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Fortune Magazine kürt Apple-CEO Tim Cook zur größten Führungspersönlichkeit der Welt

Apple-Chef Tim Cook auf dem Cover des aktuellen Fortune-Magazins
Apple-Chef Tim Cook auf dem Cover des aktuellen Fortune-Magazins

Nächste Auszeichnung für den Apple-CEO: Das Fortune Magazine hat Tim Cook in seiner neuen Ausgabe als "größte Führungspersönlichkeit der Welt" ausgezeichnet. Im begleitenden Interview, das mit Adam Lashinsky ("Inside Apple") einer von Cooks schärfsten Kritikern führte, offenbarte der Apple-Chef erneut Erstaunliches: Der Löwenanteil seines Vermögens soll gespendet werden.

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Ehre, wem Ehre gebührt: Den Vorstandschef des mit Abstand wertvollsten Konzerns der Welt zur größten Führungspersönlichkeit der Welt zu wählen, ist nicht die allermutigste Entscheidung im Wirtschaftsjournalismus. Doch auf den zweiten Blick wird die Auszeichnung des Fortune Magazines um einiges bedeutender: Cook hat nicht nur CEOs anderer Unternehmen hinter sich gelassen – sondern mit EZB-Chef Mario Draghi und dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping auch zwei bedeutende Köpfe der Weltpolitik und Hochfinanz.

„Es gibt keine Vorbereitung, um eine Legende zu ersetzen, doch genau das hat Tim Cook in den vergangenen dreieinhalb Jahren nach Steve Jobs‘ Tod getan“, würdigt Fortune Cooks Verdienste. Doch die Auszeichnungen geht über die Rekordgewinne und Rekordkurse an der Wall Street hinaus: „Indem er öffentlich verkündet hat, dass er schwul ist, hat Cook noch etwas anderes erreicht, was sehr wenige erwartet haben: Er ist ein weltweites Vorbild geworden“.

„Steve Jobs war ein enormes Schutzschild für uns“

Keine Überraschung, dass der Gefeierte dem Fortune Magazine nach soviel Würdigung auch ein ausführliches Interview gewährt, das nach all den Enthüllungen im Rahmen der neuen Steve Jobs-Biografie noch mal neue Erkenntnisse bringt.

Auch über die Zeit unter der Ägide des legendären Apple-Gründers: „Was ich erst nach seinem Tod gelernt habe und vorher nur theoretisch wusste, war, was für ein enormes Schutzschild er für uns war. Keiner aus dem Managementteam hat das ausreichend zu würdigen gewusst, denn darauf waren wir ja nicht fokussiert. Er hat alle Lanzen auf sich gezogen“, resümiert Cook.

Neues Selbstbewusstsein: „Ich kandiere nicht für ein Amt“
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Was nach der Amtsübernahme als CEO folgte, „war intensiver als ich je dachte“, gibt Cook zu. Doch der heute 54-Jährige lernte schnell, sich ein dickes Fell zuzulegen. „Ich kandiere nicht für ein Amt. Ich brauche nicht Ihre Stimme. Ich muss tun, was ich für richtig halte „, erklärte Tim Cook ausgerechnet Fortune-Reporter Adam Lashinsky, der dem neuen Apple-CEO in seinem Bestseller „Inside Apple“ 2011 noch ein ziemlich vernichtendes Zeugnis ausgestellt hatte.

Apple-Aktionären gibt Cook mit auf den Weg, dass er an langfristigen Anlegern interessiert sei, „denn so treffen wir auch unsere Entscheidungen“. Cook hat die Argumente auf seiner Seite: Allein in den vergangenen sechs Jahren legte die Apple-Aktie um 1.000 Prozent zu.

Tim Cooks Vermögen: Erst für den Neffen sorgen, dann für die Welt spenden

Cook selbst hat Apples anhaltender Börsenboom reich und reicher gemacht – sein Aktienpaket, das er 2011 beim Amtsantritt als CEO erhielt, ist inzwischen rund 665 Millionen Dollar wert, rechnet Fortune vor; dazu kommen 120 Millionen Dollar auf der Bank.

Sein Vermögen will Cook im späteren Lebensverlauf fast vollständig für philanthropische Zwecke spenden – und damit dem Vorbild von Bill Gates und Warren Buffett folgen. Doch bevor es soweit ist, hat Cook noch andere Ausgaben im Sinn: für die Ausbildung seines zehnjährigen Neffen zu sorgen.

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