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Amazon verklagt Betreiber von Bewertungsportalen

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Amazon wehrt sich juristisch gegen die Manipulation des eigenen Bewertungssystem: Der Online-Händler hat bei einem Gericht in Seattle Klage gegen drei Website-Betreiber eingereicht, die gefälschte Bewertungen verkaufen. Zwei der vier Websites sind mittlerweile offline, ein Anbieter dementiert die Vorwürfe.

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Die betreffenden Websites machen aus ihrem Geschäftsmodell keinen Hehl, ihre Namen sprechen für sich: buyamazonreviews.com, buyazonreviews.com, bayreviews.net und buyreviewsnow.com. Amazon wirft ihnen unter anderem unlautere Werbung und Verletzung der Handelsmarke vor. Zudem würden gefälschte Bewertungen auch Anbietern auf Amazon schaden, die den Regeln des Systems folgen.

Zwei der vier Websites scheinen ihr Angebot bereits eingestellt zu haben – unter den Webadressen bayreviews.net und buyreviewsnow.com ist nichts mehr zu finden.

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Der Betreiber der noch aktiven Website buyazonreviews.com, Mark Collins, bestreitet die Vorwürfe in einem Email-Interview mit „The Seattle Times“: „Wir verkaufen keine gefälschten, sondern bieten unvoreingenommene und ehrliche Bewertungen für Produkte an. Das ist überhaupt nicht illegal.“ Amazon selbst wollte sich laut Zeitungsbericht zu den laufenden Verhandlungen nicht äußern.

Das Amazon-Bewertungssystem ist ein Markenzeichen des Online-Riesen und existiert bereits seit 20 Jahren. Positive Beiträge sollen den Absatz eines Produktes fördern, sie liefern Kunden wichtige Entscheidungshilfen. Dass Bewertungen gefälscht werden, kommt dabei immer wieder vor. Die Professionalisierung dieser Praxis würde das System auf lange Sicht aber nachhaltig beschädigen.

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