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Ist der Samstags-Effekt schon verpufft? Spiegel und Focus blass am Kiosk

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In den ersten Wochen sah es so aus, als hätten Spiegel und Focus durch die Verlegung des Erscheinungstages auf Samstag Käufer gewonnen. Inzwischen sind die Einzelverkaufszahlen aber wieder unter den Normalwerten angelangt. So blieb Der Spiegel mit einem Klima-Titel unter dem Soll, der Focus mit einem zum Thema Alzheimer.

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Der Spiegel titelte auf seiner Ausgabe 9/2015 „Der verheizte Planet – Wie die Gier nach Wachstum unser Klima zerstört“. 234.060 Leute griffen laut IVW in Kiosken, Supermärkten, Tankstellen, etc. zu – das ist der schwächste Einzelverkaufswert seit sieben Wochen – damals erschien Der Spiegel noch am Montag. Die Normalwerte der jüngsten 12 Monate (250.200), bzw. drei Monatze (242.700) wurden relativ klar verfehlt. Ein Grund für die rückläufigen Zahlen könnte auch der schwindende Werbedruck sein. Bei der Umstellung des Erscheinungstages hatten Spiegel und Focus laut getrommelt – das Trommeln lässt nun nach und mit ihm offenbar auch die Zahl der Käufer. Insgesamt, also inklusive Abos, Bordexemplaren, Lesezirkeln, etc. verkaufte sich Der Spiegel 9/2015 genau 842.753 mal, darunter 51.605 mal als ePaper.

Der Focus hievte passend zum Mega-Erfolg von „Honig im Kopf“ das Thema Alzheimer auf das Cover – und bebilderte es ebenfalls passend zum Kino-Blockbuster mit Dieter Hallervorden und Emma Schweiger. Anders als der Kinofilm war die Focus-Ausgabe allerdings kein Erfolg: mit 81.068 Einzelverkäufen blieb die Nummer ebenfalls unter den Normalwerten der jüngsten 12 Monate (82.100), bzw. der jüngsten drei Monate (89.100). Auch hier der Blick auf den Gesamtverkauf: Er lag bei 515.996 Exemplaren, darunter 25.492 ePaper.

Auch der stern kam mit seinem Heft 9/2015 nicht an sein Normalniveau heran: 196.574 Einzelverkäufe sind klar weniger als in den jüngsten 12 Monaten (215.200) bzw. drei Monaten (211.000). Das Titelthema „Was darf ich essen? Zwischen gesunder Ernährung und Hysterie – wenn Genuss zur Glaubensfrage wird“ interessierte also weniger potenzielle stern-Käufer als von den Machern erhofft. Der Gesamtverkauf des Heftes lag bei 714.374 Exemplaren.

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