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Content-Vertrag verlängert: Berliner Morgenpost braucht weiterhin Die Welt

Die Berliner Morgenpost soll zukünftig ohne Welt-Inhalte auskommen. Dazu baut Funke eine neue Zentralredaktion mit Ex-Focus-Chef Jörg Quoos auf.
Die Berliner Morgenpost soll zukünftig ohne Welt-Inhalte auskommen. Dazu baut Funke eine neue Zentralredaktion mit Ex-Focus-Chef Jörg Quoos auf.

Der Aufbau der Berliner Zentralredaktion, die künftig Funkes Tageszeitungen mit überregionalen Inhalten beliefern soll, zieht sich in die Länge. Wie die taz berichtet, wird die Berliner Morgenpost länger auf Inhalte von Springers Welt angewiesen sein als geplant. Im Gegenzug verlängert auch die Welt ihren Content-Deal für Berlin-Inhalte.

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Funke und Axel Springer hatten sich eigentlich darauf geeinigt, die Content-Lieferungen zum 30. April dieses Jahres einzustellen. Das Inhalte-Geschäft ist noch ein Überbleibsel aus alten Zeiten, in denen die Berliner Morgenpost noch zum Springer-Imperium gehörte. Seit Februar dieses Jahres baut der ehemalige Bild-Mann und Ex-Focus-Chefredakteur Jörg Quoos für Funke ein Hauptstadtteam auf, das die Funke-Titel Berliner Morgenpost und Hamburger Abendblatt (später auch weitere Titel) mit überregionalen Inhalten beliefern soll. Im Gegenzug will Die Welt die lokalen Inhalte zukünftig selbst produzieren und baut zu diesem Zweck eine neue Hamburg-Redaktion auf.

Nun haben Springer und Funke ihren Deal für die Berliner Morgenpost noch mal verlängert. Bis zum 31. August August wird die Berliner Morgenpost weiter mit Welt-Inhalten – und andersherum – befüllt. Geplant war laut FAZ, dass bis Fertigstellung der Zentralredaktion, Morgenpost und Hamburger Abendblatt inhaltlich enger zusammenrücken. Funke hat zur Not auch noch den bestehenden Content Desk in Essen, der überregionale Inhalte liefern kann. Gegenüber der taz bestätigt Funke-Sprecher Tobias Korenke die Verlängerung. Dabei gehe es um die Entlastung der Funke-Mitarbeiter. Bei der Morgenpost installiere man derzeit ein neues Redaktionssystem.

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Es kommt aber auch die Frage auf, weshalb der Aufbau der Zentralredaktion in Berlin so lange dauert und – O-Ton Korenke – „noch einige Zeit in Anspruch nehmen“ wird. Dennoch laufe alles nach Plan, so Korenke gegenüber MEEDIA. „Es war von Beginn an klar, dass der Aufbau der Zentralredaktion nicht zum Auslaufen des Content Lieferungsvertrages abgeschlossen sein würde.“ Unklar ist in diesem Fall, weshalb ursprünglich überhaupt der 30. April angedacht war.

Während die Berliner Morgenpost weiter auf Die Welt angewiesen bleibt, soll in Hamburg alles seinen Weg gehen. Hier wird sich das Abendblatt ab Mai von der Welt abkapseln, heißt es. „Die Berliner Morgenpost hat ja sehr viel mehr Inhalte von der Welt übernommen als das Hamburger Abendblatt“, so Korenke zur taz. Und auch Springers neue Hamburg-Redaktion soll ihre Arbeit pünktlich aufnehmen.

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Alle Kommentare

  1. Sorry, aber so kommt die Mottenpost nicht aus ihrem Rentnertal. dann hätte sie doch gleich bei Springer bleiben sollen. Das wird nix.

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