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Voting zu neuen Guardian-Chefredakteur: Wolfang Blau mit nur 29 Stimmen abgeschlagen

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Die Mitarbeiter des Guardian haben entschieden. Wenn es nach ihrer Meinung geht, dann soll Katharine Viner die Nachfolge von Alan Rusbridger als Chefredakteurin des britischen Medienhauses antreten. Der deutsche Bewerber Wolfgang Blau landete beim hausinternen Votum auf dem letzten Platz. Die Abstimmung ist allerdings nicht bindend.

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Die Redaktionen der Zeitungsgruppe The Guardian haben sich für die Britin Katharine Viner und gegen den Deutschen Wolfgang Blau auf dem Chefredakteursposten ausgesprochen. Die Abstimmung ist allerdings nicht bindend, die Herausgeber können auch einen der weiteren 22 Bewerber ernennen.

Viner, die 43 Jahre alte Stellvertreterin von Amtsinhaber Alan Rusbridger und Chefin von Guardian US, ging aus einer hausinternen Abstimmung als klare Siegerin unter vier Kandidaten hervor. Sie bekam 438 Stimmen und holte damit 53 Prozent im Rennen um die Nachfolge des nach 20 Jahren scheidenden Alan Rusbridger.

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Wolfgang Blau, früherer Chef von Zeit Online und derzeit beim Guardian für die Digitalstrategien verantwortlich, landete abgeschlagen mit 29 Stimmen auf dem vierten Rang. Die Personalie soll bis Ende März entschieden sein. Rusbridger wechselt im Herbst an die Spitze der Muttergesellschaft Scott Trust.

Der Guardian, der kürzlich den Pulitzer-Preis für die Veröffentlichung der Enthüllungen des US-Whistleblowers Edward Snowden bekommen hatte, gehört zu den wenigen Verlagen, die der Redaktion ein Mitspracherecht bei der Besetzung von Top-Posten geben. 1995 hatte Rusbridger das Amt bekommen, nachdem er als klarer Sieger aus dem Belegschafts-Votum hervorgegangen war.

Viner wird nun als Siegerin des Votums einen Platz auf der Liste mit drei Namen bekommen, die zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden. Der Guardian wäre im Falle eines Erfolgs Viners nach dem Wirtschaftsmagazin The Economist die zweite große Publikation in Großbritannien, die eine Frau auf den Chefredakteursposten platziert. Zanny Minton Beddoes ist dort seit Anfang Februar am Ruder.

dpa

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