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Apple Watch: Marktforscher prognostiziert eine Million Vorbestellungen in den USA

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Warten auf die nächste Generation der Apple Watch

Nach dem Start der Vorbestellungsphase folgt das große Rätselraten: Wie viele Apple Watches wurden nun geordert? Apple wolle sich bei den ersten Verkaufszahlen bedeckt halten, hatte CEO Tim Cook noch vor Monaten erklärt, doch Marktforscher beherrschen schließlich die hohe Kunst der Auswertung des Kaufverhaltens von Online-Shoppern. Wie Slice Intelligence prognostiziert, wären demnach am Freitag bereits eine Million Apple Watches allein in den USA vorbestellt worden.

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Der Startschuss zur Vorbestellungsphase der Apple Watch hat für Irritationen unter Apple-Fans gesorgt: Binnen Minuten sprang der Bestellstatus der neuen Smartwatch aus Cupertino am Freitagmorgen auf „vier bis sechs Wochen“ bzw. Juni – und für einige Modelle der goldenen Apple-Uhr sogar auf August. War die Nachfrage so gigantisch oder die verfügbare Menge an Apple Watches so gering, wie die mehrfachen Gerüchte von Produktionsproblemen im Vorfeld suggerierten?

Eine erste Indikation des Kaufinteresses will nun Slice Intelligence ausgemacht haben: Der US-Marktforscher aus Palo Alto prognostiziert basierend auf einer Erhebung unter 9080 Online-Käufern in den Vereinigten Staaten, dass 957.000 Vorbestellungen allein am Freitag in den USA bei Apple online eingingen.

1,3 Apple Watches pro Käufer bestellt, 504 Dollar pro Uhr ausgegeben

Demnach hat der Durchschnittskäufer 1,3 Apple Watches zu einem Durchschnittspreis von 503,83 Dollar vorbestellt. Wie erwartet, wurden nach Angaben von Slice Intelligence demnach vor allem Apple Watches der Sport-Serie gekauft: 62 Prozent aller Käufe entfielen auf das Einstiegsmodell.

Wer eine Apple Watch Sport vorbestellt hat, gab im Schnitt 382,83 Dollar dafür aus (in den USA ist die Apple-Uhr bekanntlich ab 349 Dollar erhältlich); wer sich für das Mittelklasse-Modell mit Edelstahlgehäuse entschieden hat, orderte für durchschnittlich 707,04 Dollar.

Größer ist besser: US-Käufer entscheiden sich für 42 Millimeter-Modell

Eine ebenfalls interessante Erhebung der US-Marktforscher: 71 Prozent der amerikanischen Käufer entschieden sich bei ihrer Vorbestellung für das größere Modell mit 42 Millimeter-Display; die 4 Millimeter kleineren Modelle weisen entsprechend im Apple Store auch zum Teil kürzere Lieferzeiten auf. Auch keine Überraschung: 72 Prozent der Käufer haben in den letzten zwei Jahren ein Apple-Produkt erworben – jeder fünfte Vorbesteller orderte auch vor sieben Monaten das iPhone 6 oder 6 Plus.

Auch einen Einblick in die farblichen Vorlieben der Apple-Kunden gewährte Slice Intelligence: Demnach bestellte fast jeder zweite Käufer (49 Prozent) eine Apple Watch mit schwarzem Plastikarmband. Lediglich 16 Prozent wollten wie Tim Cook eine Apple-Uhr mit weißem Plastikarmband tragen; das teurere Milanaise-Armband mit Magnetverschluss wurde am dritthäufigsten ausgewählt.

Deutungsschlacht über die Vorbestellungsdaten

Wie aussagekräftig die Erhebungen der Marktforscher von Slice Intelligence am Ende tatsächlich sind, dürfte in den kommenden Tagen und Wochen von der Wall Street bis ins kleinste Detail analysiert werden. Stimmen die Erhebungen, die nur auf die USA und die ersten 24 Verkaufsstunden beschränkt sind, dann wäre die erste Million abgesetzte Einheiten bei acht weiteren Ländern, in denen die Vorbestellungsphase ebenfalls am Freitag begann, wohl ein Faktum.

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Tim Cook könnte den Verkaufsstart als Erfolg verbuchen – schließlich dauerte es bei der letzten neuen Produktkategorie, dem im April 2010 gelaunchten iPad, noch 28 Tage bis die erste Million fiel. Nur 120.000 Einheiten wurden seinerzeit zum Start der Vorbestellungsphase am 12. März 2010 geordert. Demgegenüber stehen satte 4 Millionen iPhone 6- und 6 Plus-Vorbestellungen binnen der ersten 24 Stunden am 12. September vergangenen Jahres.

Apple Watch-Absatzerfolg vorerst auf iPhone-Kunden beschränkt 

Die echte Bewährungsprobe für die Apple Watch dürfte indes erst in den kommenden Monaten und Jahren kommen, nachdem Fanboys ihre Orders platziert haben. Die Multimilliarden-Dollar-Frage, die Tim Cook in der Zukunft beantworten muss, liegt vielmehr außerhalb der eigenen Fanbase: Käufer der ersten Generation der Apple Watch benötigen bekanntlich ein iPhone, um die Smartwatch überhaupt sinnvoll bedienen zu können.

Besteht in den kommenden Jahren keine Bindung mehr an das Kultsmartphone aus Cupertino, erhöht sich entsprechend auch das Verkaufspotenzial. Zumindest in diesem Jahr werden die Apple Watch-Absätze ausschließlich von iPhone-Besitzern angetrieben, die am Handgelenk ein weiteres Apple-Gadget tragen wollen.

Tim Cook: Vorbestellungen verlaufen „großartig“

Apple-CEO Tim Cook hatte noch im vergangenen Oktober auf der Analystenkonferenz am Rande der Quartalsbilanz erklärt, er wolle sich zunächst zu den Apple Watch-Verkäufen nicht äußern. Am Freitag ließ sich der Apple-Chef nach einem Besuch des Apple Stores in Palo Alto von einem CNBC-Reporter zumindest entlocken, die Vorbestellungen wären „großartig“ verlaufen.

Gut möglich, dass im heutigen Tagesverlauf doch noch eine Pressemeldung aus Cupertino ins Postfach flattert, die die erste Million Vorbestellungen der Apple Watch feiert…

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Alle Kommentare

  1. Der absatzerfolg wird IMMER nur auf iPhone Kunden beschränkt sein.
    Und das reicht auch vollkommen. Wenn man sich die Verkaufszahlen der iPhones anschaut, hat es Apple überhaubt nicht nötig, sich anderen zu öffnen.
    Und es kommen jeden Tag neue Fans hinzu.
    Und es wird auch genug geben, die ihre sw nächstes oder übernächstes Jahr tauschen, wenn Apple ein Nachfolgemodell bringt.
    Zumindest soviel, um die gesamte Konkurrenz locker im Zaun zu halten.
    Nur mal zum Vergleich. Die gesamte Konkurrenz verkaufte 2014 4,5 Millionen smartwatches. Apple verkauft an einm Tag in den USA 1 Million.
    Die komplette Konkurrenz wird dieses Jahr chanchenlos sein. So meine Einschätzung. Meiner Meinung nach wird Apple dieses Jahr locker 10 Millionen verkaufen. Wo bitte ist da ernsthaft Konkurrenz in Sicht ?
    Pebble, gear s von Samsung ? Das ist alles pillipalli im Gegensatz zu Apple

    1. Also ich weiss nicht

      vor ein paar Monaten haben diverse Analysten Verkaufszahlen
      von bis zu 20 Millionen prognostiziert,

      Später wurden dann immer noch Absatzzahlen von 3-5 Millionen
      voraussgesagt

      Aktuell heisst es bis zu einer Millionen könnten! angeblich abgesetzt worden sein

      und die Werbespots laufen im TV auf Hochtouren

      und dann alle Jahre wieder die künstliche Verknappung

      Wer glaubt denn das noch heutzutage?

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