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Internet-IPOs: GoDaddy und Etsy wollen ans große Geld

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Die Nächsten, bitte! So richtig viel ist auf dem Markt für Neuemissionen von Internet-Unternehmen in den vergangenen 15 Monaten nicht passiert – zumindest in den USA. Es gab mit Alibaba den größten Börsengang aller Zeiten, danach folgte nur noch der Cloud-Speicheranbieter Box. Nun schicken sich gleich zwei Börsenkandidaten an, aus dem Stand eine Milliarden-Bewertung zu erzielen: Der Web-Hoster GoDaddy und der E-Commerce-Anbieter Etsy.

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Alibaba und sonst praktisch nichts: So lautet die Gleichung des vergangenen Jahres am Markt für Neuemissionen. Der chinesische E-Commerce-Riese wählte zog die Wall Street den Heimatbörsen in Hongkong oder Shanghai vor und erlöste mit 25 Milliarden Dollar soviel wie kein Unternehmen zuvor.

Fast schien es, als habe Alibaba den IPO-Markt damit vorher und nachher komplett ausgetrocknet: Lediglich mit dem Cloud-Speicher-Anbieter Box wagte sich in den Folgemonaten ein neuer Börsenkandidat an die Wall Street – das allerdings zu einer äußerst vorsichtigen Bepreisung, die am Ende zu einer Bewertung von rund zwei Milliarden Dollar führte.

Etsy, ein defizitärer Internet-Marktplatz für kunstvolle Accessoires, strebt am die Börse

In ganz ähnlichen Bewertungs-Dimensionen sieht sich auch der Web-Shop Etsy, der sich auf den Kauf und Verkauf von handgemachten Produkten und Accessoires spezialisiert hat. In anderen Worten: Wer seine Hochzeit vorbereitet, findet auf Etsy die kunstvolleren Einladungskarten, Geschenkboxen oder das Gatsby-Haarband, das aussieht wie direkt aus den 20er-Jahren.

Das Geschäft mit dem Schnickschnack hat im vergangenen Jahr immerhin schon 195 Millionen Dollar in die Kassen des zehn Jahre alten New Yorker Internet-Unternehmens gespült – ein Umsatzplus von 56,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Trotzdem blieb 2014 unter dem Strich ein Minus von 15 Millionen Dollar hängen.

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Doch weil Besitzer von Internetaktien schließlich bereitwillig auf Wachstum wetten, glaubt Etsy, zwischen 1,55 und 1,78 Milliarden Dollar wert zu sein – so groß ist die Spanne zwischen dem anvisierten Ausgabepreis von 14 bis 16 Dollar je Aktie.

Auch Internet-Pionier GoDaddy schreibt Verluste

Dass die Kurstaxe aber nicht zwangsläufig dem Ausgabekurs entsprechen muss, machte in der Nacht zum Mittwoch ein anderer Börsenaspirant deutlich. GoDaddy, weltgrößter Webhoster, teilt Zeichnern nun Anteilsscheine zu 20 Dollar zu, nachdem die Bookbuildingspanne zuvor noch bei 17 bis 19 Dollar gelegen hatte.

GoDaddy, das jeden Tag über 50.000 neue Domains registriert und inzwischen über 60 Millionen Internetadressen verwaltet, strebt damit zu seiner satten Bewertung von 4,5 Milliarden Dollar an die Wall Street. Bereits 2006 hatte GoDaddy ein IPO in Angriff genommen, das Vorhaben dann aber im letzten Moment verworfen. In der Folge investierten die Beteiligungsgesellschaften KKR und Silver Lake in den Domainregistrar.

Das bereits 18 Jahre alte Internet-Unternehmen, das im vergangenen Jahr bei Umsätze von 1,4 Milliarden immer noch happige 143 Million Dollar verlor, will bereits heute Nachmittag deutscher Zeit unter dem Tickersymbol GDDY an der New York Stock Exchange den Handel aufnehmen.

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Alle Kommentare

  1. Klar war der Börsengang von Alibaba das Highlight des vergangenen Jahres. Danach kamen aber schon auch interessante IPOs wie beispielsweise von Cyberark, Lending Club oder Shake Shack. Nicht zu vergessen die Börsengänge von Zalando und Rocket Internet.

    Mal schauen was dieses Jahr noch so passiert. Mit Xiamo, Uber und Airbnb stehen nicht uninteressante Kandidaten in den Startlöchern. Eine Übersicht über potentielle IPO Kandidaten habe ich auf meinen Blog mal zusammengestellt: http://aktiennotizblog.de/hot-list/

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