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Kampf gegen Trolle: Twitterer sollen Missbräuche direkt an Behörden melden können

Twitter-CEO Dick Costolo führt eine neue Funktion ein, um Missbräuche einfacher zu melden.
Twitter-CEO Dick Costolo führt eine neue Funktion ein, um Missbräuche einfacher zu melden.

Twitter-Chef Dick Costolo hat im Kampf gegen Trolle in den USA eine neuen Funktion eingeführt. In den USA sollen Nutzer missbräuchliche Tweets direkt bei den Behörden anzeigen können, um eine Verfolgung zu beschleunigen. Twitter sieht in dem Troll-Problem einen Grund, weshalb die Nutzerzahlen nur langsam steigen.

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Die neue Funktion sorgt nicht mehr nur für eine Meldung bei Twitter selbst, sondern erstellt zusätzlich eine Zusammenfassung, die Nutzern per Mail zugesandt wird. Diese können die Beschwerdeführer dann zum Beispiel an die Polizei weiterleiten, die daraufhin aktiv werden soll. Nutzer sollen so handeln, wenn sie sich durch Tweets in ihrer Sicherheit bedroht fühlen.

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Fachmedien in den USA überzeugt dieser Schritt allerdings nicht. So kritisiert das Techportal The Verge, dass Nutzer zunächst herausfinden müssten, an welche Behörde sie sich zu wenden haben. Einen Leitfaden hat Twitter bisher nur für Behörden-Mitarbeiter entwickelt.

Neben der ohnehin schroffen Kommunikationskultur bei Twitter, hat der Zwitscherdienst ernsthafte Probleme mit Drohungen. So erinnert Spiegel Online an einen aktuellen Fall, bei dem die Schauspielerin Ashley Judd nach Tweets über ein Basketballspiel Androhungen von sexueller Gewalt erhielt. Und auch Twitter selbst ist bereits Ziel ernster Drohungen geworden. So riefen Dschihadisten offensichtlich zum Mord an Unternehmsgründer Jack Dorsey und seinen Mitarbeitern auf. Der Grund: Das Social Network löschte Tweets der Terrormiliz ISIS.

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Erst wenige Wochen zuvor gestand Twitter-CEO Costolo Fehler im Kampf gegen Trolle ein und nahm die Schuld am Versagen auf sich, weil die Strukturen des Dienstes zu kompliziert seien. Weiter machte er die Probleme unter anderem dafür verantwortlich, dass die Anzahl der Nutzer nur langsam wachse. Das Troll-Problem habe viele Nutzer vertrieben.

 

 

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