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Das neue MacBook: Apples 1.449 Euro teures Netbook

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Es war das eigentliche Highlight der Apple-Keynote: Die Präsentation des neuen MacBooks. Eine so drastische Überholung hat Apples Notebook seit Jahren nicht mehr erfahren: Es ist jetzt 12 Zoll groß, löst mit Retina Display auf, wiegt nur noch 907 Gramm und ist ganze 1,3 cm dünn. Groß geworden ist dafür der Preis: Das neue MacBook kostet mit 1.449 Euro fast 50 Prozent mehr als das ähnlich große MacBook Air.

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Es gibt diesen herrlichen Rant von Steve Jobs, Minuten bevor er das iPad ankündigt. Im Visier seiner Verachtung: Netbooks, der vermeintliche Computer-Megatrend der späten Nullerjahre. „Einige Leute dachten“, hob Jobs mit Blick auf eine neue Kategorie zwischen dem Laptop und dem Smartphone an, „das wäre das Netbook.“ Bedächtige Pause.

„Das Problem mit Netbooks ist: Sie sind in nichts besser.“ Tosendes Gelächter. Dann legt sich Jobs seine Opfer genau zurecht, bevor er den finalen Punch platziert. „Sie sind langsam. Sie haben einen qualitativ schwachen Bildschirm.  Und auf ihren läuft jede Menge PC-Software. Sie sind also in nichts besser als ein Laptop. Sie sind einfach billiger. Sie sind einfach billige Laptops.“ Gejohle und Szenenapplaus.

Apple führt das MacBook wieder ein

Fünf Jahre nach der iPad-Keynote scheint Jobs‘ Nachfolger an selber Stelle, im Yerba Buena Center in San Francisco, die Produktkategorie nun irgendwie doch anvisiert zu haben. „Es sieht so aus, als hätte Apple endlich auch ein Netbook gemacht“, kommentierte der bekannte Apple-Blogger Horace Dediu das brandneue MacBook, das Tim Cook und Phil Schiller gestern präsentierten.

Tatsächlich ist das generalüberholte MacBook, über das bereits im Vorfeld spekuliert worden war, praktisch auf allen Ebenen bis auf die Größe das Gegenteil von einem Netbook: Ein teures, ultraflaches, ultraleichtes MacBook mit einem hochauflösenden Bildschirm (Retina Display), für das mal eben 1.449 Euro fällig werden – Apple-Preise eben.

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MacBook wiegt nur noch 907 Gramm und 1,3 cm dünn

Interessant: Die 2012 beerdigte MacBook-Linie wird drei Jahre später nun wieder zu neuem Leben erweckt. Dabei erscheint das neue 12 Zoll große MacBook eher wie ein ausgedünntes, geschrumpftes und vor allem generalüberholtes MacBook Air. Ganze 907 Gramm wiegt das neue MacBook noch, lediglich 13,1 Millimeter dünn ist es.

„Apple hat das Notebook mit dem neuen MacBook neu erfunden“, schwadronierte Apples Marketingchef Phil Schiller im begleitenden Pressestatement in gewohnter Manier: „Das neue MacBook ist die Zukunft des Notebooks.“

Speicherstärkeres MacBook so teuer wie 27 Zoll-iMac

Tatsächlich kommt Apples neuster Wurf mit einigen bahnbrechenden Neuigkeiten daher: Die flachere Tastatur ist 34 Prozent dünner und verwendet eine von Apple neu gestaltete Aufhängung – den Butterfly Mechanismus, der viermal so stabil sein und eine größere Präzision bieten soll.

Das neue MacBook verfügt nun auch endlich über ein Retina Display, das mit 2304 x 1440 Bildpunkten auflöst, die Akkukapazität soll um 35 Prozent verbessert worden sein, und nur noch ein USB-C-Port für Datenübertragung, Videoausgang und Ladevorgang ist in einem einzigen Anschluss vorhanden, der mit dem Kabelsalat Schluss machen soll, in der Praxis allerdings jede Menge Adapter verursachen dürfte.

Das neue MacBook  ist erstmals  in drei Farben erhältlich – nämlich analog zum iPhone in Gold, Silber und Spacegrau. Der Verkauf beginnt ab dem 10. April: Die 256 GB-Flash-Version kostet 1.449 Euro, für den doppelten Speicherplatz werden happige 1.799 Euro fällig – soviel wie für einen 27 Zoll großen iMac.

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Alle Kommentare

  1. knapp 1500€ ist ein stolzer Preis, wenn man sich aber auf Geräte verlassen muss, dann kommt um den Preis nicht drumherum. Auf http://www.macbook-test.de werde alle Vorzüge eines geschlossenen Betriebssystem aufgezeigt. Kaufe ich mir z.B. ein Windows notebook für 1000€, stecke ich in den nächsten Jahre bestimmt auch ein paar 100€s in die Reperatur, dann hole ich mir gleich etwas richtiges oder?

  2. …vielleicht nochmal drüber lesen und die ganzen Rechtschreib-/Tippfehler korrigieren. Ist wohl auf einer kleinen Netbook-Tastatur geschrieben worden 😉

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