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„Beitrag zur Offenheit“: ZDF führt Korrekturen-Rubrik für aktuelle Berichterstattung ein

ZDF-Chefredakteur Peter Frey macht Fehler öffentlich
ZDF-Chefredakteur Peter Frey macht Fehler öffentlich

Immer wieder wurden Medien in der jüngeren Vergangenheit für Fehler, vor allem bei der Ukraine-Berichterstattung, öffentlich kritisiert. ZDF-Chefredakteur Peter Frey reagiert nun, indem der Sender online eine Korrekturen-Rubrik einrichtet. Dort sollen künftig Fehler der aktuellen Berichterstattung dokumentiert und berichtigt werden.

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ZDF-Chefredakteur Peter Frey will die neue Korrekturen-Rubrik „als Beitrag zur Offenheit gegenüber dem Beitragszahler und zur internen Fehlerkultur“ verstanden wissen. Vor wenigen Wochen erst, geriet das ZDF erneut in die Kritik, weil die Online-Redaktion von ZDFheute.de bei einem Ticker zur Ukraine-Krise ein falsches Panzer-Bild gezeigt hat. Der Verein “Ständige Publikumskonferenz der öffentlich-rechtlichen Medien e.V.“, der von Maren Müller nach ihrer viel beachteten Online-Petition gegen ZDF-Moderator Markus Lanz ins Leben gerufen wurde, flutet seit einiger Zeit ARD und ZDF mit formalen Programm-Beschwerden. Bislang tun sich die Sender eher schwer, mit dieser organisierten Form der öffentlichen Kritik umzugehen.

Frey schreib in seinen Anmerkungen zur neuen Korrektur-Rubrik:

Als Journalisten fühlen wir uns den Prinzipien von Faktentreue, Trennung von Bericht und Kommentar, von Vielfalt verpflichtet. Aber wir wissen auch: Wer 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche sendet, analog, digital und online, dem unterlaufen trotz aller Anstrengungen von Redaktion und Korrespondenten auch Fehler.Dazu bekennen wir uns.

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Aufgenommen würden Fehler, die die Redaktionen selbst erkennen, „aber auch solche, auf die uns Betroffene, Experten oder unser Publikum aufmerksam machen.“ Die Fehlerkorrekturen sollen online in chronologischer Reihenfolge gesammelt und veröffentlicht werden. Aktuell sind zwei Korrekturen zu sehen. Einmal wurde im „heute journal“ von der „russischen Exklave Königsberg“ gesprochen. Richtig hätte es heißen müssen: „die russische Exklave Kaliningrad“. Ein anderes Mal hieß es in einer Anmoderation des „heute journals“ : „Unter dem Konflikt leiden laut UNICEF rund 14 Millionen syrische Kinder und Jugendliche.“ Richtig hätte es heißen müssen: „Unter dem Konflikt leiden laut UNICEF 14 Millionen Kinder und Jugendliche in Syrien und in den Nachbarländern.“ Die Nachbarländer wurden also vergessen.

Diese beiden bisher veröffentlichten Korrekturen sind also eher verzeihliche kleine Nachlässigkeiten. Wirklich interessant wird es, wenn das ZDF grobe Fehler berichtigen muss. Eine solche öffentlichen Korrekturen-Rubrik ist aber auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung. Die Korrekturen Rubrik befindet sich auf der Startseite von heute.de als Menüpunkt ganz unten rechts.

Korrektur: In einer früheren Version stand zu lesen, dass das ZDF in seiner Korrekturen-Rubrik Fehler der Nachrichtensendungen „heute“ und „heute journal“ korrigiert. Die Korrekturen erstrecken sich aber auf die gesamte aktuelle Berichterstattung.

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Alle Kommentare

  1. ZDF: Auch Boko Haram hat mit dem Islam nichts zu tun

    “Die Boko Haram ist eine Gruppe von Terroristen. Ihr Name heisst übersetzt so viel wie: Westliche Bildung ist Sünde. Die Boko Haram will, dass Kinder in Schulen vor allem nach sehr strikten Regeln des Islam erzogen werden. Menschen, die sich nicht an die strengen Regeln des Islam halten oder eine andere Religion haben, bekämpft die Terror-Gruppe mit Gewalt. Aber: Mit der Religion Islam haben die Terroranschläge der Boko Haram nichts zu tun…”

  2. Beitrag zur „Offenheit“

    Wie offen man dort tatsächlich ist, zeigen die Reaktionen auf die unzähligen Beschwerden. Egal ob offene Sympathien der Nachrichtensprecher für Kämpfer mit faschistischen Symbolen an der Kampfkleidung oder wiederholtes manipulatives Verwenden von nachweislich falschem Bildmaterial. Alles wurde als unbegründet vom Tisch gewischt. Wer sich als interessierter Büger aufmerksam Programmbeschwerde und Antwort durchliest und dann mit dem bemängelten Programminhalt vergleicht, dem wird schnell diese ganze ignorante Verlogenheit bewusst. Nur machen das leider noch viel zu wenig. Ein Herr Kleber z.B. unterscheidet auch auch in rein gar nichts mehr von Sudel Ede vom Schwarzen Kanal.

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