IVW-Blitz-Analyse: Spiegel, stern und Focus im Plus – Bild, SZ, FAZ und Welt stark im Minus

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Publishing Spiegel, stern und Focus gehören zu den wenigen Auflagen-Gewinnern im ersten Quartal 2015, Spiegel und Focus half dabei offenbar der neue Erscheinungstermin Samstag und die Werbung dafür. Fett im Minus befinden sich hingegen die großen Tageszeitungen Bild, Süddeutsche, FAZ und Welt. Gewinner des Quartals: die Landlust.

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In der Top 25 der am Kiosk erhältlichen Publikumszeitschriften gewannen laut IVW nur drei Titel gegenüber dem Vorjahresquartal Abonnenten und Kiosk-Käufer: die Landlust, Der Spiegel und der stern. Herausragend ist dabei wieder einmal die Zahl der Landlust. So steigerte sich das Magazin um mehr als 100.000 Käufer bzw. 10,8% auf die beste Quartalsauflage seit über einem Jahr.

Der Spiegel steigerte sich um verhaltenere 0,5%, der stern gewann 6,5% hinzu. Während Der Spiegel im Einzelverkauf dank der Samstags-Offensive über 27.000 zusätzliche Abnehmer fand, sank die Zahl der Abonnenten um fast 24.000 – übrig bleibt ein Plus bon 0,5%. Um satte 6,5% ging es hingegen für den stern nach oben – und das ohne neuen Erscheinungstag. Im Einzelverkauf ging es hier um über 36.000 Exemplare bergauf, die Zahl der Abos sank um rund 9.000.

Die größten Verlierer innerhalb der Top 25 heißen unterdessen Auto Bild (-10,6%), TV pur (-7,4%), sowie Tina (-6,8%) und TV Movie (-6.7%). Auch Hörzu, Auf einen Blick und die Fernsehwoche büßten mehr als 6% ein. Die Plätze 1 bis 4 des Zeitschriften-Rankings mit den Zahlen aus Abos und Einzelverkäufen gehen weiterhin an Programmies: TV 14, TV Digital, TV Movie und TV Direkt. Dahinter folgt als erstes Nicht-Programmie die Landlust:

Top 50 der am Kiosk erhältlichen Publikumszeitschriften (Abo+EV)
verkaufte Auflage 2015-I vs. 2014-I
Platz Titel 2015-I absolut in %
1 TV 14 2.408.332 -36.046 -1,5
2 TV Digital 1.656.062 -52.068 -3,0
3 TV Movie 1.151.142 -82.683 -6,7
4 TV Direkt 1.129.180 -22.473 -2,0
5 Landlust – Die schönsten Seiten des Landlebens 1.055.167 102.741 10,8
6 Hörzu 1.023.408 -66.751 -6,1
7 Auf einen Blick 909.470 -59.515 -6,1
8 TV Spielfilm 903.000 -38.014 -4,0
9 Bild der Frau 759.122 -37.065 -4,7
10 Der Spiegel 676.145 3.392 0,5
11 Freizeit Revue 671.191 -32.157 -4,6
12 TV Hören und Sehen 636.580 -34.385 -5,1
13 nur TV 615.076 -10.528 -1,7
14 TV pur 581.919 -46.306 -7,4
15 Neue Post 579.107 -24.099 -4,0
16 Freizeitwoche 450.443 -20.943 -4,4
17 Funk Uhr 448.855 -15.214 -3,3
18 stern 441.331 26.748 6,5
19 Das Neue Blatt 417.272 -12.723 -3,0
20 Tina 413.501 -30.274 -6,8
21 Fernsehwoche 378.114 -25.109 -6,2
22 Auto Bild 375.730 -44.571 -10,6
23 Freizeit Spass 361.227 -9.306 -2,5
24 Meine Familie & ich 341.622 -599 -0,2
25 mein schönes Land 334.750 -2.936 -0,9
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

Auf den Rängen 26 bis 50 folgen weitere Gewinner: TV für mich steigerte sich um 2,2%, Mein schöner Garten um 1,1%, die Land Idee um tolle 6,2%, der Focus um 8,2%, Woche heute um 15,8%, die Neue Freizeit um 7,1% und Bild der Frau Schlank & fit um satte 20,7%. Der Focus steigerte sich dabei wie Spiegel und stern im Einzelverkauf, im Gegensatz zu den beiden Konkurrenten aber auch bei den Abos – dank zahlreicher neuer ePaper-Kunden. Allein hier gab es über 18.000 neue Abos.

Deutlich nach unten gefallen sind in der zweiten Hälfte der Top 50 die Computer Bild mit einem erneut dramatischen Minus von 18,3%, die Programmie-Kombi TV piccolino plus + mit einem von 17,0%, die Sport Bild mit einem Verlust von 9,7% und die Superillu mit einem von 9,0%.

Top 50 der am Kiosk erhältlichen Publikumszeitschriften (Abo+EV)
verkaufte Auflage 2015-I vs. 2014-I
Platz Titel 2015-I absolut in %
26 Die Aktuelle 332.107 -3.296 -1,0
27 Bunte 330.658 -16.254 -4,7
28 Brigitte 318.607 -1.099 -0,3
29 TV für mich 314.261 6.771 2,2
30 Mein schöner Garten 311.547 3.448 1,1
31 Computer Bild 298.231 -66.822 -18,3
32 Land Idee 294.225 17.095 6,2
33 Laviva 283.059 -10.973 -3,7
34 Focus 271.591 20.647 8,2
35 Glamour 263.147 -18.218 -6,5
36 c’t magazin für computertechnik 261.665 -21.639 -7,6
37 InStyle 259.213 -17.618 -6,4
38 TV Today 258.690 -11.969 -4,4
39 TV piccolino plus + (TV piccolino+TV Genie+My TV) 251.092 -51.294 -17,0
40 Superillu 245.719 -24.217 -9,0
41 Neue Woche 240.905 -15.086 -5,9
42 auto motor und sport 235.082 -8.665 -3,6
43 Sport Bild 232.129 -25.076 -9,7
44 Gong 230.701 -15.953 -6,5
45 Woche heute 226.423 30.814 15,8
46 Reader’s Digest Das Beste 226.101 -24.479 -9,8
47 Wohnen & Garten 218.420 -854 -0,4
48 Neue Freizeit 214.578 14.160 7,1
49 Bild der Frau Schlank & fit 211.119 36.264 20,7
50 Frau im Trend 209.438 -20.489 -8,9
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

Auch die Gesamtliste der größten Gewinner wird von der Landlust angeführt: Ein Plus von über 100.000 Abos und Einzelverkäufen verzeichnet kein anderes Magazin. Für Platz 2 der Liste reichen Bild der Frau Schlank & fit 36.264 zusätzliche Abnehmerinnen. Auch dahinter finden sich mit neues für die Frau, Woche heute und mein tv & ich Titel mit weiblicher Zielgruppe, in der Top Ten vertreten sind aber auch der stern und der Focus.

Die Top 10 IVW-Gewinner im 1. Quartal 2015 (Nur Kiosk-Titel / Abo+EV)
Abo+EV 2015-I vs. 2014-I
Platz Titel 2015-I absolut in %
1 Landlust – Die schönsten Seiten des Landlebens 1.055.167 102.741 10,8
2 Bild der Frau Schlank & fit 211.119 36.264 20,7
3 neues für die Frau 167.390 31.949 23,6
4 Woche heute 226.423 30.814 15,8
5 mein tv & ich 147.345 29.260 24,8
6 Garten Flora 164.277 27.881 20,4
7 stern 441.331 26.748 6,5
8 Lego Chima 87.549 23.765 37,3
9 Focus 271.591 20.647 8,2
10 Der Spiegel Geschichte 97.942 18.982 24,0
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

Die größten Verlierer heißen diesmal TV Movie, Computer Bild und Hörzu. Sie büßten zwischen 66.751 und 82.683 Abos und Einzelverkäufe ein. Um heftige 45,1% ging es für das Magazin zur inzwischen beendeten TV-Serie „Star Wars – The Clone Wars“ herab. Ähnlich katastrophale Bilanzen verzeichnen noch einige kleinere Titel, die sich nach absoluten Zahlen nicht in der Verlierer-Top-Ten finden: Chip Test & Kauf verlor z.B. 74,7%, Rock Hard 45,1%, Popcorn 41,9%, das Öko-Test-Magazin 38,4% und Computer Bild Spiele 36,1%.

Die Top 10 IVW-Verlierer im 1. Quartal 2015 (Nur Kiosk-Titel / Abo+EV)
Abo+EV 2015-I vs. 2014-I
Platz Titel 2015-I absolut in %
1 TV Movie 1.151.142 -82.683 -6,7
2 Computer Bild 298.231 -66.822 -18,3
3 Hörzu 1.023.408 -66.751 -6,1
4 Star Wars – The Clone Wars 75.254 -61.791 -45,1
5 Auf einen Blick 909.470 -59.515 -6,1
6 aktuell für die Frau 130.444 -57.888 -30,7
7 TV Digital 1.656.062 -52.068 -3,0
8 TV piccolino plus + (TV piccolino+TV Genie+My TV) 251.092 -51.294 -17,0
9 TV pur 581.919 -46.306 -7,4
10 Auto Bild 375.730 -44.571 -10,6
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

Die Liste der Titel, die vor einem Jahr noch nicht von der IVW ausgewiesen wurden, führt auch diesmal das Mädchenheft Top Model Creative Magazine an: mit starken 115.736. Dahinter folgt Einfach hausgemacht, sowie die Kinderzeitschrift Lego Ninjago. Auch dahinter folgen viele Kinder-Titel: Disney Violetta, Dragons, Die drei ??? Kids und Lego friends.

Die Top 10 IVW-Einsteiger im 1. Quartal 2015 (Nur Kiosk-Titel / Abo+EV)
Abo+EV 2015-I vs. 2014-I
Platz Titel 2015-I absolut in %
1 Top Model Creative Magazine 115.736 neu
2 Einfach hausgemacht 106.083 neu
3 Lego Ninjago 93.490 neu
4 Sweet Dreams 59.023 neu
5 Disney Violetta 43.962 neu
6 Dragons 43.140 neu
7 Die drei ??? Kids 32.103 neu
8 Lego friends 25.577 neu
9 Werde 22.366 neu
10 Faces 21.403 neu
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

In der unbereinigten Top 25, also der Liste, in der wir nicht nur Abos und Einzelverkäufe zählen, sondern alle Verkäufe, inklusive Bordexemplare, Lesezirkel, etc. liegt neben Landlust, Spiegel, stern und Focus auch noch TV Direkt im Plus, außerdem die Brigitte.

Die Top 50 der am Kiosk erhältlichen Publikumszeitschriften
verkaufte Auflage 2015-I vs. 2014-I
Platz Titel 2015-I absolut in %
1 TV 14 2.409.829 -35.921 -1,5
2 TV Digital 1.792.891 -35.306 -1,9
3 TV Direkt 1.164.362 10.688 0,9
4 TV Movie 1.155.705 -89.196 -7,2
5 Hörzu 1.108.841 -66.003 -5,6
6 Landlust – Die schönsten Seiten des Landlebens 1.065.624 87.395 8,9
7 TV Spielfilm 916.441 -41.961 -4,4
8 Auf einen Blick 910.849 -62.179 -6,4
9 Der Spiegel 882.673 6.556 0,7
10 Bild der Frau 855.205 -40.456 -4,5
11 Freizeit Revue 766.330 -34.725 -4,3
12 stern 753.766 11.104 1,5
13 TV Hören und Sehen 647.209 -34.362 -5,0
14 Neue Post 620.670 -26.963 -4,2
15 nur TV 615.620 -10.321 -1,6
16 TV pur 582.271 -46.292 -7,4
17 Brigitte 537.253 281 0,1
18 Bunte 519.367 -20.930 -3,9
19 Focus 516.496 19.040 3,8
20 Funk Uhr 450.931 -15.373 -3,3
21 Freizeitwoche 450.778 -20.878 -4,4
22 Tina 449.619 -18.431 -3,9
23 Auto Bild 446.754 -48.296 -9,8
24 Das Neue Blatt 439.346 -13.415 -3,0
25 InStyle 398.098 -12.137 -3,0
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

Auf den Rängen 26 bis 50 folgen mit Mein schöner Garten, Freundin, Gala, TV für mich, Land Idee, Kinder, Cosmopolitan, Schöner wohnen und Wohnen & Garten weitere Gewinner.

Die Top 50 der am Kiosk erhältlichen Publikumszeitschriften
verkaufte Auflage 2015-I vs. 2014-I
Platz Titel 2015-I absolut in %
26 Reader’s Digest Das Beste 390.693 -29.603 -7,0
27 Fernsehwoche 384.164 -25.160 -6,1
28 Meine Familie & ich 371.306 -1.530 -0,4
29 Die Aktuelle 368.806 -5.639 -1,5
30 Mein schöner Garten 363.417 3.149 0,9
31 Freizeit Spass 361.420 -9.260 -2,5
32 Freundin 360.770 3.983 1,1
33 Glamour 354.348 -35.331 -9,1
34 mein schönes Land 351.167 -3.129 -0,9
35 Sport Bild 349.672 -17.298 -4,7
36 auto motor und sport 345.601 -12.450 -3,5
37 Laviva 323.539 -13.806 -4,1
38 Gala 318.498 4.055 1,3
39 TV für mich 315.532 7.605 2,5
40 Computer Bild 310.075 -81.902 -20,9
41 Land Idee 303.995 17.725 6,2
42 Superillu 300.448 -24.235 -7,5
43 Für Sie 292.713 -51.701 -15,0
44 Kinder 274.470 12.319 4,7
45 TV Today 270.663 -58.129 -17,7
46 Cosmopolitan 268.783 6.255 2,4
47 Schöner wohnen 264.928 9.303 3,6
48 c’t magazin für computertechnik 263.311 -21.701 -7,6
49 Wohnen & Garten 262.147 1.032 0,4
50 Frau im Trend 261.916 -25.799 -9,0
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

Dramatisch sieht es für die größten überregionalen Tageszeitungen aus. So büßte die Bild insgesamt, aber auch bei Abos und Einzelverkäufen 8,9% gegenüber dem Vorjahr ein, für die Süddeutsche Zeitung ging es um 6,3% bzw. 5,3% herab und für die Frankfurter Allgemeine sogar um 12,4% bzw. 7,3%. Die Welt blieb insgesamt 6,1% unter ihren Zahlen aus dem ersten Quartal 2014, bei den wichtigen Abos und Kiosk-Verkäufen sogar um desaströse 13,9%. Vergleichsweise gut lief es für die drei kleineren Titel: Handelsblatt, taz und Neues Deutschland liegen in den beiden wichtigen Auflagenkategorien nur 0,6%, 0,9% und 2,7% unter dem Vorjahr, das Handelsblatt im Gesamtverkauf sogar leicht im Plus.

Überregionale Tageszeitungen im 1. Quartal 2015
verkaufte Auflage 2015-I vs. 2014-I
Platz Titel 2015-I absolut in %
1 Bild 2.099.864 -206.014 -8,9
2 Süddeutsche Zeitung 392.204 -26.151 -6,3
3 Frankfurter Allgemeine 277.314 -39.210 -12,4
4 Die Welt Gesamt (Die Welt + Welt Kompakt) 201.159 -13.021 -6,1
5 Handelsblatt 121.930 348 0,3
6 taz.die tageszeitung 54.748 -2.213 -3,9
7 Neues Deutschland 30.480 -733 -2,3
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

 

Überregionale Tageszeitungen im 1. Quartal 2015 (nur Abo+EV)
Abo + EV 2015-I vs. 2014-I
Platz Titel 2015-I absolut in %
1 Bild 2.058.859 -200.065 -8,9
2 Süddeutsche Zeitung 330.354 -18.564 -5,3
3 Frankfurter Allgemeine 232.234 -18.309 -7,3
4 Die Welt Gesamt (Die Welt + Welt Kompakt) 115.261 -18.632 -13,9
5 Handelsblatt 89.723 -567 -0,6
6 taz.die tageszeitung gesamt 48.755 -433 -0,9
7 Neues Deutschland Gesamt 28.948 -793 -2,7
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

Bei den Wochen- und Sonntagszeitungen heißen die großen Verlierer Bild am Sonntag und Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, sehr stabil halten konnte sich hingegen die Welt am Sonntag inklusive Welt am Sonntag kompakt.

Wochen- und Sonntagszeitungen im 1. Quartal 2015
verkaufte Auflage 2015-I vs. 2014-I
Platz Titel 2015-I absolut in %
1 Bild am Sonntag 1.066.033 -109.372 -9,3
2 Die Zeit 505.073 -10.429 -2,0
3 Welt am Sonntag (+kompakt) 400.985 135 0,0
4 Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 288.123 -31.741 -9,9
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

 

Wochen- und Sonntagszeitungen im 1. Quartal 2015 (nur Abo+EV)
Abo + EV 2015-I vs. 2014-I
Platz Titel 2015-I absolut in %
1 Bild am Sonntag 1.033.739 -92.311 -8,2
2 Die Zeit 423.170 -13.360 -3,1
3 Welt am Sonntag (+kompakt) 277.736 -1.213 -0,4
4 Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 239.295 -17.371 -6,8
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

 

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Alle Kommentare

  1. Der Trend geht abwärts für die Meinungsmanipulatoren! Lügen will keiner mehr bezahlen. Sehr schön und immer weiter so… Irgendwann seit Ihr dann so flüssig wie Ihr jetzt schön überflüssig seit!

    1. Lesen bildet, Tuari Nomos! Dann begreift man wahrscheinlich auch irgendwann mal den Unterschied zwischen seit und seid.

      1. Na ja, Herr Beckmesser, auch der „Alte Fritz“ schrieb wie ein Fuhrmann, wurde berichtet. Es kommt mehr auf den Inhalt an, als auf die Suche nach Schreibfehlern.
        Bringt es irgend jemanden etwas, wenn alles richtig geschrieben, inhaltlich aber reiner Stuss ist?

  2. Die Entwicklung der Tages- und Wochenzeitungen ist nicht dramatisch, sie ist geradezu atemberaubend – im negativen Sinne versteht sich. Eine gewisse Schadenfreude kann ich mir hier nicht verkneifen. Anders als beim zwangsfinanzierten Staatsfernsehen greift hier eben das gute alte Prinzip von Angebot und Nachfrage. Und die Nachfrage scheint sich geradezu in Luft aufzulösen.

    Wie war das doch gleich mit dem so verpönten Vorwurf der „Lügenpresse“? Man mag im Pressebereich dieses Wort hassen wie die Pest, nur leider stimmen die ehemaligen Leser halt mit den Füßen ab.

    1. Die Entwicklung findet seit nunmehr 10 Jahren statt.

      Nehmen wir das Beispiel „Bild“. 2002 kam die noch auf eine Auflage von rund 4 Millionen.

      Die meisten Zeitungen und Zeitschriften würde niemand vermissen. Es steht da nichts drin, was nicht über den großen Verteiler gelaufen ist. Die mangelne Neutralität ist beschämend, wenn man sieht, wie da Wertungen eins zu eins übernommen werden.

      Was mich seit Jahrzehnten wundert ist, wie vernünftige Fachzeitsschriften mit niveauvollen und informationsnährwerten Beiträgen es schwer haben sich am Markt zu behaupten und der mediale Ramsch immer noch in großen Mengen an den Mann gebracht werden kann.

      Ich kann das nachvollziehen, wenn die Dame sich paar nette Sticker durchs Ramschheft erwirbt, aber z.B. die „Bild“m „TAZ“ oder „SZ“? Welchen Sinn sollte es haben den Quatsch zu lesen?

      Ich bin der Auffassung, dass die deutschsprachige Bevölkerung wesentlich klüger ist, als der verfasste Quatsch dieser Medienvertreter es darstellt.

      Gruß

      1. Danke für ihre fundierte mit Fakten gespickte Medienanalyse. In bester „Medienkritiker“-Manier haben Sie das „analysiert“. Bravo!
        Diese bestechenden Belegen und wie Sie dann parallel auch noch das veränderte Leseverhalten der Bevölkerung haben einfliessen lassen. Und dann diese Verknüpfung Ihrer eigenen subjektiven Meinung, die natürlich das VOLK widerspiegelt. einfach erfrischend. danke für die Wahrheit, lieber Roland Kluk

      2. @Andy

        Es gibt kein verändertes Leseverhalten. Es gibt ein verändertes Niveau der Medienprodukte, dass zum Leserverlust führt.

      3. Ich bitte Sie! Sie behaupten jetzt wirklich das keine Nachrichten online oder mobil konsumiert werden? Also Sie stellen sich jetzt hier hin und sagen: Nee alles ist wie im Jahr 2002?

        Das ist eine schöne Zusammenfassung unserer kleinen Diskussion hier und ich möchte gerne abschließen mit: was zu beweisen war!

      4. Das „veränderte Leseverhalten“ ist wie das „verändertes Fernsehverhalten“, es sind Ausreden.

        Dass sich einige Medienmacher in ihren Monologen gestört fühlen durch das Dialogmedium, verstehe ich, was aber auch wieder zeigt, wie wenig sie veränderungsfähig sind.

        Die Nachfrage ist da, aber das Produkt stimmt nicht.

        Zeitungen kranken nur eins:
        Eine sachliche Berichterstattung bieten sie nicht an. Die Autoren packen ihre Meinungen in die Beiträge, PR-Meldungen, noch bisschen Polit-PR und fertig ist die „Zeitung“.
        Regionalberichterstattung finden wir in den Zeitungen überhaupt nicht mehr. Nur noch vereinzelnt mit Informationsnährwert gleich null.

        Ich gebe Ihnen mal Beispiele, was ich durch unsere Nachbarschaft und Blogger erfahren habe und nicht durch die Zeitung: Drogenhändlering hochgenommen, Familiendrama (2 Tote), 3 Suizide, mehrere Brände, Großunfälle.
        Na raten Sie mal, was auf den Titelseiten der Regionalzeitungen steht: Allerweltsnachrichten. Direkt vom Verteiler abgeschrieben.
        Da gab es einen großen Fauxpas zur Sonnenfinsternis: Die PR-Meldung über die Photovoiltaik und die Stromnetze hätten gehalten und bevor die eingekaufte Meldung gedruckt wird, fällt bei 60 tausend Haushalten in unserer Region der Strom über 1 Stunde aus. Wissen Sie wer nicht berichtet hat und es auch nicht nötig haben ihren Fehler zu korrigieren?

        Aber in China fällt ein Sack Reis um, ein Politiker hat Flatulenzen und veraltete Börsendaten werden uns täglich präsentiert. Aber keine aktuellen Veranstaltungstermine in der Region.

        Wer Zeitung liest ist nicht informiert, sondern wird unterhalten. Die „Bild“ hat das perfektioniert.

      5. Was soll mir diese „Argumentationskette“ sagen? Ihre Medienkritik basiert auf fehlenden Berichten zu Stromausfällen und Suiziden? Und daraus stricken Sie ein „die Medien“? Merken Sie nicht wie absurd das ist? Wenn bei ihrem Auto der Blinker kaputt geht, dann stellen Sie sich „Lügen-Hersteller“ brüllend auf die Straße und kaufen nie wieder ein Auto?

        Außerdem: was gibt Ihnen das Recht zu entscheiden, was wichtig genug für die Titelseite ist? Sie haben das gleiche Problem, wie viele andere „Medienkritiker“: Sie sind ein Konsument! Einer! Sie sind nicht die Masse. Sie sind nicht das fucking Volk. Vielleicht ist Oma Else von nebenan genau diese „Allerweltsnachricht“ wichtiger als ein Stromausfall!

        Zum Thema: Unterhaltung statt Information. BILD ist ein Boulevard Blatt. Bitte googeln sie dieses Genre oder schauen auf wikipedia nach. Das ist so als ob ich Ferrari vorwerfe: ihr baut ja nur dicke Sportwagen und keine pragmatischen Kombis.

        Zum Thema Verantsaltungskalender: schauen Sie online! Das macht ein Großteil der Bevölkerung mittlerweile so. Das ist ein verändertes Informationsverhalten. Ich weiß, ich weiß: gibt es nicht…alles gelogen. Smartphones werden doch nur zum telefonieren genutzt.

      6. „schauen Sie online! Das macht ein Großteil der Bevölkerung mittlerweile so.“

        Sehen Sie, langsam kommen wir der Sache näher.
        Dass nennen wir die „Internet-Reformation“, ein Unumkehrbarer Vorgang, der die Deutungshoheit den „Mainstream“ entreißt und sich das dargestellte Meinungsgebäude mit der Wirklichkeit messen muss.

        Wenn nach repräsentativen Umfragen 70% der Befragten die Glaubwürdigkeit der Presse anzweifeln und wir die roten Zahlen über einen gewissen Zeitraum beobachten, fügt sich das Bild zusammen.

        Das Hauptproblem dieser Zeitungen und Zeitschriften ist ihre mangelne Neutralität.

    1. Mensch Wilma. Und nochmal ne Schulung in Faktem heraus lesen: Also Glubscher uff: Die Printverkäufe sinken über ALLE Gattungen hinweg. Soweit verstanden? Gut. Zum Beispiel sinken auch TV-Zeitungen. Gesehen? Gut.
      Jetzt müssen wir daraus noch was schließen. Gehören die auch zur Lügenpresse? Naja wohl eher nicht. Würde man ja merken, wenn auf RTL 2 was anderes kommt. Stimmts, Wilma?
      Könnte es VIELLEICHT an verändertem Leseverhalten liegen? Ich verrat Ihnen was: die Schallplatte und die CD sind nicht verschwunden weil sie gelogen haben.

      1. Musik hören die Menschen aber immern noch, auch wenn nicht mehr so viele CD`s verlauft werden. Auch ich möchte ich nicht auf Musik verzichten, sie gehört zu meinem Leben. Auf was ich – und viele andere auch – verzichten können, sind die andauernden Erziehungsversuche durch die Medien. Ich bezahle nur ungern dafür, dass mir irgendwelche Schreiberlinge, die glauben am Stein der moralisch Weisen gelutscht zu haben, mir die Welt durch ihre subjektiv gefärbte Brille erklären und permanent erklären, was ich zu denken habe, wenn ich einer von den „Guten“ sein möchte.

      2. Ja es wird weiterhin Musik gehört, nämlcih digital als MP3, spotify usw. Und genauso werden digital Nachrichten konsumiert. Das sind dann die Webseiten der wie zum Beispiel SPON? Möchten Sie dem widersprechen?

      3. Ehrlich gesagt lese ich die Mainstreammedien im Internet zu 90 Prozent nur noch wegen der Kommentare, in denen den Artikelschreibern sehr häufig ihre Ergüsse um die Ohren gehauen werden. Zeitungen wie „Süddeutsche“ oder auch „Stern“, die ich zu den Volkserziehungsmedien rechne, lese ich garnicht mehr, da diese die Kommentarfunktion abgeschafft haben. Sollen sie ihren Frontalunterrricht doch im leeren Klassenzimmer abhalten.

      4. Sie lesen die Artikel nicht, aber wissen, dass Sie gelogen sind? 😀
        Jetzt nochmal zum Algemeinen: Schrotti, Sie sind Sie und ich bin ich, aber SIE sind nicht repräsentativ! Sie machen das so, aber das heißt nicht, dass es alle so machen. Verstehen Sie das denn nicht? der Klassenzimmervergleich ist also falsch: siehe IVW-Online Zahlen.

    1. Geht mir auch so. Nur die „Zeit“ als ausgewiesenes Propagandaorgan der USA hält sich für meinen Geschmack zu gut. Es gibt immer noch zu viele Studienräte, die diese „Bild für Möchtegernintellektuelle“ auf ihrer Einkaufsliste stehen haben.

  3. Die FAZ erhält die Quittung für ihren neuen Linkskurs.
    Stammleser verschreckt, Positionen aufgegeben, Gegengewicht nicht mehr vorhanden, Meinungsvielfalt reduziert.
    Wünsche denen noch viel Freude beim Niedergang.

    1. Aktuelles Beispiel, nach SPON kommt jetzt auch die FAZ mit einem (man könnte meinen von der Regierung und der Asyllobby) „Erziehungsartikel“ zu Australiens Migrationsabwehr.

      Nachdem sich immer weniger Leser verarschen lassen und die Medien dazu zwingen Australiens erfolgreiche und vernünftige Politik wenigstens zu thematisieren muss jetzt natürlich der richtige Links-Spin her, Leser-Kommentare wie bei SPON natürlich abgeschaltet.

      BTW: Deniz Yücel, der taz Mann, der Leuten schon mal tödliche Schlaganfälle wünscht ist jetzt bei der WELT

  4. @meedia

    Gibt es einen Grund die JUNGE FREIHEIT nicht mit aufzuführen ?

    JUNGE FREIHEIT (woe)

    JUNGE FREIHEIT Verlag GmbH & Co. (Berlin)
    Titel-Nr.: 8020, IVW-Nr.: 0383-00101, ZIS-Schlüssel: 104407, ePaper Titel-Nr.: 9288
    Wochenzeitungen

    Wochen- und Sonntagszeitungen im 1. Quartal 2015

    Verkauf 2015-I vs. 2014-I

    24.328 +7.52%

    Sind doch wichtige Fakten, insbesondere für Medienmacher.

    1. Um jottes willen, das ist doch VERBOTEN !!!!!

      VERBBBBBBBBBBBBBBBBBBOOOOOOOOOOOOOOOOTTTTTTTTTTTTTEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEENNNNNNNNN

      Laut gegen Rechts usw.

      Außerdem kommen sonst die Freund_*_Innen vom lokalen Blabla ist BUNT Kommando zum antifaschistischen Hausbesuch vorbei

  5. Die sinkenden Auflagen haben nichts mit mangelnder Qualität, sondern dem veränderten Leseverhalten zu tun. Ansonsten würden nicht so viele Menschen die gleichen Nachrichten wie in der Zeitung digital lesen.

    Und am Rande: Wie leer und nutzlos muss das Leben einiger Menschen hier sein, dass sie sich an sinkenden Verkaufszahlen „aufgeilen“?

    1. Ja sicher, deswegen gleichen die Abos für die digitalen Ableger der obigen MSM Organe locker die Verluste im Print Bereich aus. *MUAH*

      1. Na nun müssen Sie aber auch die Online-Unigue-User hinzurechnen. Und merkt er was?

      2. Nein, das gleicht das natürlich nicht aus. Es ist ein wirtschaftliches Problem, dass die Online-Erlöse nicht auf einem Leven mit den Print-Erlösen sind. Aber das liegt nicht am mangelnden Interesse der Leser. Sonst würde die Anzahl der Online-Leser ja nicht stetig steigen.

      3. Freibier? Nee ist nicht frei. Oder meinen Sie Unternehmen wie Google und Facebook existieren aus Freibier verschenken? .-)

        Eine Frage: Woher dieser unendliche Mut. Dieses Selbstbewusstsein, sich bei völliger Ahnungslosigkeit wie ein deutscher Adler (ihr Bildchen) in die Diskussion zu stürzen. Ohne jegliches Wissen über die Branche. Ohne jegliches Wissen über Erlösmodelle, Nutzerzahlen usw.

    2. Na klar – und man darf auch nicht vergessen, trotz kleinerer Haushalte wird heute jede verkaufte Zeitung und Zeitschrift von angeblich immer mehr Personen gelesen 😉

      An Olaf zeigt sich, in gewissen Kreisen glaubt man jetzt schon selber die eigenen Vertriebslügen.

      Der totale Untergang der Altmedien ist damit nicht mehr abzuwenden.

      1. Sie weichen aus! Was sie da schwafeln hat nichts mit dem zu tun was Olaf oder ich vorgebracht haben.

        Sie können es einfach nicht widerlegen ohne Verschwörungstheorien. Setzen, Herr Ulfkotte!

    3. klar haben die die seinkenden Auflagen damit zu tun,dass diese Leitmedien nicht mehr informieren,sondern nur noch zur einseitigen Meinungsbildung beitragen..An dem Wort des Jahres „Lügenpresse“ ist viel dran,denn es ist nunmal so,dass die Medien ihre Leser mit verdrehten Wahrheiten beglücken wollen und immer mehr Leser wenden sich davon ab.Wenn Sie Herr Juanßen lapidar sagen,dass dies daran liegt,dass immer mehr Menschen digital ihre Zeitung lesen,so wissen Sie wahrscheinlich,dass man dies schon seit Jahren macht und kann.Die Leser,die sich in Massen in den ersten 3 Monaten von genannten Zeitungen abwandten,haben nichts damit zu tun,dass diese angeblich auf einmal nur noch digital lesen.Die haben einfach die Schnauze voll von den Lügen der einbrechenden Leitmedien und weigern sich daher,diese Blätter weiterhin zu kaufen!Daher sollten Sie diese Fakten nicht schön reden.Es gibt ja auch andere Lektüren,die man digital lesen kann und trotzdem haben sich deren Verkaufszahlen erhöht.Warum wohl??Und warum hat die BILD wieder soviele Leser verloren?Täglich kaufen über 200000 Menschen dieses Lügenblatt nicht mehr.Und Bild kann man seit Jahren auch digital lesen,also daran kann es nicht liegen.Es kann ja auch sein,dass die Klicks dort ebenfalls massiv eingebrochen sind,aber Fakt ist:Wenn BILD mit ihrer Hetze,ihren Lügen,ect. so weitermacht,wird dieses Schgmutzblatt überflüssig und das ist gut so!

  6. Haben sich die Herren Diekmann und Reichelt schon dazu geäußert? Sind doch sonst auch immer schnell ungefragt ihre Meinung kund zutun.

    1. Ihr tut so, als wäre jetzt die ganze Branche von den Zahlen geschockt. Diese Zahlen waren vorhersehbar und auch eingeplant. Auch Diekmann sagt immer wieder, dass es die Papierzeitung irgendwann nicht mehr geben wird. Ihr könnt meinetwegen darüber lästern, dass trotz der vielen Online-Leser nur wenig gute Geschäftsmodelle gefunden wurden (wobei Bild+ ja zum Beispiel gut funktioniert). Aber die hier aufgeführten Zahlen entsprechen einfach dem veränderten Leseverhalten. Wichtiger ist aber, dass die Zeitungen mit Print, Online und Apps heute mehr Menschen erreichen als je zuvor.

      Also wenn ihr die Nachrichten für Propaganda hält (was totaler quatsch ist), dann solltet ihr Wissen, dass diese Inhalte jetzt an mehr Menschen gelangt als je zuvor.

  7. Sehr spannend! Nicht die Zahlen, der Trend ist ja bekannt. Die Diskussion! Oder besser: die Meinungsäußerungen, Tiraden, Jubelschreie … Wie wunderbar muss es für manchen Menschen sein, als entpersonalisierter Avatar endlich das öffentlich loswerden zu können, was sonst nur am Stammtisch aussprechbar war. Internet sei dank.

    1. Ich kann mir schon vorstellen, dass es die meisten Schreiberlinge gerne sähen, wenn sie wieder auf Frontalunterrricht umstellen könnten. Ist auch viel einfacher, das einfache Volk zu belehren und nicht mit Kritik am eigenen Unterricht und den vermittelten Inhalten konfrontiert zu werden. Und: Sie haben recht, ich finde es wirklich wunderbar, dass diese Zeiten vorbei sind und man sich im Internet weitgehend frei äußern kann. Aber wird ihr Murren ja noch von der EU erhört, die gerne die freie Aussprache im Internet einschränken würde, da sie kritische Stimmen ebenfalls gerne unterdrrücken möchte. Hier treffen sich wieder Mal Politik und Mainstreampresse.

  8. Das schöne an Print ist ja, dass einem dieser ganze Kommentarschrott* erspart bleibt und man sich wieder seiner eigentlichen Arbeit zuwenden kann.

    *Natürlich mit Ausnahme der Ausnahmen.

      1. Kommentarschrott sind zum Beispiel deine Meinungen. Aber dein Name sagt ja schon viel über dein Niveau aus.

      2. Das kann ich Ihnen gerne sagen. Ich suche hier Infos zu meinem Beruf und keine allgemeinen hasskommentare auf die böse Lügenpresse. Wer seinen Welthass über anderen auskübeln möchte, der sollte doch bitte die Kommentarfunktionen von Pegida-Seiten und nicht die von Meedia.de aufsuchen. Es geht in diesem Beitrag einzig und allein um die IVW-Zahlen des 1.quartals 2015. Kein Mensch wird gezwungen Zeitungen zu lesen. Dem einen oder anderen würde es aber sicher helfen sein geistiges Niveau zu steigern.

  9. Die ostdeutschen Bürger haben eine Diktatur und Einheitspresse hinter sich. Logisch dass die auf einseitige Berichterstattung sensibel reagiert hatten. Die Berichterstattung zur Ukraine und auch zu Pegida in Dresden war ja wohl unterirdisch in den ersten Monaten gewesen. Das „Mahnmal“ Unwort des Jahres „Lügenpresse“ für das Versagen der „vierten Gewalt“ in Zeiten geringer Opposition habt ihr zurecht erhalten. Wer bei wirklich wichtigen Themen seine Arbeit nicht macht, der muss halt abgestraft werden. Zu wichtigen Themen braucht der Bürger keine „Gesinnungspresse“. Er braucht Fakten und Argumente dafür und dagegen um seine Meinung bilden zu können. Durch Meinungsmache kann auch Vertrauen schnell verspielen.

  10. Es ist natürlich erfreulich, dass einige der schlimmsten Hetz- und Lügenblätter wie FAZ, Bild und SZ massiv verloren haben. Bei der FAZ sollen ja 300 entlassen werden, aber es ist wohl eine Illusion zu glauben da könnten die Richtigen dabei sein, um dann einen seriösen Neustart zu versuchen. Die normalen Mitarbeiter, die jetzt ja auch ihre Felle davonschwimmen sehen müßten einfach mal den Aufstand proben.

    1. Ich teile ihre Befürchtungen. Einer der ersten, den die FAZ im eigenen Interesse loswerden müsste, ist das transatlatische U-Boot Klaus-Dieter Frankenberger. Was der täglich an Anti-Russland und Pro-Amerikapropaganda absondert, kann man langsam als Kriegshetze einordnen. Einfach mal googeln, welche Posten diese feine Edelfeder innehat, dann kann man seine „Artikel“ idelogisch besser einordnen.

    2. Also, einen Abo-Rückgang um 7 Prozent bei der FAZ mit einer Erhöhung der Abo-Preise um ebenfalls 7 Prozent auszugleichen, das wird ja diesmal – insbesondere nach der heftigen Erhöhung, die gerade stattgefunden hat – nicht einfach sein.

      Woran dies liegt? Keine Ahnung, ich kann nicht in Köpfe hineinsehen. Mir fällt allerdings seit geraumer Zeit auf, dass die AfD immer ausführlich thematisiert wird, wenn es dort selbst auf unteren und untersten Ebenen Querelen gibt, in der Griechenland-Berichterstattung (eigentlich doch ein AfD-Thema; sozusagen ein interessantes Kontra zum Polit-Mainstream) dagegen äußerst stiefmütterlich behandelt wird. Dabei galt (gilt?) die FAZ doch mal als eher konservativ und stößt damit ihr Kernklientel vor den Kopf? (s. a. gelegentliche Leserbriefe dazu). Die Meinungsmacht, Themen zu setzen bzw. zu unterdrücken, hat man bei der FAZ sicherlich nicht (mehr). Die Macht, Glaubwürdigkeit zu verlieren, hat man dagegen schon.

      Was ich allerdings nach wie vor für gut halte: Die verschiedenen Bücher vertreten teilweise diametral divergierende Meinungen (z. B. Wirtschaft (gut) und Politik (da sitzt man eher hoch zu Ross und am Hofe)). So ist letztlich doch für jeden was dabei.

    3. 300 werden bei der FAZ entlassen ? Das ist ja fantastisch. Voller Freude bin ich über solche Nachrichten. Was machen die denn dann ? Regale im Rewe auffüllen, oder an der Waschanlage die Insekten auf dem Kühler einsprühen ? Hahahahaaa… super :-))

      Seit Jahren kaufe ich keine Lügenpresse mehr; ich klicke sie nicht einmal mehr an. Wer heute noch für solch schreckliche Propaganda zahlt, dem ist nicht mehr zu helfen.

      1. @Lügenpresse-Verächter

        ich bin auch ein Gegner der fatalen Lügenpresse und es ist die logische Konsequenz,dass man für derartige Leitmedien kein Geld mehr ausgibt,wenn man nicht mehr objektiv informiert wird,sondern einem nur noch einseitige Meinungen eingetrichtert werden.Ich dachte,die Zeiten eines Neuen Deutschlands,oder einem Völkischen Beobachters wären vorbei,,indem die Medien die Handlanger der seinerzeitgen Politeliten waren.(Neues Deutschland zu DDR-Zeiten)Dies war auch einmal so,aber so seit 1999 hat sich das Blatt gedreht und man hat den Pfad des unabhängigen Journalismus verlassen.
        Aber ich finde es nicht gut,dass Sie sich freuen,dass z.B. bei der FAZ Menschen ihren Job verlieren,weil die Verantwortlichen der FAZ ihren Job falsch machen.Und diese Verantwortlichen der FAZ behalten natürlich ihren Job,während die „kleinen Angestellten“ ihren Job verlieren.
        Aber was sind Menschen heute noch wert,wenn verblendete Chefredakteure ihre einst seriöse Zeitung von einer Informationszeitung zu einem Meinungsblatt umgewandelt haben.
        Diese Leute da oben bei der FAZ haben alleig den Untergang der FAZ zu verantworten und die kleinen Mitarbeiter müssen mit dem Arbeitsplatzverlust für deren Versagen büßen.
        Da wäre etwas mehr Mitgefühl angebracht,da es ja nicht nur bei der FAZ so läuft,sondern bei anderen sogenannten Leitmedien auch!
        Ansonsten ist es richtig,dass sich immer mehr Menschen von dieser Lügenpresse abwenden,da die von deren TUN nur noch angewidert sind!

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