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Citigroup: WhatsApp und Instagram werden Facebooks Umsatztreiber

Gut eingekauft für viele Milliarden:  Facebook-CEO Mark Zuckerberg
Gut eingekauft für viele Milliarden: Facebook-CEO Mark Zuckerberg

Dem weltgrößten Social Network gehört fraglos die Gegenwart: Millionen und Abermillionen Menschen strömen weiterhin jeden Monat neu zu Facebook – 1,4 Milliarden aktive Nutzer kann das elf Jahre Internet-Unternehmen inzwischen verbuchen. Doch die Zukunft des Wachstums liegt in den Zukäufen der jüngeren Vergangenheit: Sowohl der Foto-DIenst Instagram als auch der Messenger WhatsApp dürften bald einen substanziellen Teil zur Umsatzentwicklung beisteuern, glaubt Citigroup-Analyst Mark May.

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Das Imperium wird immer größer: 1,4 Milliarden Menschen tummeln sich bereits bei Facebook, 700 Millionen im konzerneigenen Messenger – genauso viele beim vor einem Jahr zugekauften Chat-Dienst WhatsApp, während 300 Millionen Nutzer fröhlich Fotos bei Instagram teilen.

Fast auf den Tag drei Jahre ist es her, als Mark Zuckerberg der Internetwelt zeigte, aus welchem Holz er geschnitzt ist: Wenn ein aufstrebender Konkurrent sein Königreich bedrohte, griff der damals 28-Jährige einfach mal zum Scheckbuch. Für seinerzeit eine Milliarde Dollar, aus denen im Zuge des später fallenden eigenen Aktienkurses am Ende doch nur 715 Millionen wurden, übernahm Facebook das gerade zwei Jahre alte 13-Mann-Start-up Instagram.

Citigroup hält Instagram inzwischen für 35 Milliarden Dollar wert

Was vor drei Jahren wie blanker Aktionismus kurz vor dem Börsengang aussah, gilt im Silicon Valley heute als Blaupause für eine wertsteigernde Übernahme. Vor drei Jahren brachte es Instagram gerade mal auf 25 Millionen Nutzer – heute sind es mehr als das Zwölffache . Im nächsten Jahr dürfte gar die 500 Millionen-Nutzer-Grenze fallen, prognostiziert die Investmentbank Topeka.

Glaubt man der Citigroup, hat sich der Wert der Foto-App um einen noch größeren Faktor vervielfacht. Auf enorme 35 Milliarden Dollar taxiert die Wall Street-Institution inzwischen den Wert von Instagram, wenn der Social Media-Dienst denn eigenständig operieren würde. Analyst Mark May begründete seine turmhohe Bewertung mit dem steigenden Erlöspotenzial des Foto-Netzwerks, das gerade erst neue Filter-Features und mit Layout eine zweite Standalone-App launchte.

Instagram und WhatsApp sollen künftig Milliarden erlösen
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So erwartet May von Instagram, das im vergangenen Jahr mit Omnicom den ersten viel beachteten Werbe-Großauftrag landete, im laufenden Geschäftsjahr Umsätze von 398 Millionen Dollar. In den Folgejahren soll das Geschäft mit Werbevideos jedoch erst richtig anziehen: Die Citigroup prognostiziert von 2016 bis 2018 einen Erlösanstieg auf 1,4 bis 3,07 Milliarden Dollar!

Auch der im Vorjahr für die weitaus größere Summe von 22 Milliarden Dollar übernommene Messenger WhatsApp besitzt nach Meinung der Citigroup ein großes Erlöspotenzial: Die Umsätze sollen demnach von erwarteten 82 Millionen Dollar in diesem Geschäftsjahr auf satte zwei Milliarden Dollar im Jahr 2018 anziehen.

Citigroup sieht weiters Kurspotenzial für Facebook-Aktie

Entsprechend rosig betrachtet Analyst Mark May die Zukunftsperspektiven von Facebook: Die gesamten Konzernumsätze würden sich von geschätzten 16,85 Milliarden Dollar in diesem Geschäftsjahr auf 34,68 Milliarden im Jahr 2018 mehr als verdoppeln, glaubt der Citigroup-Analyst.

Wenig überraschend empfiehlt die Citigroup die Facebook-Aktie dann auch weiterhin zum Kauf und hebt das Kursziel weiter an – von 91 auf nunmehr schon 97 Dollar. Aktuell notiert das weltgrößte Social Network bei 82,50 Dollar und ist mit einem Börsenwert von 230 Milliarden Dollar nach Google bereits der zweitwertvollste Internetkonzern der Welt.

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