding AG. Die markt.gruppe bündelt als Holding-Gesellschaft einige nationale Online-Rubrikengeschäfte.

Zu ihr gehören unter anderem das Stellenportal Stellenanzeigen.de, das Kleinanzeigenportal markt.de, das regionale Rubrikenportal Kalaydo.de und das Automobilportal motoso.de. Sie gehört der Verlagsgruppe Ippen und der ProServ Medien Service GmbH (mehrheitlich Rheinische Post). Erst im vergangenen Jahr hatte die beiden Gesellschafter Harald Brenner und Johannes Werle zu gleichen Teilen den 33 Prozent-Anteil an der Holding übernommen, den die Funke-Gruppe hielt.

Mit dem Deal will der Konzern den Rückstand auf den Marktführer ImmobilienScout24 verkürzen. Früheren Angaben eines Springer-Sprechers zufolge hatte Immowelt zuletzt 3,1 Millionen Besucher monatlich, Immonet kam auf 2,8 Millionen.

Scout-Gruppe denkt weiterhin über Börsengang nach
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Mit dem Zusammenschluss verringert sich der Abstand zum Marktführer: Auf die Seite von ImmobilienScout24 kommen laut einer Sprecherin monatlich rund 8 Millionen Besucher. Gemeinsam mit AutoScout24 ist ImmobilienScout24 die größte Online-Plattform der Scout-Gruppe. Um schneller zu wachsen, hatte der Konzern vergangenes Jahr öffentlich über einen Börsengang nachgedacht. Diese Überlegungen ändern sich laut einer Scout-Sprecherin nicht durch die Springer-Übernahme. „Wir halten uns weiterhin alle Optionen offen, stehen aber sicherlich nicht unter Druck.“

Bei Springer sind Rubrikenangebote, also das Geschäft mit Kleinanzeigen im Internet, die am schnellsten wachsende Sparte. In den ersten drei Quartalen wuchs deren Umsatz um mehr als ein Fünftel und machte gut 16 Prozent der Gesamterlöse aus. Neben Immobilienportalen im In- und Ausland betreibt Springer auch das regionale Anzeigenportal meinestadt.de oder die Jobbörse Stepstone.

Update (Dienstag 12.00 Uhr): Mit dem Vollzug der Zusammenführung der beiden Immobilienportale scheidet Clemens Trautmann aus der Geschäftsführung aus. Der Immonet-Geschäftsführer kehrt zu Axel Springer zurück und übernimmt erneut die Büroleitung von Mathias Döpfner.

(Mit Material von dpa)

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