Anzeige

Pressestimmen zur Apple Watch: „Ein Erdentag hat ab sofort nur noch 18 Stunden“

Apple-Watch.jpg

"Die Zeit ist reif für die Uhr", denn "Apple weiß, wann ein Produkt auf den Markt gehört". Die FAZ ist voll des Lobes für die neue Watch vom iKonzern. Nach Meinung von Patrick Beuth von Zeit Online schaffen die Amerikaner vor allem ein neues Statussymbol und wagen "den Schritt in die Modebranche, in der die Technik egal ist". Für die SZ ist die neue Watch vor allem ein "Begleiter in allen Preislagen“.

Anzeige
Anzeige

Patrick Beuth, Zeit Online. „Das Wichtigste zuerst: Ein Erdentag hat ab sofort nur noch 18 Stunden. Die Abschaffung des 24-Stunden-Rhythmus verkündete Apple-CEO Tim Cook am Montag, als er neue Details zur Apple Watch bekannt gab. Die Batterie der Smartwatch halte einen ganzen Tag, versprach er. Und fügte hinzu: ’18 Stunden bei normaler Nutzung‘.“

Marco Dettweiler von der FAZ glaubt an den Erfolg der Uhr. Immerhin wisse Apple, wann der richtige Zeitpunkt sei ein Produkt einzuführen. Auch vom Produkt selber scheint der Frankfurter überzeugt: „Ja, ähnlich dünne und leichte Produkte gab es bereits vorher. Ja, es ist mit 1450 Euro nicht günstig. Alles richtig. Doch auch bei diesem Produkt wird man lange nach Fehlern suchen, sei es im Design, bei der Hardware oder im Betriebssystem. Es ist eben ein reifes Produkt“.

Der Business Insider geht wesentlich kritischer mit Apple ins Gericht: „Warum sollen wir bis zu 17.000 Dollar für ein Gerät ausgeben, dessen Funktionen auch ein iPhone für 650 Dollar bereits besitzt?“ Apple habe versäumt zu erklären, welches Problem die Uhr lösen solle. „Es gibt keinen Grund für die Existenz einer Apple Watch.“

Ebenfalls kritisch schreibt das US-Technikportal The Verge. Am meisten genervt sind die Autoren von den typische Werbesprüchen: „In Apples Produkten ist alles besser. Stahl ist nicht gleich Stahl. Es ist Apple-Stahl, vielfach besser als der übrige Schrott.“

Ebenfalls wenig begeistert ist Sascha Pallenberg von Mobilegeeks.de: „Davon abgesehen dass ich jeden Kaeufer einer 600 Euro Smartwatch, die mit einer Aufladung mal so gerade ueber den Tag kommt, fuer einen durchaus behandlungsfaehigen Fall halte, so sollte man vielleicht auch hierbei bedenken, dass diese Dinger in 12 Monaten alt sind. Richtig alt! Fuer 1250 Euro gibt es uebrigens bereits schon schicke TAG Heuer Chronografen. Die funktionieren auch noch in 10 Jahren und sind dann bei entsprechender Pflege nicht weniger wert…“

Für die Bild konnte Sven Stein bereits die Uhr testen. Ihn begeisterte vor allem die digitale Krone – das Drehrad an der Seite der Watch: „Es zeigt sich schon hier: Die digitale Krone ist eine schlaue Erfindung, ergänzt sie doch den Touchscreen um eine Zoom- und Blätter-Möglichkeit, ohne jedoch den Blick auf den Bildschirm zu stören.“

Anzeige

Auch Helmut Martin-Jung von der Süddeutschen hat es die Krone angetan. „Um den kleinen Bildschirm gut zu nutzen, hat sich Apple viel einfallen lassen. Ein seitlicher Knopf, den man drehen und drücken kann, hilft beim Vergrößern und Verkleinern des Bildschirminhalts. Der Screen ist zudem druckempfindlich. Bereits zum Start stehen viele Apps zur Verfügung. Apple zeigte bei der Präsentation außerdem ein neues MacBook, das nur gut 900 Gramm schwer ist und an der dicksten Stelle nur 13,1 Millimeter misst.“

Die Welt Kompakt fasst Funktionen der neuen Uhr zusammen: „Diese Berichte erscheinen nach der offiziellen Präsentation der Uhr nicht mehr abwegig: Die Apple Watch zeigt Benachrichtigungen, E-Mails und andere Nachrichten nicht nur an – sie ermöglicht es auch, auf sie zu reagieren. Nicht einmal für Telefonanrufe muss das iPhone noch gezückt werden: Dank Mikrofon und Lautsprecher können Gespräche über die Uhr geführt werden. „Das wünsche ich mir, seitdem ich fünf Jahre alt bin“, witzelte Apple-Chef Tim Cook am Montag während der Präsentation vor einem gewohnt begeisterten Publikum. Apple-Manager Kevin Lynch zeigte bei der Vorstellung in San Francisco unter anderem, wie man einen Anruf annehmen, einen Wagen des Fahrdienstes Uber rufen, die Musik-Wiedergabe kontrollieren und auch eine vernetzte Garagentür aufmachen kann.“

Kritischer fällt das erste Urteil von Chip.de aus: „Wir haben die Apple Watch in Berlin zudem erneut ausprobiert, wobei sich der Eindruck unseres ersten Praxistests bestätigte. Die Uhr wirkt zwar hochwertig, aber dennoch etwas klobig. Das liegt auch am viereckigen Design, das die Apple Watch weniger elegant aussehen lässt als etwa die Motorola Moto 360. Und insbesondere der 11.000 Euro teuren Apple Watch Edition merkt man den hohen Preis nicht an. Was sie abhebt ist letztlich nur das vergoldete Gehäuse.“

Die Buzzfeed-Kollegen gehen das Thema gänzlich anders an. Die US-Amerikaner haben flux ein Quiz aufgesetzt, dass die Frage klären soll, was für ein reiches A-Loch man sei, wenn man die 18.000 Euro-Gold-Version der Apple Watch kauft.

Bildschirmfoto 2015-03-10 um 10.04.44

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Irgendeiner sollte mal ausrechnen, wieviel Geld diese kostenlose Apple-Produkt-Werbung auf allen Kanälen normalerweise kosten würde.

    Wahrscheinlich die grösste Leistung von Steve Jobs, die Mainstreammedien zu kostenlosen Apple-Botschaftern gemacht zu haben.

    1. Klaus ist zuzustimmen. Hinzu kommt noch, dass diese „Apple-Journalisten“ angestellt und bezahlt werden von Medien, die sich selbst als die Vierte Gewalt ansehen, die für die Bevölkerung ausschließlich kritisch aufklären wollen. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Betrachtet man die Apple-Geschichte, ist deren Erfolg nicht allein durch intelligente – und überteuerte – Produkte entstanden, sondern wesentlich mit durch die grenzenlose Lobhudelei in den Leitmedien. Gleichzeitig spielt zudem eine Vergötzung des verstorbenen Apple-Managers Steve Jobs in allen Medien eine große Rolle. Dabei war er doch auch nur einer der üblichen Ausbeuter, wenn man die Situation der Apple-Arbeiter in China betrachtet sowie – von Klaus richtig erwähnt – der Medien. Das heutige Management mit Tim Cook tut heute so (bei BILD, natürlich) als spiele Profit keine große Rolle bei Apple, nur die Qualität der Produkte. Wer’s glaubt wird selig. Nur der Aktienkurs zählt, sonst nichts! Und der ist erzeit bestens, auch Dank der “ kritischen“ Journalisten in unseren Medien…

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*