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Der Duft des Digitalen: ProSiebenSat.1 will Online-Parfümerie Flaconi übernehmen

ProSiebenSat.1-Vorstandschef Thomas Ebeling
ProSiebenSat.1-Vorstandschef Thomas Ebeling

ProSiebenSat.1 baut sein E-Commerce-Geschäft weiter aus. Wie das Handelsblatt berichtet, ist die Gruppe derzeit dabei, seine Beteiligungen an der Online-Parfümerie Flaconi auf 100 Prozent zu erhöhen. Auch der Erotik-Shop Amorelie soll bald mehrheitlich den Münchnern gehören. Strategisch könnte Konzernchef Thomas Ebeling die Geschäfte in einer Beauty-Sparte bündeln.

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An Flaconi hält ProSiebenSat.1 derzeit noch 47 Prozent, am Erotikportal Amorielie ist der Konzern mit 23 Prozent beteiligt, strebt nach Handelsblatt-Informationen aber eine Übernahme von 75 Prozent an. Gebündelt werden die Geschäfte im Segment Beauty-Accessoires, in dessen Portfolio auch die Beteiligungen am Schmuckversand Valmano (51 Prozent) und Brille 24 (21 Prozent) liegen. Der Anteil der E-Commerce-Geschäfte soll laut Ebeling 2015 noch weiter ausgebaut werden.

Für Medienkonzerne, die massiv ins Digital-Geschäft investieren, scheint es an Online-Plattformen kein Vorbei mehr zu geben. So hat ProSiebenSat.1 vor allem ins Reisegeschäft investiert und hält Beteiligungen an Suchmaschinen wie weg.de, ferien.de oder billiger-mietwagen.de und 7Travel, das mit der Plattform reise.com einen Online-Vertrieb für stationäre Reisebüros bereitstellt.

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In jüngster Vergangenheit wurde darüber spekuliert, ob ProSiebenSat.1 dieses Geschäft noch weiter ausbauen würde. So soll Interesse an Unister bestandenhaben, das unter seinem Dach prominente Portale wie Fluege.de oder Ab-in-den-Urlaub.de hält. Laut Handelsblatt sollen diese Pläne allerdings wieder vom Tisch sein. Des Weiteren sollen die ProSieben-Manager mit dem Verbraucherportal Verivox liebäugeln. Mögliche Investitionssumme laut der Süddeutschen Zeitung: 300 Millionen Euro.

Geschäfte mit solch großem Volumen dürften für den Konzern kein Problem sein. Er steht so gut dar, wie noch nie. Für 2014 konnte Ebeling stolz 2,88 Milliarden Euro Umsatz verkünden, der operative Gewinn lag bei 790,3 Millionen Euro.  Seine Einkäufe wickelt ProSiebenSat.1 nicht nur mit liquiden Mitteln ab, sondern bezahlt auch mit Naturalien. Statt Geld bietet der Konzern Start-ups Werbezeiten in seinem TV-Programm. Das steigert die Popularität und damit die Umsätze, an denen das Unternehmen wiederum mitverdient.

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