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DuMont macht aus der Tageszeitung Xtra eine Digital-Plattform plus Gratis-Wochenblatt

Express Chefredakteur Carsten Fiedler,  Zeitungsprojekt Xtra
Express Chefredakteur Carsten Fiedler, Zeitungsprojekt Xtra

DuMont beendet das Experiment mit der Tageszeitung Xtra, die sich an eine junge Zielgruppe richten sollte. Künftig wird es Xtra als für mobile Nutzung optimiertes Digital-Angebot geben. Zusätzlich soll an Wochenenden ein gedruckte Ausgabe mit einer Auflage von 150.000 Exemplaren gratis verteilt werden.

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Gestartet war Xtra als Tageszeitung zum offiziellen Verkaufspreis von 50 Cent. Allerdings waren die Verkaufskästen in ausgewählten Kölner Stadtbezirken nicht mit Geldeinwurfsystemen bestückt. Man konnte die Xtra-Ausgaben also auch einfach so entnehmen, ohne zu bezahlen. Im Verlag hört man, dass dies billigend in Kauf genommen wurde. Böse Zungen behaupteten gar, Xtra sei nur auf den Markt gekommen, um das vorweihnachtliche Anzeigengeschäft mitzunehmen. Dass das Tageszeitungsprojekt in seiner ursprünglichen Form nun nicht fortgeführt wird, dürfte in Kölner Verlagskreisen niemanden überraschen.

Hohe Kosten waren mit Xtra nicht verbunden. Die Zeitung wurde dem Vernehmen nach von Leuten vom Express, Volontären, Praktikanten und freien Mitarbeitern zusammengedübelt. Nun wird das gedruckte Xtra also erwartungsgemäß beerdigt und lebt als „mobile Event-Plattform“, wie DuMont das nennt, unter www.xtra.koelnsowie als App für iOS und Android. Ausgehtipps, Köln-News und Gewinnspiele sollen im Fokus stehen.

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„Es ist uns sehr schnell gelungen, mit einem Wert von über 50 Prozent eine hohe Markenbekanntheit in der jungen Zielgruppe der 18- bis 39-Jährigen zu erreichen. Diese junge Marke wollen wir weiter ausbauen“, sagt Philipp M. Froben, Geschäftsführer DuMont Rheinland.  „Wir sehen Xtra weiterhin als Innovationslabor für unsere Produkte“, so Froben weiter.

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