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„Grenzdebil“: Welte weist Kontakter-Spekulationen über Riekel-Ablösung zurück

Patricia Riekel und Philipp Welte (Foto: dpa / Montage: MEEDIA)
Patricia Riekel und Philipp Welte (Foto: dpa / Montage: MEEDIA)

Klarer kann ein Dementi kaum ausfallen. In seiner aktuellen Ausgabe geht der Kontakter der Frage nach, ob die Bunte-Chefin Patricia Riekel vor dem Abschied steht. So könnte die "Powerfrau des People-Journalismus" das Blatt in den nächsten zwölf Monaten verlassen. Gegenüber MEEDIA dementiert Burda-Boss Philipp Welte entsprechende Verlagspläne nicht nur, sondern spricht sogar von "grenzdebilen" Überlegungen.

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Tatsächlich gilt das Verhältnis zwischen Welte und Riekel als ein Besonderes in der Verlagswelt. Als junger Geschäftsführer übernahm Welte 1998 die Bunte als defizitäres Blatt und machte aus dem Promi-Heft, zusammen mit Riekel, eins der wirtschaftlich erfolgreichsten Magazine Deutschlands. Dementsprechend vehement fällt nun auch sein Plädoyer für die Blattmacherin aus. „Es wäre durchaus grenzdebil, in der aktuellen Gefechtslage die erfolgreichste Chefredakteurin Deutschlands vom erfolgreichsten People-Magazin Europas abzuziehen“, kommentierte er den Bericht des Kontakters gegenüber MEEDIA.

Welte kann dabei natürlich nur für den Verlag sprechen. Sollte die 65-jährige Riekel selbst der Meinung sein, dass es nun genug an der Spitze der Bunte sein, wird auch der Burda-Boss sie nicht umstimmen können.

Als potenzielle Nachfolger nennt der Kontakter den stern-Macher Christian Krug und seinen Online-Chef Philipp Jessen. Bei beiden wäre es wohl undenkbar, dass sie ihre Jobs bei Gruner + Jahrs Nachrichten-Flaggschiff, die sie gerade erst angetreten haben, für die Blattmacher-Position bei der Bunte aufgeben würden.

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Anders liegt der Fall bei Ulrike Zeitlinger. Die Journalistin, die vor einem Jahr erst von Burda – nach 18 Dienstjahren in München – zu Bild wechselte, hat bei ihrem alten Arbeitgeber noch immer einen vorzüglichen Ruf. Nur fehlen von ihr bislang jegliche Comeback-Signale.

Die Bunte ist aber noch immer die klare Nummer 1 im People-Segment. Keiner der Angreifer konnte Burdas Bestseller je gefährlich werden. Allerdings: Die Auflagenverluste, die die Magazin-Branche in den vergangenen Jahren erfasst haben, machten auch vor der Bunten nicht Halt. Aus der siebenstelligen verkauften Auflage, die man bis Ende der 1980er-Jahre noch erreichte, sind inzwischen 519.570 Exemplare geworden. Im Jahr 2014 ging es für die Bunte aber kaum nach unten: ein Minus von 1,2% zwischen dem viertel Quartal 2013 und 2014 würde sich so manch anderer Titel wünschen.

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