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Nach Social-Media-Sperre in der Türkei: YouTube und Twitter sind wieder verfügbar

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In der Türkei wurden am Montag Twitter und YouTube gesperrt, nachdem dort das Foto des entführten und getöteten Istanbuler Staatsanwalts verbreitet wurde. Nach acht Stunden haben die Behörden die Sperre beider Dienste wieder aufgehoben. Bereits im März 2014 blockierte die Regierung Erdogan die beiden Netzwerke.

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Vergangene Woche entführten türkische Linksextremisten den Istanbuler Staatsanwalt Mehmet Selim Kiraz. Kiraz konnte zwar von der Polizei befreit werden, erlag allerdings im Krankenhaus seinen Verletzungen. Fotos der Geisel verbreiteten sich in den Sozialen Netzwerken Facebook und Twitter, woraufhin beide Dienste ab Montag Mittag aus der Türkei nicht mehr aufrufbar waren. Wie die türkische Zeitung Hürriyet berichtet, wurde die Sperre von der Staatsanwaltschaft angeordnet.

Tayfun Acarer von der türkischen Behörde für Informationstechnologie erklärt der Zeitung, auch Facebook sei kurzfristig gesperrt worden. Das Soziale Netzwerke sei jedoch schnell wieder aufrufbar gewesen, nachdem die entsprechenden Fotos gelöscht worden waren. Twitter und YouTube hingegen konnten für acht Stunden nicht genutzt werden. Die Nachrichtenagentur Anadolu meldete am Dienstag, die Dienste hätten die Bilder der Geiselnahme entfernt und die Sperre sei deshalb ebenfalls wieder aufgehoben.

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Bereits im März 2014 hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan im Vorfeld der Kommunalwahlen die Zugänge zu Twitter und YouTube blockieren lassen. Nachdem im Internet Telefonmitschnitte aufgetaucht waren, in denen er mit Korruption in Verbindung gebracht wurde, hatte er angekündigt: „Twitter und solche Sachen werden wir mit der Wurzel ausreißen.“

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