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Aus für Kommissar Murot? Ulrich Tukur deutet Ende seiner „Tatort“-Karriere an

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Gerade erst hat der Wiesbadener Tatort "Im Schmerz geboren" einen Grimme-Preis gewonnen, da deutet Hauptdarsteller Ulrich Tukur seinen baldigen Abschied an. Im Gespräch mit der Programmzeitschrift Hörzu sagt er, der neue Murot-Fall sei wahrscheinlich sein letzter.

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Am 27. Dezember läuft der nächste „Tatort“ mit Ulrich Tukur als Kommissar Felix Murot. In „Wer bin ich?“ wagt der Hessische Rundfunk wieder ein ganz besonderes Experiment: „Figur und Schauspieler trennen sich“, erklärt Tukur gegenüber der Hörzu (Erstverkaufstag: 20. März 2015). „Die Figur Hauptkommissar Murot hat keine Lust mehr auf die Virtualität und immer nur dann zu existieren, wenn die Kamera läuft. Er spaltet sich ab vom Schauspieler Tukur, beginnt ein Eigenleben und schickt mich, seinen Möglichmacher, am Ende selbst ins virtuelle Aus.“

Der Wiesbadener Tatort ist für seine Experimentierfreude bekannt, Ende März wird die 2014-er Episode „Im Schmerz geboren“ mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Hauptdarsteller Ulrich Tukur sieht jedoch das Ende für seine Figur gekommen: „Es fällt schwer, mir vorzustellen, wie es danach weitergehen soll. Denn wir wagen ein Experiment, das es so im Fernsehen meines Wissens noch nicht gegeben hat.“ Vermutlich sei „Wer bin ich?“ seine letzte „Tatort“-Episode, so der Schauspieler: „Es sei denn, der Fernseh-Kommissar würde seinen Schauspieler spielen. Aber wie soll das gehen?“

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Außerdem schließt er sich der Kritik an, dass die „Tatort“-Reihe auf Events mit einmalig auftretenden Ermittlern setzt und dass es zu viele Stars und Städte in der Reihe gibt: „Warum muss jede deutsche Stadt, in der mehr als 150.000 Menschen leben, einen eigenen Ermittler haben? Das ist inflationär und endet in der totalen Beliebigkeit.“

Mit Murot wollte Tukur eine „zeitlose, gefährdete und schillernde Figur schaffen, die etwas von der Traurigkeit des Lebens erzählt“. Dies ist ihm gelungen.

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