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Apple Watch: „Wenn Apple die Preise veröffentlicht, werden Techmedien den größten Wutanfall bekommen“

Tim Cook und die Apple Watch
Tim Cook und die Apple Watch

Letzte Spekulationen vor der mit Hochspannung erwarteten Apple-Keynote: Was kann die Apple Watch nun, wie lange hält der Akku, wann wird das Wearable aus Cupertino ausgeliefert – und wie viel kostet es? Vor allem letztere Frage hat das Potenzial, alles zu überschatten, was Tim Cook auf der Bühne des Yerba Centers präsentiert.

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Endlich: Das Warten auf die Apple Watch, das sich nun auf den Tag genau seit einem halben Jahr hinzieht, geht zu Ende: Heute ab 18 Uhr deutscher Zeit wissen Fans des Kultkonzerns mehr. Dass die Apple Watch auch im April bei uns erhältlich sein wird, ist ebenso bekannt wie der Einstiegspreis von 349 Dollar für das günstigste Modell, der Apple Watch Sport mit Plastikarmband.

Doch wie geht die Preisstaffelung eigentlich weiter? Drei verschiedene Kollektionen – die Apple Watch Sport, die Apple Watch (mit Edelstahlgehäuse) und die Apple Watch Edition (mit einem Gehäuse aus 18 Karat Gold) – gibt es bekanntlich. Durch die verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten zwischen Gehäusegroße (38 oder 42 Millimeter) und Armband kommt auf den Apple-Fan eine ungewohnt Auswahlmöglichkeit von sage und schreibe 38 verschiedenen Apple Watches zu.

Nur die Sport-Edition ist erschwinglich

Dabei lautete Steves Jobs‘ Firmencredo doch stets: Weniger ist mehr. Ob die neue Unübersichtlichkeit Käufer überfordert, dürfte die eine Multimilliarden-Dollar-Frage für den iPhone-Hersteller sein. Die andere: Was ist mit den Preisen?

Der intime Apple-Kenner John Gruber („Daring Fireball“) veröffentlichte am Wochenende in aller Ausführlichkeit seine Spekulationen über die exakte Bepreisung aller Modelle, die den wenigsten Fangirls und -boys gefallen dürfte. Die Apple Watch wird demnach nämlich ein teueres Vergnügen. Nur die Sport-Edition (349 Dollar für das 38 mm-Gehäuse und 399 Dollar für das Gehäuse in 42 mm) erscheint auf den Blick erschwinglich.

Edelstahl-Modell soll ab 749 Dollar starten 
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Für die mittlere Preisklasse, die mit 18 Modellen das Herzstück der drei Apple Watch-Kollektionen darstellt, werden nach Grubers Meinung dann sofort iPhone 6-Preise fällig. Erst ab 749 (38 mm) bzw. 799 Dollar (42 mm) startet die Apple Watch in der billigsten Variante mit Edelstahlgehäuse.

Wer zum Edelstahlgehäuse auch passend ein Edelstahlarmband in der Mailänder Design-Tradition des 19. Jahrhunderts („Milanaise Loop“) tragen möchte, sollte sich darauf einstellen, für April Rücklagen zwischen 949 und 999 Dollar aufzubauen. Doch in der mittleren Apple Watch-Preisklasse kann für entsprechend edel gefertigte Lederarmbänder noch weiter draufgelegt werden – bis zu 1499 Dollar könnte Apple für das Spitzenmodell seiner Kern-Kollektion mit Saphirglas-Display und Keramik-Rücken verlangen.

Goldene Apple Watch teurer als erster Lisa Computer?

Wer das für Premiumpreise hält, hat die Rechnung ohne die eigentliche Luxus-Variante gemacht. Die sogenannte Apple Watch Edition dürfte als eines der teuersten Produkte in die ruhmreiche, 39-jährige Firmengeschichte des Kultkonzerns eingehen: Preise zwischen 7499 Dollar für das 18-Karat-Modell mit Sportarmband (wer trägt diese Kombination?) und unfassbaren 10.999 Dollar für das 42 Millimeter-Gehäuse mit Lederarm sollen fällig werden – das wäre mehr als für Apples ersten Personal Computer Lisa 1983.

Spätestens an dieser Stelle könnte die Keynote eine Wendung bekommen, die Tim Cook nicht gefallen dürfte: Der Shitstorm in den sozialen Medien und Tumblrs wie „applewatcheditioncostsmorethan“ erscheinen vorprogrammiert.  „Wenn Apple die Preise veröffentlicht, werden Techmedien den größten Wutanfall bekommen, seit sie über Apple berichten“, prognostizierte Gruber bereits im September.

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