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900 Prozent Plus! Schwedische Aspiro-Aktie mit kurzzeitiger Kursexplosion nach Jay Zs Tidal-Launch

Power-Paar, das Apple gut zu Gesicht stünde: Jay Z mit Gattin Beyoncé bei der Vorstellung von Tidal
Power-Paar, das Apple gut zu Gesicht stünde: Jay Z mit Gattin Beyoncé bei der Vorstellung von Tidal

Was war das? Die Aktie des schwedischen Streaming-Anbieters Aspiro knallte am Tag nach der Relaunch-Ankündigung von Jay Z um unfassbare 938 Prozent nach oben. Für wenige Stunden war Aspiro, das seit Januar mehrheitlich Jay Z gehört, über eine halbe Milliarde Euro schwer. Dann implodierte der Kurs wieder, nachdem die schwedische Börsenaufsicht intervenierte.

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Sind Jay Z, Kanye West, Beyoncé, Rihanna, Madonna & Co eine halbe Milliarde Euro schwer? Gemessen an ihrer Kaufkraft und ihres Markenwertes bestimmt – aber auch als Wertschöpfer des vor drei Tagen unter maximalem Medienbuhei gelaunchten Streamingservices Tidal?

Diese Frage stand nach den einfachen Bewertungsmaßstäben der sogenannten Marktkapitalisierung am Dienstagvormittag an der schwedischen Börse OMX im Raum: Aktien der Tidal-Mutter Aspiro schossen nach Handelseröffnung plötzlich um sage und schreibe 938 Prozent auf 11 Kronen (etwa: 1,20 Euro) nach oben.

Wer bezahlt plötzlich den zehnfachen Kurs?

Der Auslöser: Mutmaßlich die pompöse Superstar-Keynote aus der Nacht zuvor. Doch gemach: Seit dem 10. März gehört Aspiro, zudem auch die Plattform WiMP zählt, bekanntlich mehrheitlich HipHop-Mogul Jay Z, der das schwedische Unternehmen für 54 Millionen Dollar übernahm. Wie kann sich der Wert der restlichen gehandelten Aktien plötzlich über Nacht verzehnfachen?

Diese Frage drängt sich umso mehr auf, da Jay-Z die noch ausstehenden Anteilsscheine von widerspenstigen Aktionären zum Handelsschluss am heutigen Donnerstag via Squeeze-out einsammeln wird – und zwar für 1,05 schwedische Kronen. Wer bezahlt da plötzlich ein paar Tage zuvor 11 Kronen?

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Spuk nach Intervention der schwedischen Börse schnell vorbei

Es wäre nicht das erste Mal in der Geschichte der Aktienmärkte, das windige Trader „pump & dump“ spielen: Den Wert eines wenig gehandelten Pennystocks auf Basis einer vermeintlichen News zu pushen, um dann mit satten Profit wieder zu verkaufen.

Vorgestern schritt die schwedische Börsenaufsicht ein und setzte den Handel von Aspiro-Aktien kurz nach der Kursexplosion aus. „Die NASDAQ OMX Stockholm legt Marktteilnehmern nahe, Orders zu platzieren, die dem korrekten Marktwert entsprechen“, erklärte ein Sprecher via Reuters.

Als Aspiro-Aktien gestern wieder den Handel aufnahmen, war der Spuk vorbei: Die Anteilsscheine notierten nur wenige Öre zum heutigen Wandlungspreis von 1,05 Kronen entfernt. Und Jay Z ist auf dem Papier wieder einige hundert Millionen Dollar leichter.

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