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Steve Jobs-Film „Man in the Machine“: Die dunkle Seite des Apple-Genies

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Schon wieder ein Steve Jobs-Film? Noch vor dem lang erwarteten Hollywood-Blockbuster von Universal Pictures mit Michael Fassbender in der Hauptrolle erwartet US-Kinobesucher und regelmäßige CNN-Zuschauer ein Dokumentarfilm über den Apple-Gründer. Der dürfte jedoch den wenigsten Fanboys schmecken: Oscar-Preisträger Alex Gibney beleuchtet die dunklen Seiten des mythisch verehrten Tech-Visionärs.

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Die Steve Jobs-Festspiele gehen weiter. Die mit Spannung erwartete neue Biografie „Becoming Steve Jobs“ erscheint nächste Woche. Der Hollywood-Blockbuster mit Michael Fassender unter der Regie von Danny Boyle (“Slumdog Millionaire”) von Universal Pictures startet in den USA am 9. Oktober.

Dazwischen erwartet Apple-Fans die nächste mediale Annäherung an ihr Idol: ein 127-minütiger Dokumentarfilm namens „Man in the Machine„, der am Samstag auf der Technologiekonferenz SXSW uraufgeführt wurde.

Alex Gibneys Steve Jobs: ein Antiheld mit endlosen Charakterschwächen

Doch anders als das kitschige Indiepic „jOBS“ von Joshua Michael Stern mit Ashton Kutcher in der Hauptrolle und die Universal-Hochglanz-Verfilmung nach der Biografie von Walter Isaacson dürfte der Dokumentarfilm vom Oscar-Preisträger Alex Gibney („Taxi to the Dark Side,“ „Enron: The Smartest Guys in the Room“) kaum das halten, was sich Fanboys von der filmischen Annäherung an den visionären Apple-Gründer versprechen.

Alex Gibneys Steve Jobs ist alles andere als ein guter Mensch – er ist ein Antiheld mit endlosen Charakterschwächen. Da ist der Disput mit Langzeitfreundin Chrisann Brennan, mit der Jobs seine Tochter Lisa zeugte, jedoch die Vaterschaft jahrelang leugnete.

Steve Jobs lange Liste von Verfehlungen 

Da ist der ruppige Umgang mit Mitarbeitern ebenso ein Thema wie die schlechten Arbeitsbedingungen der Zuliefererfirmen in China oder Jobs‘ unerbittlicher Rachefeldzug gegen das Blog Gizmodo, nachdem es den Prototypen des iPhone 4 in die Hände bekam.

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Doch natürlich kommen auch die Fürsprecher des ikonisch verehrten Apple-Chefs zu Wort. In der vielleicht emotionalsten Szene des Dokumentarsfilms liest ein Apple-Ingenieur seine letzten Worte an seinen Chef vor.

Wann „Man in the Machine“ in die Kinos kommt, ist noch unklar. Magnolia Pictures hat sich die Kino-Rechte am Dokumentarfilm gesichert, CNN griff beim Online-Verleih zu.

Die Kritik aus Cupertino ließ unterdessen wenig überraschend nicht lange auf sich warten: Der Dokumentarfilm sei „eine ungenaue und böswillige Darstellung meines Freundes“, wetterte Apples Internetchef Eddy Cue auf Twitter.

Der Kampf um die Deutungshoheit von Steve Jobs‘ Erbe  – er geht auch dreieinhalb Jahre nach dem Tod des visionären Apple-Gründers weiter.

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