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Apple Watch: Sonderanfertigung für Karl Lagerfeld, Produktionsengpass für die Massen

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Für einen Modezar macht selbst der wertvollste Konzern der Welt bei seinem kostbarsten Mode-Accessoire, das nächste Woche endlich angeboten wird, eine Extra-Anfertigung. Karl Lagerfeld hat eine Apple Watch bekommen, die es so nicht zu kaufen gibt – mit goldenem Gliederarmband. Während Lagerfelds Assistent den Schmuck am Handgelenk des Meisters bereits stolz auf Instagram postet, hat der vermeintlich akkurateste Analyst der Welt eine Erklärung für die Lieferprobleme gefunden.

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Ehre, wem Ehre gebührt. Modezar Karl Lagerfeld ist eine der Kernfiguren, die Apple bei der Einführung seines ersten Luxusgüter-Produkts für sich gewinnen muss – man kann sich vorstellen, dass das Team, um Neuzugang Angela Ahrendts ganze Arbeit geleistet hat, um den 81-jährigen Hamburger zu umschmeicheln.

Es ist nicht so, dass Lagerfeld in einer Anzeige oder einem Interview für die Apple Watch wirbt. Im Gegenteil: Apple wirbt offenkundig um Lagerfeld. Und fertigt für den Modedesigner extra eine Apple Watch an, die es so nicht zu kaufen gibt: mit einem Gliederarmband komplett aus Gold.

“Die erste Apple Watch, die extra für Karl angefertigt wurde. Unglaublich! Danke, Apple!”

Nachdem die teuerste Apple Watch mit Lederarmband und goldener Schlaufe für 18.000 Euro angeboten wird, dürfte Lagerfelds Version gut und gerne das Doppelte kosten.

Ob der Modezar dafür in die Tasche greifen musste oder sich Apple großzügig zeigte, bleibt unklar. Überliefert ist nur die euphorische Reaktion von Lagerfelds Assistenten Sebastien Jondeau auf Instagram: „Die erste Apple Watch, die extra für Karl angefertigt wurde. Unglaublich! Danke, Apple!“

1st apple watch specially made for KarL !! Amazing !!! Thanks #apple !!!!!! @karllagerfeld

Ein von Sebastien Jondeau (@bentoub) gepostetes Foto am

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Für härtere Fakten sorgte unterdessen der in diesen Tagen wohl treffsicherste Apple-Analyst der Welt. Keiner weiß, woher Ming-Chi Kuo von KGI Securities seine Informationen bezieht, doch sie kommen Apples Geschäftsentwicklung erschreckend nahe, wie zuletzt bei seiner Prognose für die iPhone-Absätze im Weihnachtsquartal zu besichtigen.

Kuos neuster Coup: Eine genau Taxierung der verfügbaren Apple Watches zum Launch, der zum Vorbestellungsbeginn am vergangenen Freitag für Irritationen gesorgt hatte – Minuten nach Vorverkaufsbeginn sprangen die Lieferzeiten auf Mai bzw. Juni.

Treffsicherster Apple-Analyst rechnet mit Auslieferung von 2,3 Millionen Einheiten bis Ende Mai

Der Marktforscher Slice Intelligence hatte daraufhin noch am Wochenende die erste Hochrechnung für den ersten Verkaufstag am Freitag gewagt und nur für die USA knapp eine Million Vorbestellungen vorhergesagt. Weltweit rechneten Analysten mit etwa zwei Millionen vorbestellten Apple-Uhren.

Die Größenordnung stützt Kuo auf Informationen aus der Lieferkette: Demnach stünden Apple 2,3 Millionen Exemplare zur Auslieferung per Ende Mai zur Verfügung – eben jene Hausnummer an vorbestellten Einheiten, die Analysten zuvor genannt hatten.

Als Grund nannte Kuo Produktionsprobleme, über die schon im Vorfeld spekuliert worden waren: die Amoled-Displays von LG und die Vibrationsmotoren AAC. Ab Juni soll die Produktion dann auf zwei bis drei Millionen Einheiten anspringen, prognostiziert Kuo, der im Kalenderjahr mit 15 bis 20 Millionen verkauften Apple Watches kalkuliert.

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