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Ex-AZ-Manager Schmitt soll Geschäftsführer der Süddeutschen Zeitung werden

Machtwechsel bei der Süddeutschen Zeitung: Für den scheidenden Geschäftsführer Detlef Haaks soll Dieter Schmitt nachrücken
Machtwechsel bei der Süddeutschen Zeitung: Für den scheidenden Geschäftsführer Detlef Haaks soll Dieter Schmitt nachrücken

Nach der überraschenden Entmachtung von Geschäftsführer Detlef Haaks haben sich die Gesellschafter der Süddeutschen Zeitung nach MEEDIA-Informationen auf einen Nachfolger geeinigt: Der ehemalige Geschäftsführer der Münchner Abendzeitung, Dieter Schmitt, soll den Posten von Haaks übernehmen und die Zeitung aus der Krise führen. Den Job des Top-Mangers der Mediengruppe Süd (u.a. Stuttgarter Zeitung) und damit die Nachfolge von Martin Jaschke übt künftig Herbert Dachs aus, bisher Verlagsleiter der Augsburger Allgemeinen.

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Damit schließt die Südwestdeutsche Medienholding (SWMH) den personellen Umbau an der Spitze ihrer Zeitungs-Flaggschiffe ab. Am 9. März hatten die Gesellschafter überraschend die Demission von Haaks und Jaschke bekanntgeben und zugleich erklärt, dass die bereits feststehenden neuen Amtsinhaber im Laufe des Jahres „zu gegebener Zeit“ benannt würden. Während der promovierte Jurist Martin Jaschke seine Position lediglich zwei Jahre bekleidete, war der frühere WAZ-Geschäftsführer Detlef Haaks seit 2009 bei der Süddeutschen und hatte sich erst jüngst per Interview als Motor des digitalen Umbaus präsentiert.

Während der Branchendienst Horizont bereits am 11. März den Wechsel von Dachs nach 35 Jahren bei der Augsburger Allgemeinen zur SWMH meldete, war die Nachfolge bei der SZ bislang völlig unklar. Dieter Schmitt war bereits beim Süddeutschen Verlag als Geschäftsführer der Regionaltitel Hof, Coburg, Suhl tätig, als er im Krisenjahr 2008 die Geschäftsführung der maroden Münchner Abendzeitung übernahm. Im März 2014 hatte Schmitt für das Traditionsblatt einen Insolvenzantrag stellen müssen, da die Eigentümer nicht mehr bereit waren, weitere Millionen in das defizitäre Zeitungshaus zu pumpen. Seither ist Schmitt in beratender Funktion für den SV tätig. Während der Amtsantritt von Dachs in Stuttgart spätestens zum November erfolgen soll, ist noch offen, wann Schmitt die Geschäfte in München übernimmt. Die SWMH hat sich zu den aktuellen Personalien bislang nicht geäußert.

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Update, 09.04.15: Wie die SWMH vermeldet, wird nicht Dieter Schmitt, sondern der Geschäftsführer des Berliner Verlags, Stefan Hilscher, Nachfolger von Detlef Haaks und damit neuer Geschäftsführer des Süddeutschen Verlags. Das Amt soll der 58-Jährige spätestens am 1. Januar 2016 antreten. Die von MEEDIA zu einem früheren Zeitpunkt verbreitete Spekulation der Personalie Dieter Schmitt ist damit falsch. Die Redaktion bedauert den Irrtum.

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Alle Kommentare

  1. Bei der swmh ist einiges an Aufräumarbeiten zu leisten….
    Insbesondere die Personalleitung unter dem Konzernverantwortlichen Ulrich Bensel genießt weder in München noch in Stuttgart einen annähernd guten Ruf.
    Die beiden neuen Herren haben einiges zu tun….

  2. Sehr geehrter Herr/ Frau Heilmeier,
    ohne Herrn Dr. Schmitt wäre die Abendzeitung schon um einiges früher in die Insolvenz gegangen. Die Gründe für die Insolvenz wurden Jahre wenn nicht Jahrzehnte vorher schon verschuldet und könnten selbst vom besten Manager nicht korrigiert werden. Vorallem wenn die Familie Friedmann die finanzielle Unterstützung versagt. Von einer Insolvenz-Kompetenz zu sprechen ist hier vollkommen fehl am Platz.
    Allein dem unermüdlichen Einsatz von Herrn Dr. Schmitt ist es zu verdanken das die Abendzeitung überhaupt noch existiert und die Übernahme von Straubing möglich war. Die Herren Insolvenzverwalter Bierbach & Co. welche sich jetzt mit diesen Palmarès schmücken waren da nur Nebendarsteller.

    Beste Grüeße

  3. Wie blind sind denn die SZ Gesellschafter ? Haben die schon vergessen, dass der „Manager“ Schmitt die Abendzeitung in die Insolvenz geführt hat ?
    Oder machen die SZ Gesellschafter sich die Insolvenz-Kompetenz von Schmitt für die eigene, geplante Insolvenz zunutze ?
    Gute Nacht Süeddeutsche Zeitung.

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