Anzeige

„Hunde vergiften im Park“: Strafanzeige gegen Kot & Köter

Wuff Beleites und Kot & Köter, das Magazin für den deutschen Hundefeind
Wuff Beleites und Kot & Köter, das Magazin für den deutschen Hundefeind

Die dritte Ausgabe ist gerade fertig geworden, da kommt – zumindest aus PR-Gesichtspunkten – diese Klage genau richtig: Gegen Wulf Beleites, Herausgeber der Satirezeitschrift Kot & Köter ist Strafanzeige erstattet worden. Der Grund ist wohl ein vermeintlicher Aufruf des 67-Jährigen zum "Hunde vergiften im Park".

Anzeige
Anzeige

In der Anzeige vom 5. März gehe es um die öffentliche Aufforderung zu Straftaten, sagte eine Sprecherin der Hamburger Staatsanwaltschaft am Montag. Inhaltlich sei die Anzeige noch nicht geprüft worden. Gegenüber der dpa teilte Beleites mit, dass sich „dieser ungeheuerliche Vorwurf“ vermutlich auf einen Artikel über das Lied „Tauben vergiften im Park“ von Georg Kreisler beziehen würde.

In einer fiktiven Geschichte über die „geheimen Tagebücher“ Kreislers, hatte Kot & Köter geschrieben, dass der österreichische Kabarettist im Original die Zeile „Geh‘ ma Hunde vergiften im Park“ geschrieben hätte.

Die entsprechende Story befindet sich bereits in der ersten Ausgabe von Kot & Köter aus dem April 2014. Damals gelang es, das Magazin, das in den 90er-Jahren eine gewissen Schein-Existenz in TV-Talkshows führte, mit Hilfe einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne erstmals rauszubringen. Gerade ist die dritte Ausgabe der „Zeitschrift für den Deutschen Hundefeind“ fertig geworden.

Anzeige

Auf seiner Webseite zeigt sich Beleites allerdings juristisch gewappnet. So hat der ehemalige Extra drei-Autor Rechtsschutz bei seiner Gewerkschaft (dju in ver.di) beantragt, „denn diesem massiven Angriff auf die Pressefreiheit müssen wir entschlossen entgegentreten.“

Mit Material von der dpa

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Lieber Günther, nicht überall, wo Satire draufsteht, ist auch Satire drin. Dumm, wer das nicht erkennt. Und diese zwei Sätze habe ich ohne Rechtschreibfehler geschafft! Und man muss keiner Hundelobby angehören, um etwas moralisch abscheulich zu finden. Und das ist es für mich, gleich ob Hund, Katze, Vogel oder Mensch hier Themengrundlage wären. Es gilt für alle Lebewesen. Den Sinn und gar die Folgen dieser Publikation zu hinterfragen, wäre vermutlich für die Günthers dieser Welt und den Herausgeber zuviel verlangt. Bleibt das Fazit: Traurig, was alles unter dem Deckmantel der Pressefreiheit publiziert wird…dabei könnte man mit Worten soviel sinnvolles und hilfreiches bewirken.

  2. Haha 😀 was geht denn hier ab? Sonst kommentiert keiner die Meedia-Artikel. Anscheinend ist plötzlich die „Hunde-Lobby“ auf diesen Artikel aufmerksam geworden und es ergießt sich ein Schwall an schlechter Rechtschreibung und und Dummheit (unterscheide Satire und Realität)

  3. Wo war denn nur die Empörung über Kreislers Originalsong, auf den sich der satirische Artikel offensichtlich bezieht? Der ist immerhin Jahre alt, ohne dass ein Oberempörter die Gerichte bemüht hätte 😉

  4. Die Nummer an sich ist schon „krank“. Wer auffordert, Hunde zu vergiften hat für mich nicht mehr als zwei Gehirnzellen, wovon 1 1/2 defekt zu sein scheint. Parks sind öffentliche Plätze wo sich auch Kinder aufhalten, die bringt man unnötig in Gefahr. Auch Wildtiere leiden unter solchen Aktionen. Für mich sind Menschen die zu solchen Mitteln greifen nur arm. Sich an Tieren und der Umwelt zu vergreifen, statt genug Eier in der Hose zu haben um die Halter an zu sprechen und sie auf zu fordern ihrer Pflicht nach zu kommen.
    Ich kann auch nicht Fahrrad fahrer vom Rad prügeln, egal welchen, weil einer mal die Verkehrsordnung missachtet..

  5. Genau so ist es , auf den Zug von Tierquälern aufzuspringen ist schon ziemlich hohl……was fällt dem denn ein ? Zuwenig Zuwendung in der Kindheit ? Krank sich zu so einer Aussage hinreissen zu lassen , das ist nicht witzig…..Dislike….:(

    1. Ich weis nicht wer lügt und wer die Wahrheit sagt aber ich weis eins wer so einen Aufruf startet der gehört in den Knast und das am besten für viele Jahre.

      1. Das ist keine Satire, das ist Aufruf zum Tiermord. Deshalb gibt es auch so viele Feiglinge die Giftköder auslegen

    2. Die grössten Tierquäler sind nachweislich Haustierhalter.

      Die meisten dieser Tierhalter haben psychische Defekte und ne menschenfeindliche Einstellung.

    3. Es wird die Zeit kommen,da das Verbrechen am Tier genauso geahndet wird wie das Verbrechen am Menschen

      (Leonardo da Vinci)

  6. Eine Zeitschrift die zur Hetze auf Menschen oder Tiere aufruft gehört ohnehin verboten. Die Anzeige ist somit gerechtfertigt. Das hat überhaupt nichts mit Pressefreiheit zu tun. Das ist einfach niederträchtige Puplikation.

  7. Ich sage da nur eines zu, ich möchte mal so eine A…loch auf Frischer Tat ertappen, dann wird der seine Köder alle selber Fressen. Feige Schweine!

  8. @sonja: Aus dem StGB, §211: „Mörder ist, wer […] einen Menschen tötet.“ Du kannst das finden, wie du willst, aber die Tötung eines Hundes ist zunächst mal irgendwas zwischen Sachbeschädigung (§303 StGB) und Tierquälerei (§17 TierSchG).

  9. Das hat nichts mit Meinungsfreiheit zu tun, sondern ist eine Aufforderung zum Mord. Und das ist Strafbar und gut so. Denn wo kämen wir denn hin, wenn das legal ist. Egal ist ob es Tier oder Mensch ist, es geht um ein Leben. Und wenn der Hunde hasst, soll er drin bleiben.

    1. Hm, ist das wirklich ein Aufruf zum Mord am Hund? Ist doch eher fraglich, wer sich dadurch zur Tötung eines Hundes motiviert fühlte – und ob der dann eine Satirezeitschrift als Aktionstrigger braucht.

      Die Satire ist, dass wir uns ernsthaft solche Hetzwerke, unterm Deckmantel der Meinungsfreiheit, vorstellen können.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*