Mobiler Anteil am Nachrichten-Traffic schon bei fast 40 Prozent

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Die Deutschen nutzen Nachrichten-Angebote immer öfter auf ihrem Smartphone. Der Anteil der mobilen Websites und Apps am Gesamt-Traffic der 20 größten News-Anbieter lag im Februar bei 38,6% und damit 7,4 Prozentpunkte über dem Vorjahr. Nie zuvor wurden News so stark auf Mobiltelefonen konsumiert.

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Vor etwas mehr als vier Monaten stellten wir an dieser Stelle die Frage: „Mobile Nachrichten-Angebote: Ist das Wachstum schon zu Ende?“. Zwischen Juni und Oktober 2014 war der mobile Anteil am Gesamt-Traffic der 20 größten IVW-geprüften News-Angebote fast gar nicht mehr gewachsen. Nun, vier Monate später, wollten wir wissen, wie sich die Zahlen weiter entwickelt haben? Gab es eine weitere Stagnation oder ist der mobile Anteil wieder gewachsen? Wir haben auch diesmal die Zahlen der 20 Visits-stärksten Nachrichten-Angebote verglichen (Genaue Liste der Top 20 an dieser Stelle).

Das Ergebnis: Seit Oktober wuchs der mobile Anteil wieder deutlich an. Stagnierte er in den angesprochenen Monaten Jui bis Oktober 2014 bei 34,4% bis 35,3%, ging es im November auf 36,3% hinauf, im Dezember schon auf 37,9% und in den beiden ersten Monaten 2015 auf 38,3% und 38,6% – neue Rekordwerte. Im Vergleich zum Februar 2014 steigerte sich der mobile Anteil am Traffic der 20 Anbieter von 31,2% auf 38,6%, im Vergleich zum ersten IVW-Monat mit mobilen Daten von 23,2% auf 38,6%. Allerdings ließen damals noch nicht alle Anbieter ihre mobilen Zahlen messen.

Extreme Unterschiede gibt es weiterhin bei den einzelnen Angeboten. Die mobilsten unter den 20 Kontrahenten sind n-tv.de und N24 Online mit mobilen Anteilen von 57,1% und 53,5% an den Gesamt-Visits. Knapp an die 50%-Marke kamen im Februar die Boulevard-Marken Express (48,7%) und Hamburger Morgenpost (48,6%) heran. Am wenigsten mobil sind hingegen die Zahlen von Tagesspiegel (21,5%), Handelsblatt (26,3%), FAZ (26,6%), Hamburger Abendblatt (27,0%) und Welt (27,5%). Noch deutlich darunter liegt der mobile Anteil beim manager magazin (9,4%). Allerdings wird doch zur herkömmlichen Website auch das Karriere-Ressort von Spiegel Online mitgezählt – bei den mobilen Zahlen jedoch nicht. Ein Sondereffekt, der den mobilen Anteil des Magazins stark verfälscht.

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