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Apple Watch-Keynote: Verkaufsstart am 24. April ab 399 Euro

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Fast alles wie erwartet: Auf der mit Spannung erwarteten Apple-Keynote verkündete CEO Tim Cook die letzten Details zum Launch der Apple Watch. Ab dem 10. April kann vorbestellt werden, am 24. April steht das Wearable in seinen verschiedenen Kollektionen in den Apple Stores – los geht's bei 399 Euro für die Apple Watch Sport. Auch ein neues MacBook Air und der Start von HBO Now auf Apple TV wurde wie erwartet auf der Keynote verkündet.

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Endlich: Der Zeitplan für den Verkaufsstart  der Apple Watch steht. In knapp fünf Wochen können Apple-Fans ihre Orders platzieren – und sich zwei Wochen später über das erste neue Produkt seit über fünf Jahren freuen: auf die lang erwartete Apple Watch.

Waren die Befürchtungen von Apple-Blogger John Gruber, der im Vorfeld eine Empörungswelle über die Bepreisung voraussagte, berechtigt? Ja und nein. Natürlich ist die Apple Watch im Vergleich zu anderen Smartwatches und Wearables – wie für Apple üblich – der Rolls Royce der Produktkategorie.

Apple Watch Sport-Kollektion kostet zwischen 399 und 449 Euro

Selbst das Einstiegsmodell ist alles andere als günstig – vor allem für Käufer in Europa. Apple übersetzt das von Gruber richtig antizipierte Pricing von 349 bzw. 399 Dollar für die Apple Watch Sport-Kollektion mit Plastikarmband und 38- bzw. 42 Millimeter Aluminiumgehäuse nämlich nach ganz eigenen Grundrechenarten mit 399 bzw. 449 Euro.

Die 10 Modelle der Sport-Kollektionen werden also mit einem satten Aufschlag gegenüber der Konkurrenz von Samsung, LG oder Motorola ins Rennen geschickt.

Apple Watch mit 20 Modellen – Einstiegspreis bei 649 Euro

Der Aufschrei bei der Kern-Kollektion, den sogar 20 Modellen der Apple Watch, die aus Edelstahlgehäusen gefertigt sind, dürfte sich dagegen in Grenzen halten: Anders als im Vorfeld erwartet, beginnt die Preisspanne nämlich hier bereits ab 549 Dollar und nicht wie befürchtet 749 Dollar. Ärgerlich für Kunden in Europa: Die 549 Dollar entsprechen hierzulande 649 Euro für das Einstiegsmodell mit 38 Millimeter Edelstahlgehäuse und Plastikarmband – für das 4 Millimeter größere Gehäuse werden 50 Euro mehr fällig.

Wer die edleren Varianten mit Lederarmband oder dem schicken Milanaise-Armband aus Edelstahl bevorzugt, muss 100 Euro mehr berappen (749 bzw. 799 Euro). Für noch hochwertigere Lederarmbänder werden 100 Euro mehr fällig (849 bzw. 899 Euro) – beim Gliederarmband noch mal 100 bis 300 Euro mehr (Preise von 1049 bis 1249 Euro).

Apple Watch Edition startet ab 10.000 Dollar
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Danach wird es wie erwartet extrem teuer – so teuer, dass Apple-CEO Tim Cook schnell über den Preis der Apple Watch Edition mit einem Gehäuse aus 18 Karat hinwegging: „Sie beginnt ab 10.000 Dollar“, erklärte Cook – und damit war das Thema Preise beendet.

Das Ende der Preisspanne enthüllt dann erst der Apple Store: Tatsächlich bis zu 18.000 Euro kann der wohlhabende Apple-Kunde für das Wearable aus Cupertino berappen, wenn er oder sie denn ein entsprechend modernes Lederarmband zur Apple Watch mit Goldlegierung auswählt.

Erwartungen turmhoch

Die Erwartungen für die erste neue Produktkategorie der Tim Cook-Ära könnten größer kaum sein. Tatsächlich wurden sie vom Apple-CEO selbst befeuert: „Die Leute werden überrascht sein, was man mit der Apple Watch alles anstellen kann“, trommelte Cook vor wenigen Wochen auf der Investorenkonferenz von Goldman Sachs für das erste Wearable aus Cupertino.

„Ich glaube, Sie werden nicht mehr ohne sie leben können“, verbreitete Tim Cook Optimismus, der nun dann schnell in Zahlen dokumentiert wurde. Wie das Wall Street berichtet, hat der iKonzern bei Zulieferern fünf bis sechs Millionen Exemplare der Apple Watch zur Belieferung zum Marktstart in Auftrag gegeben – mehr als die Hälfte davon entfielen auf die günstige Sport-Variante mit Plastikarmband.

Wall Street über Verkaufserfolg uneins

Apple-Mitbegründer Steve Wozniak geht von einem sofortigen Verkaufserfolg aus. „Apple hat so viele gute Produkte auf den Markt gebracht, dass jeder, der ein Apple-Produkt besitzt, die Apple Watch kaufen wollen wird. Das bedeutet, Millionen Kunden werden die Uhr gleich zum Start kaufen. Damit ist schnell die kritische Masse erreicht“, erklärte „Woz“ vorige Woche der BBC.

Die Wall Street ist unterdessen noch sehr uneins über das Verkaufspotenzial der Apple-Uhr. Während Staranalyst Gene Munster von Piper Jaffrey lediglich mit zehn Millionen verkauften Einheiten im ersten Jahr ausgeht, rechnet Rob Cihra von Evercore mit 18,5 Millionen abgesetzten Apple Watches.

Kulbinder Gacha von der Credit Suisse und Katy Huberty sind unterdessen noch optimistischer als Apple selbst und sehen Absatzzahlen von 38 bis 60 Millionen im ersten Jahr der Smartwatch aus Cupertino. Apple selbst soll mit 30 bis 40 Millionen Einheiten kalkulieren. Anleger reagierten unterdessen weitgehend unbeeindruckt auf die Apple Watch-Keynote: Die Apple-Aktie beendete den Handel bei 127 Dollar fast unverändert.

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Alle Kommentare

  1. Für 1249 Euro bekommt man schon eine einigermaßen gute Schweizer Uhr. Da ist dann zwar kein Manufaktur-Werk drin, aber dennoch ein solides mechanisches, so dass man die Uhr ohne aufzuziehen jahrelang tragen und ggf. vererben kann. Die iWatch zum gleichen Preis muss man nach spätestens fünf Jahren wegschmeißen, weil Apple dafür sorgt, dass sie nicht mehr geupdatet werden kann.

  2. Also für 650 Euro gebe ich mein Hirn an Apple ab. Die Selbstüberwachung und Dauerversklavung wird dazu führen, dass die Leute dann noch nicht mal mehr das kleine Einmaleins aufsagen können, ohne ihre Watch zu fragen. Die Pflegeheime freuen sich auf eine neue Welle Demenzkranker. Das Hirn lässt sich dann eines Tages nicht mehr einfach so einschalten. Aber, das ist ja gewollt.

  3. Ich lehn mich mal weit aus dem Fenster und sag, das Ding wird hart floppen.

    In jedem Fall wird der harte Kern Apple-Fan-Boys massiv abgemolken, bevor man dann immer noch Volumen durch Preissenkungen pushen kann, Hardwarekosten sind sicher nicht höher als $50.

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