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Apples TV-Streaming-Dienst könnte sofort zum Milliarden-Geschäft werden

Apple CEO Tim Cook, potenzielle Partnersender für Web TV: Verhandlungen dauern an
Apple CEO Tim Cook, potenzielle Partnersender für Web TV: Verhandlungen dauern an

Apples Premium-TV-Streaming-Service könnte noch dieses Jahr in den USA Realität zu werden, doch was würde er dem wertvollsten Konzert der Welt unterm Strich bringen? Der Business Insider rechnet schon mit Erlösen von über zwei Milliarden Dollar im ersten Jahr.

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Der Traum vom Apple-TV mit Premium-Inhalten des US-Fernsehens rückt näher. Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf gut informierte Kreise berichtete, wird Apple im Herbst einen eigenen Streaming-Dienst über seine Set-Top-Box Apple TV und andere Apple-Geräte anbieten.

Mit ABC, CBS und Fox seien gleich drei große Senderfamilien für das neue TV-Angebot, das bis zu 25 Sender umfassen soll, an Bord, berichtete das WSJ. Auch NBC wollte mit einer Standalone-App folgen. Apples Online-Angebot, das zwischen 30 und 40 Dollar im Monat kosten soll, würde in Konkurrenz zum für den US-Markt typischen Kabel-Abo treten, das sich schnell bis auf 100 Dollar pro Monat summieren kann und Hunderte TV-Kanäle enthält.

Business Insider: 7 Millionen Kunden bringen 2,4 Milliarden Dollar

Was würde der Launch eines eigenen TV-Streaming-Dienstes nun für Apple finanziell bedeuten? Der Business Insider prognostiziert, dass Apple bereits im ersten Quartal – dem mutmaßlich vierten Kalenderquartal – über vier Millionen Abonnenten gewinnen dürfte.

Bei einem Durchschnittspreis von 35 Dollar würde das im ersten Geschäftsquartal aus dem Stand immerhin schon Erlösen von über 420 Millionen Dollar entsprechen (140 Millionen Dollar à drei Monate). Für 2016 prognostizieren die Analytiker des US-Wirtschaftsblogkonglomerats dann einen schrittweisen Anstieg auf 7,4 Millionen Abonnenten, der sich durch den stufenweise Zuwachs in einen Jahreserlös von 2,4 Milliarden Dollar übersetzen ließe.

Milliarden-Umsätze mit kleinem Anteil am Gesamtgeschäft  

Bis 2018 würden die Erlöse bei 10,7 Millionen Nutzern gar auf 4,2 Milliarden Dollar anziehen, so die Schätzungen des Business Insiders, die sich weitgehend mit der Einschätzung der Investmentbank Baird decken. Zum Vergleich: Netflix‘ gesamte Umsätze im vergangenen Jahr betrugen 5,5 Milliarden Dollar.

In Relation zu Apples Gesamtgeschäft nimmt der TV-Streaming-Dienst allerdings auf Jahre eine untergeordnete Rolle ein. 182 Milliarden Dollar erlöste Apple bekanntlich im vergangenen Geschäftsjahr, deutlich über 200 Milliarden dürften es dieses Jahr sein – das Premium-TV-Bündel, an dem Apple auch nur ein Bruchteil der 35 Dollar verdienen dürfte, würde also gerade mal ein Prozent der Jahresumsätze ausmachen.

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Apples langer TV-Traum

Wesentlich interessanter wäre da die Verbindung des Premium-Streaming-Angebots mit dem lang erwarteten Apple-Fernseher. Tatsächlich wird in der Tech- und TV-Branche seit der Vorstellung der ersten Generation der Set-Top-Box Apple TV, die bereits 2006 gelauncht wurde, damit gerechnet, dass Apple den Markt eines Tages mit einem Fernseher revolutionieren könnte.

Staranalyst Gene Munster prognostiziert bereits seit 2011 ein „iTV“. Nach Jahren – 201220132014 – der verfrühten Prognosen sagt der Analyst von der Investmentbank Piper Jaffray nun den Launch eines Apple-Fernseher nicht im laufenden, sondern im nächsten Jahr (2016) vorher.

Den Fahrplan dahin präzisierte Munster zuletzt wie folgt: Auf der WWDC Anfang Juni dürfte Tim Cook einen Ausblick auf die nächste Generation der Set-Top-Box Apple TV geben, bei der das TV-Bündel mit ABC, CBS und Fox enthüllt werden könnte.

Tim Cook deutet seit Jahren TV-Interesse an

Apples langjährige Versuche, mit der amerikanischen Fernsehbranche einen Online-TV-Dienst zu starten, sind hinreichend dokumentiert. „Das Fernsehen ist in den 70er Jahren stecken geblieben“, wetterte Apple-Chef Tim Cook zuletzt im großen TV-Interview mit Charlie Rose im vergangenen September.

„Denken Sie mal an all die Dinge, die sich seitdem geändert haben, Fernsehen dagegen fühlt sich an, als würde man eine Zeitreise zurück antreten, die Benutzerführung ist grausam”, übte sich Cook im Trashtalk, den Steve Jobs auch so gerne praktizierte.

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