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Tiefstwert für „Tatort“-Ermittler Falke, dennoch Sieg bei Alt und Jung

Der „Tatort: Frohe Ostern, Falke“ mit Wotan Wilke Möhring (r.) als Kommissar Falke
Der "Tatort: Frohe Ostern, Falke" mit Wotan Wilke Möhring (r.) als Kommissar Falke

Haben die miesen Kritiken Zuschauer abgehalten, den trashigen Oster-"Tatort" aus Hamburg anzuschauen? Mit 8,49 Mio. Sehern fiel Kommissare Falke in seinem fünften Fall auf einen neuen Tiefstwert. Den Sieg gab es trotzdem. Auch im jungen Publikum, wo dem ARD-Krimi ProSiebens "G.I. Joe" am nächsten kam.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Ostermontag wissen müssen:

1. „Tatort“-Ermittler Falke siegt mit Minusrekord

Von Fall zu Fall hat Wotan Wilke Möhring als Thorsten Falke nun seit November 2013 Zuschauer verloren. Von seinem Premierenwert von 10,07 Mio. im April 2013 ging es im November des selben Jahres zunächst auf 10,79 Mio. hinauf. Im April 2014 ging es dann auf 9,58 Mio. hinab, im November auf 9,29 Mio. und mit dem Oster-„Tatort“ 2015 nun auf den neuen Falke-Tiefstwert von 8,49 Mio. Sehern (23.8%). Gewonnen hat der ARD-Krimi den Tag dennoch – vor der 20-Uhr-„Tagesschau“ (7,51 Mio. / 23,9%) und dem schärfsten 20.15-Uhr-Konkurrenten „Rosamunde Pilcher: Ein einziger Kuss“ mit 5,00 Mio und 15,4%. Auch bei den 14- bis 59-Jährigen (4,77 Mio. / 23,9%) und den 14- bis 49-Jährigen (2,60 Mio. / 19,6%) siegte der „Tatort“.

2. Starke Free-TV-Premiere für „G.I. Joe“, schwache für „Asterix & Obelix“

Der erfolgreichste Privatsender war am Abend des Ostermontags eindeutig ProSieben – und das im Gesamtpublikum und den jungen Zielgruppen. 3,62 Mio. schalteten um 20.15 Uhr „G.I. Joe – Die Abrechnung“ ein – tolle 10,4% und Platz 6 der Tages-Charts. Bei den 14- bis 59-Jährigen gab es mit 3,03 Mio. und 15,5% Rang 3 hinter „Tatort“ und „Tagesschau“, bei den 14- bis 49-Jährigen mit 2,31 Mio. und 17,9% den zweiten Platz hinter dem „Tatort“. Überraschend schwach lief hingegen die Free-TV-Premiere von „Asterix & Obelix – Im Auftrag Ihrer Majestät“. Nur 2,54 Mio. / 8,3%) sahen den Film insgesamt bei RTL, darunter 1,84 Mio. 14- bis 59-Jährige (9,5%) und 1,30 Mio. 14- bis 49-Jährige (10,1%) – enttäuschende Marktanteile für eine solche Premiere. Auf ähnlichem Niveau landete „Illuminati“ auf Sat.1: 2,21 Mio. Seher und 6,7% gab es insgesamt, darunter 1,74 Mio. 14- bis 59-Jährige (9,4%) und 1,27 Mio. 14- bis 49-Jährige (10,3%). Die Zahlen der jungen Zielgruppen sind für Sat.1 zumindest solide bis ordentlich. RTL erzielte immerhin gute Vorabend-Zahlen: Zwischen 15,0% (gesamt) und 17,7% (14-59) mit „Bauer sucht Frau – Das große Wiedersehen“.

3. Ordentlicher Start für „Der Klügere kippt nach“

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Am Ostermontagabend durfte Hugo Egon Balder endlich seine jahrelange Idee umsetzen, ein paar Prominente Alkohol trinken zu lassen und sie dabei über aktuelle Themen plaudern zu lassen. Zwar war das Ergebnis nicht allzu unterhaltsam, doch die Quoten waren recht ordentlich. 240.000 Leute sahen insgesamt ab 22.15 Uhr bei Tele 5 zu – ein solider Marktanteil von 1,0%, der kaum über Tele-5-Durchschnitt liegt. Etwas besser lief es bei den 14- bis 49-Jährigen mit 140.000 und 1,5%. „Frau Dingens will zum Fernsehen“ erreichte danach 0,8% und 1,2%, die Premiere von „Boomarama Late Night“ um Mitternacht nur noch miese 0,3% und 0,5%.

4. RTL II behauptet sich gegen die Spielfilme, kabel eins mit „Police Academy“-Marathon nur am Nachmittag stark

Bei den drei Sendern der zweiten Privat-TV-Liga setzte sich in der Prime Time RTL II durch. Zwar startete der Sender mit 640.000 14- bis 49-Jährigen und 5,1% um 20.15 Uhr etwas blass in den Abend, doch eine weitere Folge kam um 21.15 Uhr schon auf 840.000 und 6,3% und „Der Trödeltrupp“ war um 22.10 Uhr dann mit 750.000 und 8,7% ein voller Erfolg. Vox kam mit „All inclusive“ auf 740.000 junge Zuschauer und unbefriedigende 5,7%, kabel eins mit „Police Academy 6“ auf 480.000 und miese 3,7%. Dafür lief es für die Teile 2 bis 5 der Komödien-Reihe besser: Teil 2 holte um 13.15 Uhr 7,2%, Teil 3 um 15 Uhr 7,7%, Teil 4 um 16.45 Uhr 6,8% und Teil 5 um 18.25 Uhr noch solide 5,6%.

5. Sport1 holt mit Münchner Derby 3%, NDR und SWR besiegen um 20.15 Uhr Vox und kabel eins

Abseits der großen acht Sender holten sich das NDR Fernsehen und das SWR Fernsehen um 20.15 Uhr die besten Zuschauerzahlen. „Das große Wunschkonzert“ sahen im NDR 1,06 Mio. Leute – ein Marktanteil von 3,0%. „Hannes und der Bürgermeister“ kam parallel dazu im SWR auf 990.000 und 2,8%. Beide Sender besiegten damit im Gesamtpublikum sogar Vox und kabel eins. Auch zdf_neo war erfolgreich: „Inspector Barnaby“ blieb mit 980.000 und 2,8% um 20.15 Uhr ebenfalls vor Vox und kabel eins, eine weitere Folge der Krimireihe erzielte um 21.45 Uhr mit 1,04 Mio. sogar 3,8%. Bereits am Nachmittag erzielte Sport1 mit der Live-Übertragung des Münchner Derbys zwischen den zweiten Mannschaften von Bayern und 1860 in der Regionalliga Top-Quoten: 450.000 Fans sahen ab 14.30 Uhr zu – stolze 3,0%. Das Zweitliga-Spiel zwischen St. Pauli und Düsseldorf kam am Abend auf 600.000 und 1,7%. Die Nummer 1 im Pay TV hieß am Ostermontag „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“: 160.000 sahen die Premiere um 20.15 Uhr bei Sky Cinema – 0,5%.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums, der 14- bis 49-Jährigen und der 14- bis 59-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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Alle Kommentare

  1. Ein unglaubwürdig konstruierter Krimi – als T A T O R T das Thema verfehlt,was einen Tatort-Film im Ursprünglichen ausmachen soll!
    FSK ab 12 Jahren nicht o.k.,das Übungs-Schießen auf Pappziele mit jeweils dem Konterfei von Merkel,Hollande,Putin oder Obama usw. respektlos…
    Was sollen die Kinder dazu sagen?
    Das Prozedere des Polizei-Einsatzes,Handy-Ortung am Feiertag nicht möglich(?),die gestelzten Kommentare zwischen Polizei und dem MEK,die nicht vorhandenen Gebäude-Pläne,die einen Einsatz/Zugriff erst möglich machen,5 Geiselgruppen zu je 14 Geiseln auf 5 Räume verteilt (?), kein Abriegeln vor Ort, daher ein Täter auf der Flucht,die „zahmen“ Geiselnehmer als „grimmige Osterhasen“ verkleidet,die Kommissarin als Geisel im Gebäude auf Täterjagd,im Anschlag eine Pistole,vom Boden aufgenommen,aber mit leerem Magazin-als „Profi“ überprüft man die Waffe bzw. merkt man sofort den Gewichts-Unterschied von fehlenden Patronen…
    Stümperhaft!
    Das können die französischen und skandinavischen Krimis deutlich besser!

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