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Verbindung zu Morddrohungen? Journalist nach Nazi-Kundgebung überfallen

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Wenige Wochen nachdem Dortmunder Neonazis Todesanzeigen von Journalisten im Internet verbreiteten, wurde ein Journalist am Montag Abend nach einer Neonazi-Kundgebung in dem Stadtteil Derne Opfer eines Gewaltangriffs. Die Polizei geht von einer Verbindung der beiden Vorfälle aus.

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Der 43-jährige Marcus Arndt arbeitet als freier Journalist in Dortmund. Im Februar erhielt er wie einige seiner Kollegen Morddrohungen aus der rechten Szene: „Bald ist es Zeit zu gehen“, hieß es auf den falschen Todesanzeigen, die im Netz verbreitet wurden. Wie der NDR berichtete, ging die Dortmunder Polizei damals davon aus, dass die besonders provokative, aktive und aggressive Dortmunder Neonazi-Szene dahintersteckt. Neben den Journalisten und Bloggern hatten außerdem Juso-Mitglieder sowie Mitarbeiter der Piratenpartei und der Linken die Drohbotschaften erhalten. Unterschrieben seien diese vom „Nationalen Widerstand“, eine seit 2012 verbotene rechtsextreme Organisation.

Am Montag Abend wurde Arndt nach einer Neonazi-Kundgebung von mehreren vermummten Männern zunächst verfolgt und dann mit Steinen beworfen. Im Gespräch mit dem Blog Ruhrbarone erzählt der Journalist: „Mir waren mehrere Personen im typischen Outfit der rechten Szene aufgefallen.“ Als er ausstieg, hätten die schwarz gekleideten Männer die Verfolgung aufgenommen, Arndt mit Steinen beworfen und gedroht, ihn umzubringen.

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Wie die Polizei mitteilte, konnte er seine Angreifer daraufhin mit einer Schreckschusswaffe vertreiben und wurde mit leichten Verletzungen im Krankenhaus behandelt, das er am selben Abend wieder verlassen konnte.

Wie der WDR berichtet, geht die Polizei derzeit davon aus, dass der Vorfall in Verbindung mit den Einschüchterungen und Bedrohungen von Journalisten durch Rechtsextremisten steht. Einige Indizien würden dafür sprechen, man müsse nun die Hintergründe ermitteln.

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