FAZ-Aderlass geht weiter: Auch FAS-Feuilletonchef Volker Weidermann wechselt zum Spiegel

Publishing Volker Weidermann, 45, Literaturredakteur und Feuilletonchef der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, geht zum Spiegel und wird zum 1. Mai dort als Reporter für das Kulturressort schreiben und die Literaturberichterstattung verantworten. Auch FAZ-Kulturredakteur Nils Minkmar fängt im Mai beim Spiegel an.

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Es darf spekuliert werden, ob die prominenten Abwanderungen aus dem FAZ-Feuilleton etwas mit dem neuen Feuilletonherausgeber Jürgen Kaube zu tun haben. Es war der Spiegel, der schrieb, dass Kaubes Berufung im FAZ-Feuilleton für Unruhe sorgt. Kaube ersetzt den verstorbenen, langjährigen FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher.  Spiegel-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer freut sich über den jüngsten Neuzugang: „Volker Weidermann ist einer der wenigen Journalisten, deren Autorenzeile ich beim Zeitunglesen explizit suche. Er ist urteilssicher und mutig und zählt zu den originellsten und klügsten Literaturkritikern.“

Weidermann war von 1998 bis 2001 Kulturredakteur bei der tageszeitung. Anschließend wechselte er als Literaturredakteur zur damals neu gegründeten Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Seit 2003 leitet er das Feuilleton der FAS.

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Alle Kommentare

  1. Hoffentlich geht es den Abgängern nicht so wie Stefan Niggemeier, der auch zum Spiegel ging, aber nach kurzer Zeit merkte, dass er dort nicht gut aufgehoben war. Die FAZ/FAS nahm ihn zurück. Leider!

  2. Aderlass oder Selbstreinigung. Das ist die Frage. Ich vermute, von beidem ein bisschen. Dürfte aber für die FAZ von untergeordneter Wichtigkeit sein, seit das Feuilleton in Deutschland so stark an Bedeutung eingebüßt hat. Die wirkliche Baustelle ist der Politikteil. Herr Kohler ist wohl die wirkliche Fehlbesetzung.weil er die falschen Leute holt. Herr Brinkbäumer ist aber auch nicht von schlechten Eltern. Einen echten Zeitgeistsurfer wie Herrn Weidermann so zu charakterisieren, dazu gehört schon etwas. Passt aber zur neuen Kleingeistigkeit beim Spiegel.

  3. Macht es einen Unterschied? In ein paar Jahren ist der Spiegel genau so tot wie die FAZ. Was auch gut so ist – sind beides Drecksblätter.

    1. Der Spiegel hat unpraktisches Papier, währenddessen die FAZ noch einem sehr praktischen Zweck zugeführt werden kann.
      Aber lustig ist es schon. Da kommen die ganzen Kons zum Spiegel und ihre Qualifikationen sind, dass sie zum Niedergang ihres alten Arbeitgebers beigetragen haben. Die Wahrheitspresse könnte nicht besser demonstrieren, dass sie sich einer freiwilligen Gleichschaltung unterworfen hat und zur Auffrischung ihrer Gedankenwelt absolut keine Neigung hat. Selbstkritik gibt es nicht. Wir machen weiter. Zur Not muss der Steuerzahler, wegen systemrelevanz einspringen. Es lohnt echt nicht mehr, dafür Geld auszugeben, zumal, wenn die FAZ so weiter macht, sie nur noch einlagig sein wird.

  4. Zumal zu Schirrmachers Zeiten galt die FAZ ja als „schwarz,rot,gold“, will sagen schwarz und konservativ im politischen Teil, gold (bzw. gelb) und wirtschaftsliberal im Wirtschaftsteil und rot (linksliberal) im Feuilleton. Die FAZ würde sich den eigenen Ast absägen, wenn sie dieses Spektrum verlöre.

    1. Nachdem Altenbockum letztlich auch noch das Feuilleton der FAZ verseucht hat, ist’s nun auch da zappenduster. Schwarz. Reaktionär.

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