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Steve Jobs-Biografie: Tim Cook wollte Jobs Teil seiner Leber spenden

„Becoming Steve Jobs“
"Becoming Steve Jobs"

Die ersten drei großen Enthüllungen aus der neuen Biografie über Steve Jobs vom Autoren-Duo Brent Schlender und Rick Tetzeli stehen fest. Tim Cook bot seinem schwerkranken Mentor 2009 an, einen Teil seiner Leber zu spenden, doch Jobs lehnte ab. Nicht weniger aufsehenerregend: Jobs soll der Idee eines Apple-Fernsehers früher sehr skeptisch gegenüber gestanden haben. Und: Der Apple-Gründer erwog in seinen letzten Lebensjahren offenbar die Übernahme von Yahoo.

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Der Countdown ist eingeläutet: Noch zehn Tage bis zu „Becoming Steve Jobs“ – die neue Biografie über das Leben des Apple-Gründers, die – nach Meinung des intimen Apple-Kenners John Gruber – „die Welt verdient hat“.  Zu „einer essenziellen Referenz in den kommenden Jahrzehnten“ soll das 464 Seiten starke Machwerk werden, so adelte Gruber die Arbeit der Reporter-Veteranen Brent Schlender (früher Wall Street Journal und Time Magazine) und Rick Tetzeli (Time Magazine und Fast Company), die einige „sensationelle Storys“ zu erzählen haben.

Es sieht so aus, als habe Gruber nicht zuviel versprochen. Seit gestern Nacht zirkulieren die ersten Auszüge aus „Becoming Steve Jobs“ – standesgemäß im US-Wirtschaftsmagazin Fast Company, dessen Chefredakteur Rick Tetzeli weiterhin ist. Erster Scoop: Tim Cook wollte dem todkranken Steve Jobs, der sich 2009 einer Lebertransplantation unterziehen musste, zuvor aber monatelang nach dem passenden Organ suchte, einen Teil seiner Leber spenden.

Steve Jobs schlägt Tim Cooks Angebot aus: „Nein, das lasse ich Dich nicht machen“

„Eines Nachmittags verließ Cook aufgewühlt sein Haus, um ein eigenes Blut testen zu lassen. Er fand heraus, dass er wie Steve eine seltene Blutgruppe hatte und vermutete, dass es vielleicht die gleiche sei. Er begann zu forschen und erfuhr, dass es möglich sei, einen Teil der Leber einer lebenden Person an jemand Bedürftigen zu transplantieren“,  schreibt das Autorenduo Schlender / Tetzeli.

Weil die Leber ein regeneratives Organ und Erfolgsquote für Spender und Empfänger hoch ist, trug Cook Jobs den Vorschlag vor – aber Jobs unterbrach seinen damaligen COO sofort. „Nein, das lasse ich Dich nicht machen.“ „Steve, ich bin absolut gesund. (…) Ich gehe keine Risiko ein“, erklärt Tim Cook in der Biografie den dramatischen Moment.

„Aber Steve dachte überhaupt nicht daran. Und das war zu einer Zeit, als es ihm wirklich furchtbar ging“, berichtet Cook. Steve Jobs fand schließlich die Spenderleber eines 20-Jährigen, der bei einem Autounfall ums Leben gekommen war und sollte damit noch zweieinhalb Jahre leben.

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Jobs zu Jony Ive: „Ich mag Fernsehen nicht. Apple wird nie einen entwickeln“

In anderen Passage enthüllen Schlender und Tetzeli Steve Jobs‘ frühe Abneigung gegen einen Fernseher. Es war 1997, Jobs war gerade wieder zu Apple zurückgekehrt und killte erst einmal zwei Herzensprojekte seines kommenden Weggefährten Jony Ive – die Newton-Weiterentwicklung eMate und den 20th Anniversary Macintosh.

Im selben Atemzug erklärte Jobs Ive: „Ich mag Fernsehen nicht. Apple wird nie einen entwickeln.“ Wohl gemerkt: Das Zitat stammt aus den späten 90ern. In der Biografie von Walter Isaacson wird der Apple-Gründer gegen Ende seines Lebens bekanntlich ganz anders zitiert: „Ich will einen integrierten Fernseher herstellen, der extrem einfach zu bedienen ist“, berichtet Jobs: „Ich habe es endlich herausgefunden.“

Jobs und Bob Iger: „Wir haben uns über eine Akquisition von Yahoo unterhalten“ 

Und dann ist da noch die Freundschaft zum langjährigen Disney-CEO Bob Iger, der aus Verbundenheit zu Jobs nicht in den Aufsichtsrat von Google einzog, wie Schlender und Tetzeli enthüllen. Und mehr noch: Iger war bis zu Jobs Tod ständiger Gast des Apple-Gründers, mit dem er mögliche Übernahmen diskutierten.

Dabei kam auch der Name eines Internet-Pioniers auf: „Wir haben uns über eine Akquisition von Yahoo unterhalten.“  Es war sicher nicht die letzte Enthüllung bis zum Verkaufsstart: „Becoming Steve Jobs“ kommt am 24. März in den Buchhandel.

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