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SWMH trennt sich nach Medienberichten von SZ-Chef Haaks

Nach fünfeinhalb Jahren als SZ-Geschäftsführer abgelöst: Detlef Haaks.
Nach fünfeinhalb Jahren als SZ-Geschäftsführer abgelöst: Detlef Haaks.

Paukenschlag bei der Süddeutschen Zeitung: Detlef Haaks, der bisher starke Mann in der Geschäftsführung, muss den Verlag verlassen. Erst gerade hatte Haaks ein "integriertes Konzept" für die Zukunft der SZ vorgestellt. Neben Haaks servierte die SWMH als Gesellschafter laut Kress.de mit Martin Jaschke zudem auch den Chef der Medienholding Süd (u.a. Stuttgarter Zeitung) ab.

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Die Doppel-Personalie hatte Kress.de-Chefredakteur Bülend Ürük am Montag exklusiv vermeldet. Anschließend bestätigte der Branchendienst Horizont die Demissionen und berief sich dabei auf Informationen aus Unternehmenskreisen. Wie Kress.de weiter berichtet, sollen die Nachfolger von Haaks und Jaschke bereits feststehen, wenngleich die Namen noch geheim gehalten würden. Bis zu deren Amtsübernahme sollten beide Geschäftsführer ihre Tätigkeiten fortführen.

Haaks führte die Süddeutsche Zeitung seit 2009 und war zuvor u.a. bei der WAZ (heute Funke Mediengruppe) und beim Deutschen Sparkassenverlag in führenden Positionen beschäftigt. Erst Ende Januar hatte er sich im Horizont-Interview ausführlich über die künftige Ausrichtung der SZ sowie seine Digitalstrategie geäußert und dabei erklärt, dass sich Süddeutsche.de „komplett verändern“ und redaktionelle Bezahlangebote in einem Marken-Abo gebündelt würden. Bis Ende 2015 wollte Haaks so auf insgesamt 50.000 Abonnenten kommen.

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Für Martin Jaschke kam das Aus bei in Stuttgart nach nur zwei Jahren. Der promovierte Jurist war zuvor bei Gruner + Jahr, beim Braunschweiger Zeitungsverlag sowie als Gesamtgeschäftsführer bei der Zeitungsgruppe Thüringen beschäftigt gewesen.

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Alle Kommentare

  1. Political correctness überall.
    Ohne die Möglichkeit die NZZ oder Österreichische Blätter zu lesen, würden wir hier in der Tat fast im „Tal der Ahnungslosen“ leben. Was das Schlimme daran ist, daß keine staatliche Gewalt dazu geführt hat. Journalisten wollen uns ihre Weltanschauung „unterjubeln“.

  2. SWMH immerhin konsequent, man kann jetzt schön erkennen wie SZ online mit ihrer genialen digitalen Strategie jeden Monat mehr Leser dauerhaft verliert

    „ach ja, interessante Leserkommentare gibt es ja hier bei der SZ nicht mehr, geh ich halt zur Zeit oder zur FAZ“

    Und nach ein paar Besuchen hat sich das eingebrannt und man surft SZ gar nicht erst an.

  3. Ja die Alpenprawda steuert in die Krise, wenn sie es nicht schon ist. Wie andere Blätter setzt sie monothematisch auf die Themen, die im Mainstream sind. Alles andere wird vernachlässigt und diffamiert. Die Leser, die sich in den Foren kritisch geäußert haben, werden dann auch noch abgeschaltet. So kann man auf Dauer keine Zeitung machen. Anstatt Kommunikation mit dem Leser findet nur noch Indoktrination statt. Für Leser auf der gleichen Welle scheint das gut zu sein. Für Leser einer Zeitung, mit diesen hohen Ansprüchen, die sich im Diskurs ihre Meinung bilden wollen, bleibt kein Platz und die finden sich dementsprechend nicht mehr wieder. Also, tschüss…

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