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„Postet sofort! Warten lohnt nicht!“: Warum beim Facebook-Erfolg von Breaking-News der Speed zählt

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Im Online-Journalismus gilt gerne die Regel: Genauigkeit vor Geschwindigkeit. Doch in der Traffic-Endabrechnung gewinnt oftmals der Schnellste. Gerade bei den immer wichtigeren Besucherströmen von Facebook & Co. gehört der Faktor Zeit zu den entscheidenden Erfolgstreibern. So zeigt eine neue Auswertung von Facebook-Karma, dass es unabdingbar ist, so schnell wie möglich eine Story auch im Social-Web zu platzieren.

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Für ihre Auswertung analysierten die Experten vier große Nachrichten-Situationen: die Oscar-Verleihung, die News von der Verlegung der Fußball-WM in den Winter, den Fall Edathy und den Tod von Udo Jürgens.

Anhand ihrer Daten lässt sich belegen, dass es gerade in den Kernzeiten von acht bis 20.00 Uhr bei Facebook auch immer um Geschwindigkeit geht. Allerdings macht nicht automatisch der Erste das Rennen. Aber wer zu lange mit dem Posten einer Story wartet, hat automatisch schon verloren: „Je schneller man etwas veröffentlicht, desto größer die Wahrscheinlichkeit, Nutzer zu erreichen. In unserer global vernetzten Welt verbreiten sich Nachrichten wie Buschfeuer“, heißt es in der Analyse.

Die Grenze für das Verpassen des richtigen Posting-Zeitpunkts liegt zwischen 30 Minuten und einer Stunde. „Wartet man zulange, ist eine News bereits Schnee von vor 60 Minuten. Zu diesem Zeitpunkt haben sich bereits Dutzende echauffiert,Hunderte darüber nachgedacht und Viele mit dem Thema innerlich abgeschlossen“.

Ein weitere interessante Beobachtung der Studie ist, dass viele Redaktionen immer wieder zu lange brauchen, bis eine Story, die schon lange auf der Homepage steht, auch über die sozialen Kanäle gespielt wird. Deshalb rufen die Experten auch allen Web-Redaktionen zu: „Postet sofort! Warten lohnt nicht!“

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Noch ein entscheidender Erfolgsfaktor im Social-Web liegt im richtigen Umgang mit dem eigenen Ursprungs-Artikel. Ein gutes Beispiel dafür sind die unterschiedlichen Strategien der deutschen Online-Redaktionen in den ersten Stunden nach der Germanwings-Katastrophe. Während Focus Online und Spiegel Online ihren ersten Artikel einige Zeit lang erweiterten und aktualisierten, dann aber neue Artikel über die weiteren Erkenntnisse veröffentlichten, nutzte Bild.de die Aufmerksamkeit, die der Ursprungs-Artikel (und seine URL) auf sich gezogen hatte, um ihn mit einem eingebauten Live-Ticker den ganzen Tag lang als Haupt-Infoquelle über das Unglück auf Bild.de weiter zu betreiben.

Eine Analyse von 10.000 Flies zeigte dann, dass Spiegel und Focus mit ihren Artikeln von Viertelstunde zu Viertelstunde tendenziell weniger neue Likes, Shares und Tweets erreichten, Bild.de aber bis in den Abend hinein immer mehr.

Es gilt also erst schnell mit einer ersten Story online zu sein und diese fix bei Facebook zu posten. Dieser Ursprungstext sollte dann aber stetig erweitert werden, um den Traffic-Rückenwind aus den sozialen Netzwerken am effektivsten zu nutzen.

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